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5 Tipps für eine bessere Produktdetailseite

Bei der Optimierung von Online-Shops liegt der Fokus oftmals zunächst auf der Startseite und den Kategorieseiten. Die Produktdetailseiten stehen dabei folglich weiter unten auf der To-do-Liste. Dabei lassen sich sowohl organische Rankings als auch die Conversion Rate der Produktseiten mit einigen kleinen Kniffen steigern. Mit diesen fünf Tipps verbesserst du die Performance deines Shops!

Nur eins vorweg: Natürlich gibt es nicht DIE perfekte Produktseite. Dazu existieren im E-Commerce-Dschungel zu viele unterschiedliche Branchen, zu viele verschiedene Zielgruppen und damit eben auch zu viele verschiedene Vorlieben, Bedürfnisse und Verhaltensmuster. Im Idealfall kennt ein Shopbetreiber und/oder dessen SEO-Agentur die Zielgruppe des Shops jedoch gut genug, um die Präsentation der Produkte entsprechend zu gestalten oder anzupassen. Jedoch sollten dabei nicht allein Branchenwissen und Bauchgefühl als Entscheidungsgrundlage dienen. Für eine fundierte Entscheidung sollte möglichst immer ein A/B-Testing durchgeführt werden. Die folgenden Tipps lassen sich aber dennoch auf zahlreiche Branchen und Produktwelten anwenden, um die Qualität von Online-Shops zu verbessern.

1. Struktur der Produktseite optimieren

Struktur der WebsiteEigentlich sollte es selbstverständlich sein, doch leider ist es längst nicht immer der Fall: Dem Nutzer sollten beim Klick auf eine Produktdetailseite die wichtigsten Infos zum Artikel mundgerecht und übersichtlich serviert werden. Viele Nutzer können oder wollen sich nicht die Zeit nehmen, die gesuchten Infos mühsam aus einem langen Produkttext herauszupicken.

Die für das Produkt relevanten Infos und Highlights (Preis, Material, etc.) sollten also prominent und ohne überflüssiges Drumherum bereitgestellt werden. Das erleichtert eine schnelle Kaufentscheidung und hebt im besten Fall die Conversion Rate an.

Eine ausführlichere Produktbeschreibung kann dann darunter erfolgen, aber auch diese sollte kein riesiger Textklumpen sein. Eine klare Struktur sollte z.B. durch Zwischenüberschriften, Bulletpoints oder Tabellen gegeben sein. Erfordert ein komplexes Produkt eine längere Beschreibung und geht dabei auf unterschiedliche Aspekte ein, können Sprungmarken sowohl dem Nutzer als auch dem Crawler eine Hilfe sein.

Ebenfalls sinnvoll ist das Anteasern weiterer relevanter Produkte unter dem Artikel, um den Nutzer so z.B. gleich passendes Zubehör zum Artikel ihrer Wahl zu präsentieren. Einerseits wird der Nutzer so zum Kauf weiterer Produkte animiert, andererseits erhöht sich durch die Möglichkeit zum Weiterstöbern im besten Fall die Verweildauer im Shop. Eine weitere Empfehlung: Nutze Rich Snippets, um Google und Co. die strukturierte Darstellung deiner Produktseiten in den Suchergebnissen zu erleichtern.

2. Einzigartige Inhalte erschaffen

Dass Duplicate Content nicht zwingend zu Ranking-Schüben führt, dürfte sich inzwischen auch außerhalb der SEO-Fachwelt herumgesprochen haben. Dennoch wählen viele Shopbetreiber nach wie vor den bequemsten Weg und greifen bei Produktbeschreibungen auf vorgefertigte Herstellertexte zurück. Was ihre Website damit von Mitbewerbern abhebt? Wenig bis gar nichts. Wer also etwas Zeit und Mühe investiert und individuelle Produktbeschreibungen anfertigt, kann sich einen klaren Vorteil verschaffen.

Gerade bei größeren Shops mit mehreren tausend Produkten gestaltet sich die individuelle Betextung jedes einzelnen Artikels oft schwierig und kostspielig. Um wenigstens etwas Unique Content auf die Produktdetailseiten zu bekommen, bieten sich Produktbewertungen an. Zum einen eignen sich Reviews als aktuelles und rankingrelevantes „Futter“ für die Suchmaschinen, zum anderen können glaubhafte Bewertungen Deine Nutzer bei der Kaufentscheidung beeinflussen und die Verweildauer erhöhen.

Mal Hand aufs Herz: Wer scrollt bei Amazon-Produktseiten nicht als erstes runter zu den Nutzerreviews?

Duplicate Content vermeiden

3. Springen hilft! Inhalte crawlbar machen

Unique Content bereitzustellen ist die eine Sache. Damit die Suchmaschine die Inhalte jedoch auch berücksichtigen kann, müssen sie entsprechend aufbereitet und crawlbar sein. Eine klassische Fehlerquelle sind da auf Produktdetailseiten die Artikelbeschreibung und die besagten Nutzerreviews. Diese werden oft eingeklappt dargestellt („mehr lesen„) oder in verschiedenen klickbaren Tabs hinterlegt. Das mag auf den ersten Blick übersichtlicher wirken, birgt im Hinblick auf die Indexierung durch die Suchmaschinen aber einige Probleme.

Wie Googles John Müller in einem Webmaster Hangout am 17. November 2014 bestätigte,  werden Inhalte in ausklappbaren Layern oder DIV-Containern in puncto Indexierung anders behandelt als Inhalte, die für Nutzer direkt und ohne weitere Interaktionen sichtbar sind. Im schlimmsten Fall werden vorhandene Bewertungen oder Produktbeschreibungen also gar nicht indexiert. Statt auf Tabs, Ausklapp-Texte oder Scrollboxen zu setzen, sollte also möglichst mit Sprungmarken gearbeitet werden. So sind alle Inhalte direkt sichtbar und der Indexierung werden nicht unnötig Steine in den Weg gelegt.

4. Zeige deine Stärken

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Dein Shop bietet kostenlosen Versand, Gratis-Rüscksendung, Blitz-Lieferservice, eine Rundum-Garantie und komfortable Zahlungsmethoden an? Dann sollten genau diese Vorteile auch auf der Produktdetailseite gut sichtbar in unmittelbarer Nähe zum „in den Warenkorb„-Button aufgeführt sein. Neben dem Verkaufspreis sind es genau diese Vorteile, die einen Nutzer am Ende den entscheidenden „Klapps“ in Richtung Transaktion verpassen können.

Auch relevante Gütesiegel und Sicherheitszertifikate können in diesem Zusammenhang nicht schaden, sofern sie dabei nicht zu viel Aufmerksamkeit vom Wesentlichen nehmen (siehe Tipp 1). Um hier eine ideale Anordnung von Shop-Vorteilen und Trust Symbols zu finden, bietet sich ein A/B-Testing an. Fazit: Stelle die Vorteile deines Shops auch auf Produktebene zur Schau und die Conversion Rate wird es dir danken.

5. Produkt online greifbar machen

Es ist beinahe zu simpel, um es in diese Liste aufzunehmen und doch finden sich im Netz unzählige Negativbeispiele. Wer seine Produkte verkaufen möchte, sollte ausreichend hochwertiges Bildmaterial zum jeweiligen Artikel auf der Produktseite zur Verfügung stellen. Produktaufnahmen aus verschiedenen Winkeln sowie eine Zoomfunktion oder eine 360°-Ansicht sind in der Modebranche inzwischen Must-Haves.

Doch es geht noch mehr als das: Relevanter Content wie Videos oder Schaubilder werten die Produktseite auf und können zu einem verbesserten Einkaufserlebnis führen. Gerade die Besonderheiten deiner Produkte sollten im Bild- oder Videomaterial hervorgehoben sein. Im Idealfall wird der Nutzer nicht nur vom Text, sondern vor allem durch die Medien auf der Produktseite emotional angesprochen und abgeholt. Ist die Produktseite schließlich auf einem vorzeigbaren Niveau angelangt, sollte sie auch Sharing Buttons enthalten, um schnell und unkompliziert via Facebook und Co. geteilt werden zu können.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg dabei!

Bei Fragen, einfach melden!

Beste Grüße

Thomas

 

 

 

Bilder: © by gheatza | iStockphoto.com; © by KUO CHUN HUNG | iStockphoto.com; © by choness | iStockphoto.com; © by djvstock | iStockphoto.com

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