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Mann auf gelben Surfbrett

Bretter raus und losgepaddelt – wie du auf Amazons Erfolgswelle mitsurfst

2019 war bereits ein Rekordjahr für den Onlinehandel. Satte 11% ist der E-Commerce in dem Jahr gestiegen. Das dieser Trend auch 2020 bestehen bleiben würde, war nicht schwer abzuschätzen. Wie schnell die Branche allerdings zulegen würde, konnte Anfang 2020 wohl noch keiner vorhersagen. Mit einer Wachstums-Schätzung von 12% hättest du seinerzeit schon sehr hoch gepokert. Durch Corona hat der Onlinehandel allerdings eine ganz andere Dynamik bekommen und laut aktuellsten Schätzungen dürfen wir auf ein Wachstum von 20% blicken.¹ Die Pandemie und ihre zahlreichen Einschränkungen haben bekanntermaßen in der Wirtschaft deutlich Spuren hinterlassen. Entgegen vieler anderer Branchen ist der Onlinehandel allerdings als klarer Gewinner und Profiteur hervorgegangen.

Aber ich möchte hier nicht allzu sehr in die Breite gehen. Stattdessen möchte ich mich in diesem Beitrag auf einen der absoluten Gewinner des Jahres 2020 fokussieren. Denn insbesondere ein Fisch hat richtig Butter bekommen: Amazon.

Mit spitzer Zunge könnte man sogar meinen, dass die aktuelle Situation rund um Lockdown und Kontaktbeschränkungen das Beste ist, was Amazon in 2020 hätte passieren können. Sicherlich hat auch der Onlineriese seine Umstellungsschwierigkeiten mit der Pandemie gehabt (so wie wir alle). Mit einem Zuwachs von ca. 175.000 Mitarbeitern kann sich Amazon aber nicht beklagen. Im Geschäftsjahr 2020 verdiente Amazon 21,3 Milliarden Dollar, das entspricht einem Anstieg um 84 Prozent und einer neuen Bestmarke.

Da stellt sich doch die Frage, wer mit diesem Riesen noch in einer Gewichtsklasse spielt?

“Wenn du sie nicht besiegen kannst, verbünde dich mit ihnen” statt “David gegen Goliath” zu spielen

Boxer vor schwarzem Hintergrund
Freiwillige vor! Wer will mit Amazon in den Ring steigen? Bildnachweis: FOTOKITA/istockphoto

Getreu diesem Motto sollte sich jeder die Frage stellen, ob wir statt dem Kriegspfad nicht lieber die Handelsstraße nehmen. Denn der Blick in die Runde zeigt, dass der amerikanische Versandhändler momentan der unangefochtene Champion ist – und diesen Titel wohl nahezu konkurrenzlos behalten darf.

So können wir durch Corona auf ein nachhaltig geändertes Kaufverhalten blicken. Selbst der größte Online-Muffel musste sich spätestens mit dem ersten Lockdown nach Alternativen zum stationären Handel umsehen, wenn er nicht den Gürtel enger schnallen wollte. Da ist es nur menschlich, wenn man zuerst bei den bekannten Namen schaut, zu denen sich Amazon zweifelsohne zählen darf.

Aber nicht nur das. Amazon macht sogar Google schwer zu schaffen. Denn 46,7% aller Produktsuchen starten auf Amazon. Demgegenüber bringt Google es nur auf 34,6%.² Ein Kampf der Schwergewichte, den Amazon in diesem Bereich für sich entscheidet.

Außerdem ändert sich auch das Verhalten der Nutzer auf der Plattform des Onlinehändlers. So wird der Marktplatz schon lange nicht mehr nur für den schnellen Kauf verwendet, sondern auch mehr und mehr für Produktrecherche und Produktvergleich. Das liegt nahe, denn im Punkto Auswahl und Vergleichsmöglichkeiten hat Amazon die Nase vorn.

Dazu kommt, dass sich Amazon unentwegt breiter aufstellt und weiterentwickelt. Der Marktplatz hat auch dieses Jahr wieder denselben Vorsatz: Wachstum, Wachstum, Wachstum. So möchte Amazon weit mehr werden, als nur eine Produktsuchmaschine und rollt bereits zahlreiche Funktionen aus, um sich weiter auszubreiten.

Hier ein Überblick, was wir 2021 alles bei Amazon erwarten dürfen:

  • Werbung wird durch DSP auf allen Amazon-Plattformen möglich
  • Amazon Attribution macht Werbung noch zielgenauer
  • Die Ende 2020 hinzugefügten Amazon-Video-Anzeigen werden zu einem wichtigen Abgrenzungsfaktor
  • Amazon Posts und Amazon Live machen den Marktplatz zur Social Media Plattform

Diese Trends zeigen deutlich die Ziele des Platzhirschs. Amazon will sich an immer mehr Stellen der Customer Journey positionieren und den gesamten Kaufentscheidungsprozess der Nutzer begleiten.

Die Möglichkeiten sich auf Amazon zu positionieren werden dementsprechend weiter zunehmen und damit auch die Komplexität eine passende Strategie für die Plattform zu finden weiter erhöhen. Die unterschiedlichen Werbeformen korrekt anhand der eigenen Ziele zu wählen und optimal aufeinander abzustimmen wird also die größte Herausforderung für 2021. Wichtig ist deswegen, sich nicht von der Welle der Möglichkeiten mitreißen zu lassen, sondern sich zu Beginn auf die richtigen Dinge zu fokussieren. Sobald eine gute Basis vorhanden ist, geht es darum, sinnvoll zu erweitern und passende Werkzeuge auszuwählen, um den Erfolg auf die nächste Stufe zu heben.

2021 verspricht also ein unglaublich spannendes Jahr für alle auf dem Marktplatz zu werden. Die Frage ist allerdings, ob bei all diesen Möglichkeiten und den vermeintlich gefestigten Positionen anderer Seller noch Platz für neue Verkäufer ist? Insbesondere wenn diese kein großes Budget mitbringen.

Mann sitzt vor PC mit Stift in der Hand
Mit Geld kann man vieles Erreichen, doch was soll man tun, wenn das Budget begrenzt ist?
Bildnachweis: fizkes/istockphoto

Es kommt nicht auf die Größe an – sondern auf die Strategie

Zwei Personen blicken auf Bildschirm
Auf ein gutes Konzept und die richtigen Kniffe kommt es an. Unser Team im Bereich Marktplatz-Marketing unterstützt gern bei der Strategie. Foto: web-netz

Hier kommt einer der Vorteile der Amazon-Plattform zu Tage: Jeder kann auf Amazon Erfolg haben, solange er sich auf den Marktplatz einlässt. Denn Amazon will seinen Kunden immer das beste Einkaufserlebnis bieten und zeigt ihnen dementsprechend die Produkte an, die aus Amazons Sicht am besten dafür in Frage kommen. Mit einer richtig aufgebauten Strategie kann also jeder zum “Musterschüler” werden und sich so einen guten Rang auf dem Marktplatz ergattern. Dies ist möglich mit einer durchdachten Strategie und ein paar Kniffen – ganz ohne horrende Marketingbudgets.

Mehr Tatendrang für das neue Jahr

Es spricht also viel dafür sich in 2021 auf dem Marktplatz zu positionieren und ein Stück vom Kuchen zu sichern. Fakt ist, dass Amazon auch dieses Jahr weiter auf Wachstumskurs ist. Der Marktplatz hat durch viele Faktoren Rückenwind und wird in naher Zukunft wohl nur an Fahrt gewinnen. Die Kavellerie steht auch schon bereit.

Wenn es nicht anders geht, liefert Amazon auch mal per Pferd aus. Das Video stammt aus Kaschmir, einer Region im Himalaya. Quelle: twitter.com/UmarGanie1

Meine Tipps für deinen Start auf Amazon

  • Beginne klein, indem du dir einen Seller Account erstellst.
  • Bringe ein paar ausgewählte Produkte auf den Marktplatz.
  • Achte unbedingt darauf, dass die Produkte gut an die Anforderungen von Amazon angepasst sind.
  • Nutze bei Bedarf ein paar Werbekampagnen als Starthilfe.

In welchem Umfang auch immer: Die Hauptsache ist, dass du endlich den Schritt auf den Marktplatz wagst. Dann darfst du dich sehr wahrscheinlich bald über die ersten Verkäufe freuen. Denn so viele Unternehmer stehen immer noch an der Seitenlinie und fragen sich, wann der richtige Moment zum Mitmachen ist. Ich denke mir da nur: Wie viel muss Amazon noch wachsen, bis du dich endlich auf das Feld traust und mitspielst?

Das ist auch ein klasse Vorsatz für dieses Jahr: Schneide dir eine Scheibe von Amazons Ambitionen ab und breite dich auch außerhalb deiner bereits vorhandenen Kanäle aus.Wer weiß, vielleicht entwickelt sich das Projekt sogar zu einem wertvollen Standbein in der Zukunft.

Ich für meinen Teil blicke gespannt auf dieses Jahr und freue mich auf all die Überraschungen, die auf dem Marktplatz noch auf uns zukommen.

Viele Grüße,

Christian


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Quellen:

[1] https://www.ifhkoeln.de/rekordjahr-online-onlineumsatz-2020-deutlich-ueber-80-mrd/

[2] https://tobias-dziuba.de/amazon-seo/#Amazon_als_primaere_Produktsuchmaschine_in_Deutschland


Bildnachweis Titelbild: DisobeyArt | istockphoto.com

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