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Ein Guide für Instagram Guides

Das am schnellsten wachsende Social Media-Netzwerk 2020 ist TikTok. Die meisten neuen Features allerdings bietet Instagram seinen Nutzer:innen in diesem Jahr an. Mit Instagram Guides kam im vergangenen Monat wieder eins dazu. Was sich hinter den Guides verbirgt und wie Unternehmen die Funktion nutzen können, verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

Was sind Instagram Guides?

Nach Instagram Reels und Instagram Shops und einer damit einhergehenden Neuanordnung aller Instagram-Funktionen hat das Bildernetzwerk im November Instagram Guides ausgerollt. Instagram Guides sind eine Art „Landing Page“, die über das Profil aufrufbar ist. Entsprechend bieten Guides Platz zum Storytelling. Das Besondere: Instagram Guides können aus bereits veröffentlichten Posts – eigene und Fremdinhalte – erstellt werden. Mit Guides verfolgt Instagram das Ziel, User in der App zu binden, indem sie alle Informationen auf der Plattform finden ohne sie verlassen zu müssen. Pinterest setzt mit den „Rich Pins“, die ebenfalls mehr Infos bieten, auf eine ganz ähnliche Strategie.

Dort erstellst du Instagram Guides

Seit dem letzten Update wurde die Erstellung von Content auf Instagram zusammengefasst. Über das Plus-Zeichen auf deinem Profil erreichst du Guides.

Instagram Guides ist über das Content-Menü auf dem Profil zu erreichen. webnetz instagram kanal

Instagram Guides ist über das Content-Menü auf dem Profil zu erreichen.

Instagram Guides ist über das Content-Menü auf dem Profil zu erreichen. webnetz instagram kanal

Momentan gibt es drei Kategorien, für die ein Guide erstellt werden kann:

  • Orte
    Hier kannst du deinen Followern Sehenswertes in deiner Stadt und Umgebung präsentieren. Orte nutzt die Geo-Tagging-Funktion von Instagram und lässt dich entsprechend aus Beiträgen auswählen, die mit dem von dir gewählten Ort getagged sind.
  • Produkte
    Du möchtest deine Produkte erklären? Dieser Guide bietet dir den Platz, sofern du einen Produktkatalog im Facebook Business Manager angelegt hast. Natürlich bietet sich der Guide auch an, um Lieblingsprodukte ins Rampenlicht zu stellen.
  • Beiträge
    Hier kannst du Beiträge empfehlen, die du erstellt oder gespeichert hast.
Screenshot webnetz Instagram Art des guides auswählen
Die drei Kategorien Orte, Produkte und Beiträge stehen für Guides zur Verfügung

Die Erstellung ist selbsterklärend: Im ersten Step wählst du z.B. „Orte“ und tippst in der Suchleiste anschließend deinen Wunschort ein, für den du einen Guide erstellen möchtest. Im zweiten Step zeigt Instagram dir sämtliche Beiträge zum Ort an, aus denen du bis zu fünf auswählen kannst.

Schließlich gelangst du in die Bearbeitung des Guides, die dir eine Vorschau bietet, wie dein Instagram Guide anschließend aussieht. Dort fügst du einen Titel hinzu und eine kurze Beschreibung, worum es in deinem Guide geht. Zu guter Letzt verlierst du noch ein paar nette Worte über die gezeigten Orte und schon bist du fertig.

Während Instagram Guides aus der Kategorie „Orte“ und „Produkte“ in einer Swipe-Galerie dargestellt werden, kannst du bei einem Guide der Kategorie „Beiträge“ bis zu 30 Beiträge auswählen. Diese werden untereinander dargestellt und können mit einer eigenen Bildunterschrift versehen werden. Das fertige Ergebnis erinnert schon sehr an einen Mini-Blog, da wird deutlich, warum es sich um eine Art Landingpage handelt.

Wo findest du deine fertigen Instagram Guides?

Sobald du einen Guide erstellt hast, findest du diesen auf deinem Profil in der Icon-Leiste über deinem Bilder-Feed. Beim Tippen auf das Zeitungssymbol werden dir deine Guides angezeigt. Du kannst einen Guide auch erstmal als Entwurf speichern, solange ist dieser nur für dich sichtbar. Deine Entwürfe kannst du nach Belieben weiterbearbeiten. Auch nach der Veröffentlichung kannst du noch Änderungen am Guide vornehmen: z.B. einzelne Beiträge daraus löschen, die Headline oder das Titelbild ändern.

Lassen sich Instagram Guides teilen?

Ja, die Guides kannst du via Direktnachricht an jemanden senden oder in deine Story posten.

herbstliche Sonntags-Spaziergänge von whatslueneburg
Über das Papierflieger-Symbol können Guides mit Freunden und in den Stories geteilt werden.

Für wen sind Instagram Guides geeignet? Diese Beispiele zeigen es ganz einfach!

Inspiration gefällig? Natürlich möchten wir nicht nur über Guides reden, sondern zeigen dir auch einige, die du zur Inspiration für deine eigene Seite nutzen kannst. Derzeit nutzen vor allem Influencer und erste redaktionelle Plattformen Guides – bei größeren Unternehmen, die mit dem Feature perfekt ihre Produkte in Szene setzen können, sind noch keine Guides zu finden. Vielleicht willst du ja den Anfang machen? Mit Guides hast du gerade die Chance Vorreiter zu sein!

Beispiele für Guides von 5 Instagram-Kanälen

1. Ohhhmhhh, Bloggerin Stefanie Luxat

Stefanie Luxat vom Blogmagazin OhhhMhhh.de aus Hamburg zeigt mit ihren Guides ihre Lieblings-Shops, Cafés und Restaurants – jeweils in Berlin, in der Hamburger Schanze und in Hamburg Eppendorf. Außerdem sammelt sie alle Posts zu den Folgen ihres Podcast „Endlich Om“ in dem Guide „Mein Endlich Om Podcast“.

Screenshot instagram.com/ohhhmhhh
Bildnachweis: Screenshot instagram.com/ohhhmhhh

2. what´s lueneburg – Lüneburg Content von Anna aus Lüneburg

Wir als Lüneburger Agentur können euch die Guides von Anna von @whatslueneburg natürlich nicht vorenthalten. Unsere schöne Heimatstadt zeigt sie in ihren Orts-Guides für „Herbstliche Sonntagsspaziergänge“ und die „Must Sees beim ersten Lüneburg-Besuch“.

Bildnachweis: Screenshot instagram.com/whatslueneburg

3. Mädelsabende –  journalistisches Format

Mädelsabende beschäftigt sich auf Instagram jede Woche mit einem anderen Thema. Die Zielgruppe ist 14 bis 29 Jahre alt. In den Guides sind bisher die Themen „Geld in Beziehungen“, „Sexualisierte Gewalt“ und „Care-Arbeit“ zu finden. Mädelsabende richtet sich an junge Frauen und gehört zu funk.net, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF.

Screenshot instagram.com/maedelsabende
Bildnachweis: Screenshot instagram.com/maedelsabende

4. Laura Noltemeyer – Beauty-Bloggerin & Unternehmerin

Laura Noltemeyer, Gründerin von Bayage Beauty, nutzt die Guide-Funktion „Beiträge“ als Blog, in dem sie nützliche Tipps für den Arbeitsalltag im Home Office gibt und verrät 10 Dinge, die sich von erfolgreichen Frauen gelernt hat.

Screenshot instagram.com/laura_noltemeyer
Bildnachweis: Screenshot instagram.com/laura_noltemeyer

5. klicksafe

Im Auftrag der EU-Kommission möchte klicksafe Internetnutzern die kompetente und kritische Nutzung von Internet und Neuen Medien vermitteln. In den Guides geht es um Cyber-Mobbing, Internet-Sicherheit während Corona und Bildschirmzeiten.

Bildnachweis: Screenshot instagram.com/klicksafe

Meine Einschätzung zu Instagram Guides

Einzelne Bild-Posts bieten für ausgedehntes Storytelling nur begrenzt Platz. Instagram Stories sind durch ihre zeitlich beschränkte Sichtbarkeit sehr schnelllebig. Genau deshalb sind Instagram Guides für Unternehmen und Influencer ein spannendes Feature: In den Guides kannst du deine Lieblingsprodukte zeigen, Orte empfehlen oder „Mini-Blogs“ aus Beiträgen erstellen. Dass du dabei auf bereits bestehende Posts zurückgreifen kannst, ist in der Content-Produktion ein riesiger Vorteil. Zeitsparend und ganz im Sinne von Content Marketing: Schließlich kannst du deine Zielgruppe mit den Guides unterhaltsam informieren und dabei das Interesse auf dein Unternehmen und deine Produkte lenken.

Das Einzige, was mich skeptisch macht, ist die versteckte Platzierung der Instagram Guides auf dem Profil: Instagram Inhalte werden vor allem über die Story-Funktion, den Bilder-Feed oder den Explore-Feed konsumiert – auf eine Profilseite verirren sich nur wenige User regelmäßig. Immerhin ist es möglich, Guides in der Story oder mit Freunden zu teilen – wodurch deine Guides die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen!

Also, lass dich (ver)führen!

Viele Grüße,

Jens (der jetzt einen Guide mit Lieblings-Gitarren erstellt)


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Bildnachweis Titelbild: nd3000|istockphoto.com

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