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SEO Plugins für WordPress – „To do“ or „Not to do“?!

WordPress ist bereits von Haus aus ein gutes CMS wenn es um SEO geht. Einige sinnvolle Funktionen fehlen aber. Was du für die Suchmaschinenoptimierung von WordPress brauchst, welche Plugins eingesetzt werden können und welche du lieber meiden solltest, erkläre ich dir im heutigen Beitrag. Zuerst gilt es, bei der Auswahl von Plugins nicht wahllos vorzugehen und jedes Plugin zu installieren, was irgendwie Besserung verspricht …

Die Installation von Plugins gestaltet sich in WordPress verführerisch einfach. Aber bitte: Immer prüfen, wann das Plugin zum letzten Mal aktualisiert wurde, ob es mit der eigenen WP-Version kompatibel ist und wie die Bewertungen sind. Vor allem die Bewertungen und Kommentare können hilfreich sein, denn in den Meinungen anderer Nutzer finden sich häufig Hinweise auf mit Malware infizierter Plugins oder simpler Bugs.

Um die Suche nach geeigneten SEO-Plugins für dich einfacher zu gestalten, habe ich bereits eine Vorauswahl getroffen. Diese Plugins kann ich als SEO-Grundlage für jede Neuinstallation eines WordPress Blogs empfehlen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass sich Plugins im Funktionsumfang nicht überschneiden. Warum Extra-Ballast installieren, wenn ein Plugin gleich mehrere Funktionen abdecken kann? Es gibt im WWW noch viele weitere sinnvolle Plugins. Die Aufstellung der folgenden Erweiterungen sehe ich als eine sinnvolle Grundlage für alle jene, die mit dem Thema noch nicht so fit sind.

SEO-Plugins für die WordPress Neuinstallation

WordPress SEO by Yoast

Dieses Plugin steht an oberster Stelle, denn es nimmt dir gleich mehrere Dinge ab. Innerhalb deiner Beiträge findest du nach der Installation die Möglichkeit, die Meta-Daten ganz einfach einzupflegen. Du kannst den Meta Title und die Description angeben und bekommst umgehend angezeigt, wenn sie zu lang ist.

Hier lassen sich Meta-Daten für den Blogartikel pflegen

WordPress SEO by Yoast: Hier lassen sich Meta-Daten für den Blogartikel pflegen

Unter dem Reiter Social lässt sich bequem eine gesonderte Beschreibung für Facebook, Twitter und Google+ hinterlegen. Nutzer mit Admin-Zugriff können im Reiter Erweitert zudem Einstellungen zur Indexierung der Seite machen, ein Canonical Tag hinterlegen oder eine 301 Weiterleitung eintragen, sollte der Beitrag mal auf einen neuen Artikel umgeleitet werden.

In den Einstellungen des Plugins kannst du zudem standardisierte Angaben zu den Page/Meta Titles machen. So lässt sich beispielsweise eintragen, dass der Page Title immer das Format „Artikelüberschrift | Websitename.de“ besitzen soll. Unnötige Archivseiten lassen sich ebenfalls per Mausklick aus dem Index ausschließen.

Immer wieder sehe ich Seiten, die für XML Sitemaps Extra Plugins installieren. Das kannst du dir ebenfalls sparen wenn du WordPress SEO by Yoast nutzt.

Related Posts Plugin

Einstellungen des Related Posts Plugin

Einstellungen des Related Posts Plugin

Am Ende eines Beitrags ist es sinnvoll, auf ähnliche Beiträge zu verweisen. Zum einen bleiben User so auf deiner Seite und finden gegebenenfalls noch andere spannende Beiträge. Zum anderen erhalten diese Beiträge interne Links, was aus SEO-Sicht Sinn macht, da Relevantes miteinander verknüpft wird.

Bevor du ein Plugin nutzt, solltest du prüfen ob das Theme nicht von Haus aus eine Funktion zur Anzeige von verwandten Beiträgen unter einem Beitrag enthält. Ist das der Fall, lässt sich die Installation sparen. Meist findest du in den Theme Options Hinweise auf entsprechende Funktionen.

Ist nichts dergleichen vorhanden, kann ich dir Related Posts by Zemanta empfehlen. Das Plugin erlaubt es, bestimmte Kategorien auszuschließen, CSS-Einstellungen vorzunehmen und ein paar grundsätzliche Darstellungsoptionen anzugeben. Für Artikel, die kein Bild enthalten, kann zudem ein Standardbild hinterlegt werden.

W3 Total Cache

Ein Caching-Plugin hilft deine Seite schneller zu machen. Vor allem bei Shared-Hosting-Paketen macht es sich bemerkbar. Allerdings ist die Konfiguration des Plugins nicht zu unterschätzen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um wirklich alle Details zu prüfen und die korrekte Einstellung herauszufinden. Im Zweifel lässt du einige Optionen lieber deaktiviert und aktivierst sie erst nach und nach.

Je nach Servertyp machen einige Einstellungen für deine Seite ohnehin keinen Sinn. Zudem kann die Funktion „Minify“ oft dazu führen, dass das Layout deiner Seite fehlerhaft ausgegeben wird. Minify sorgt dafür, dass Leerzeichen, Kommentare und Zeilenumbrüche aus CSS-, HTML– und JavaScript-Dateien entfernt werden. Es kann also dafür sorgen, dass die zu ladenden Dateien deutlich kleiner werden. Allerdings kann es in der Folge zu erheblichen Darstellungsproblemen kommen. Aktiviere also zunächst nur die Grundfunktion und teste weitere Einstellungen.

Ans Herz legen kann ich dir auch den Artikel von Hans Jung auf pressengers.de. Nimm dir auf jeden Fall die Zeit, es lohnt sich! Bei den PageSpeed Insights von Google lässt sich so einiges an Boden gutmachen. Abgesehen von den Bewertungen dort ist der Unterschied auch beim Surfen auf der Seite deutlich spürbar – das zählt umso mehr.

Table of Contents Plus

Dieses Plugin schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits werden sich Nutzer über eine vereinfachte Navigation freuen. Andererseits kann auch Google in den Suchergebnissen direkt auf einen Unterabschnitt deines Artikels in den Suchergebnissen verweisen.

TOC erstellt ganz automatisch aus den Überschriften (H2, H3 etc.) innerhalb deines Artikels eine Inhaltsübersicht mit Ankerlinks. Einfügen lässt sich das Inhaltsverzeichnis u. a. via Shortcode in den Beitrag.

Broken Link Checker

Interne oder externe Links innerhalb deiner Artikel und Seiten sollten immer erreichbar sein. Wenn die Seite wächst, lassen sich die Links aber häufig nicht mehr so einfach überwachen. Wer will

Mit dem Broken Link Checker 404-Links ausfindig machen

Mit dem Broken Link Checker 404-Links ausfindig machen

schon jede Woche prüfen, ob die Linkziele noch erreichbar sind? Der Broken Link Checker nimmt dir diese Arbeit ab. Im Dashboard meldet er dir nach jedem Login tote Links. Dadurch behälst du den Überblick und kannst die 404-Links ganz einfach korrigieren.

Verzichtbare SEO-Plugins

Neben den genannten Plugins gibt es je nach Einsatzzweck noch viele weitere Plugins, die den Arbeitsalltag in WordPress vereinfachen können. SEO Friendly Images etwa stattet Bilder automatisch mit Alt-Tags und Bildtitel aus. WP Smush verkleinert und optimiert die Bildgröße, ohne deutlich sichtbare Qualitätsverluste.

Qualität entscheidet

Wer allerdings seine Bilddateien schon vor dem Hochladen anpasst und beim Einfügen in den Beitrag Alt-Tag und Bildtitel vergibt, kann sich diese zwei Plugins sparen. Bei der individuellen Eingabe von Bildinformationen kannst du zudem sicher sein, dass die User und Google dies auch noch in einigen Jahren qualitativ höher einstufen werden als automatisierte Lösungen – Qualität entscheidet.

Immer wieder gern genannt werden auch Plugins, die gelöschte Seiten automatisch per 301 auf die Startseite weiterleiten. Von solchen Dingen kann ich ebenfalls nur abraten. Was soll der Nutzer damit anfangen, wenn er in der Google Suche auf ein Kuchenrezept klickt und dann auf der Startseite eines Gesundheitsportals landet? Die Absprungraten steigen und Google wird die Rankings des alten Artikels kaum auf die Startseite übertragen. Dann lieber in WordPress SEO (siehe oben) bei der Offline-Schaltung eines alten Artikels eine individuelle Weiterleitung auf einen aktuellen Artikel hinterlegen.

Bevor du also wahllos weitere Plugins installierst, frag dich, ob sie wirklich Arbeit abnehmen, die Funktionen nicht schon von anderen Plugins oder dem Theme abgedeckt werden und den aktuellen SEO-Standards entsprechen.

Und nun zu dir! Welche SEO-Plugins kannst du empfehlen?

Ich freu‘ mich auf deine Vorschläge!

dennis-unterschrift

 

Bildquelle: iStockphoto.com / © Eoseye

6 Kommentare

  1. Guter Beitrag, ich stimme zu… Yoast und Co. helfen bei SEO und auch bei Sachen wie z.B. schönen Bilder für den Open Graph bei Facebook.

    Am Ende darf man aber nicht vergessen, dass der Mensch dahinter SEO verstehen muss. Ein Tool kann da immer nur bedingt retten. Ich hab demletzt dazu auch schon mal was geschrieben…eine Art SEO-Tool für den Autor, bzw. für die Erstellung des Textes: https://de.letsseewhatworks.com/seo-guide-startups/

    Gruss
    Christian

  2. Marius

    Super Beitrag, Dennis. WordPress ist nach wie vor der Hammer!

    Wie hiess nochmal das Tool, welches automatisiert interne Links setzt, wenn ein ausgewählter Begriff im Content irgendwo auf der Seite auftritt?

  3. Jan Schultz

    Toller Beitrag! Kann durch eigene Erfahrung ebenfalls yoast nur empfehlen und die Tatsache das viele Anfänger den Fehler machen mehrere zusätzliche XML sitemap plugins zu installieren die sich gegenseitig behindern / sabotieren das gewünschte Ergebnis zu fördern.

    Lg
    Jan

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