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Läufer auf felsigem Weg

Warum ihr mit dynamischem Remarketing starten solltet

Remarketing ist schon seit einiger Zeit ein effektives Instrument, um Kunden, die eure Website bereits besucht haben, durch Werbebanner wieder anzusprechen. 2014 hat Google dann das dynamische Remarketing eingeführt. Unsere „Paid Search & Display (PSD)“-Abteilung kann euch nach einigen Jahren Erfahrung das dynamische Remarketing nur wärmstens empfehlen, da die Kosten pro Conversion für viele Kunden damit signifikant gesenkt werden konnten. Also höchste Zeit für euch, auch mit dynamischem Remarketing zu starten!

Dynamisches Remarketing – Was ist das?

Ihr habt es sicher schon erlebt: Ihr besucht eine bestimmte Website im Internet, verlasst diese wieder ohne etwas gekauft zu haben und seht nun in nächster Zeit Banner-Werbung dieser Website. Das Ganze nennt man dann Remarketing. Der Begriff „Remarketing“ wird übrigens nur von Google benutzt, alle anderen Anbieter sprechen von „Retargeting“.

Aber was ist das Besondere am „dynamischen“ Remarketing? Bei dynamischem Remarketing werden die Werbebanner personalisiert und automatisch generiert. Die Basis dafür sind genau die Produkte, für die sich der Nutzer auf der Website interessiert hat. Es werden also Banner mit Bild und Preis der Produkte in Echtzeit generiert und ausgespielt, die in der Vergangenheit vom Nutzer betrachtet wurden. Nicht schlecht, oder?

Screenshot Remarketing-Anzeige

Beispiel für ein dynamisches Remarketing Banner von einem Online-Shop für Reifen. Die vom Nutzer zuvor auf der Website angegesehen Reifen werden mit Preis ausgespielt. Quelle: Google, 2014 https://analytics.googleblog.com/2014/03/tailored-ads-better-results-dynamic.html

Was sind die Vorteile vom dynamischen Remarketing?

Da dem Nutzer Produkte angezeigt werden, an denen er bereits Interesse gezeigt hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer die Bannerwerbung überhaupt wahrnimmt und damit interagiert. Somit wird zum einen das Markenbewusstsein gestärkt und zum anderen erhöhen sich die Klickraten. Zudem wird dem Nutzer mit dynamischem Remarketing ins Bewusstsein gerufen, dass er bereits an einem bestimmten Produkt interessiert war. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er das Produkt letztendlich kaufen wird, selbst wenn er nicht aktiv auf das Banner klickt, was sich wiederum in geringeren Kosten pro Conversion bemerkbar macht.

Laut Google ist die Klickrate und die Conversionrate für Banner-Werbung für Nutzer, die schon einmal auf der Website waren, um dreimal höher als bei neuen Besuchern (Google Partners Statistik, 2015). Ein weiterer Vorteil von dynamischem Remarketing ist, dass hochwertige Banner ganz einfach in AdWords erstellt werden können. Somit muss kein Grafiker mit der Bannererstellung beauftragt werden, was Kosten spart. Zusätzlich können Nutzer, die bereits ein Produkt in den Warenkorb gelegt haben, durch individualisierte Kaufanreize angesprochen werden, wie „Nur heute kostenlose Lieferung“. Mit dieser Ansprache können gezielt Nutzer, die kurz vor dem Kaufentschluss stehen, angesprochen werden. Dies ist durch das Erstellen von speziellen Remarketing-Listen für verschiedene Zielgruppen möglich.

Ebenso können Zielgruppen-Listen für sehr detaillierte Kundensegmente, wie z.B. Website-Besucher deren Besuch 2 Tage zurückliegt, angelegt werden. Über Google Analytics können auch Zielgruppen-Listen für Besucher erstellt werden, die über bestimmte Quellen wie z.B. Facebook auf die Website gekommen sind. Diese Listen können ebenso für dynamisches Remarketing verwendet werden. Später können die Klickkosten dann entsprechend der Zielgruppe optimiert werden, was natürlich die Kosten pro Conversion senkt.

Person vor Sonnenuntergang

Mit dynamischen Remarketing könnt ihr eure Kosten pro Conversion senken

Was braucht man alles zum Start?

Um mit dynamischem Remarketing starten zu können, braucht man nicht viel. Natürlich ist die Grundvoraussetzung ein Google AdWords-Konto. Wenn ihr noch keine Remarketing-Kampagne habt, muss noch ein Remarketing-Tag im Quellcode eurer Website eingebaut werden, was am besten euer Webmaster übernimmt. Wenn ihr bereits eine aktive Google Shopping-Kampagne habt, könnt ihr den Datenfeed aus eurem Shop verwenden, sodass dynamisches Remarketing relativ schnell umgesetzt werden kann. Dynamisches Remarketing kann jedoch auch für Branchen verwendet werden, die Google Shopping nicht nutzen können wie Hoteliers, Reiseanbieter, Bildungseinrichtungen und weitere Dienstleister. Für diese Branchen gibt es von Google individuelle Vorlagen zum Erstellen des benutzerdefinierten Feeds.In unserem Blog findest du übrigens weitere Tipps für erfolgreiches Remarketing.

Wie funktioniert dynamisches Remarketing aus technischer Sicht?

Aus technischer Sicht funktioniert dynamisches Remarketing wie folgt: Wenn ihr eine Website besucht und Produkte oder Seitenkategorien anseht, wird automatisch in eurem Browser ein Cookie gesetzt. Dieser Cookie speichert die Information darüber, was ihr euch auf der jeweiligen Website angesehen habt. Auf Grundlage dieser Daten werden dann dynamische Werbeanzeigen beim Besuch anderer Websites erzeugt und ausgeliefert.

Besser jetzt als später!

Klingt dynamisches Remarketing interessant für dich? Dann sprich am besten jetzt mit deinem AdWords-Berater, damit auch du bald von dynamischem Remarketing profitieren kannst. Es lohnt sich!

Viele Grüße

Unterschrift Philipp Köbler
Bildquellen: © by BrianAJackson / istockphoto.com; © by Dirima / istockphoto.com

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