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Was ist eigentlich Affiliate-Marketing?

Was ist eigentlich Affiliate-Marketing? Obwohl Affiliate-Marketing schon seit Jahren fester Bestandteil im Online-Marketing ist, taucht diese Frage immer wieder auf. Zahlreiche Synonyme und ein komplexer Begriff lassen das Thema oft nicht greifbar, sondern eher verwirrend erscheinen. Gewährt man dann aber tiefere Einblicke folgt oft Erstaunen, wie vielfältig und lukrativ Affiliate-Marketing sein kann. Zeit also, Affiliate-Marketing ins rechte Licht zu rücken …

Affiliate-Marketing ist längst etabliert

Die Geschichte des Affiliate-Marketings beginnt vor gut 20 Jahren: So wird sie oft in Assoziation mit dem Online-Versand-Riesen Amazon gesetzt, der 1996 ein Konzept für Handelswebsites herausgebracht hat und somit einen großen Einfluss auf die Prägung des Affiliate-Marketings hat.

Erkenntnissen zufolge, war Amazon allerdings nicht der Vorreiter für die Affiliate-Branche. Andere Online-Anbieter hatten da ganz ähnliche Visionen, z.B. William J. Tobin. Der Gründer von PC Flowers & Gifts hatte bereits im Jahr 1989 die Idee eines Affiliate-Programms.

Und auch der Online-Versandhandel CDNOW führte im Jahr 1994 ein Programm ein, das Webseitbetreibern eine Provision versprach, wenn diese Alben-Reviews oder –listen aufführten und dadurch Verkäufe generiert wurden.

So entwickelte sich aus den einzelnen Ideen von Handelswebseiten eine stark wachsende Branche im Online-Marketing die Welt der Affiliates.

Es ist doch ganz einfach

Simpel erklärt bedeutet Affiliate-Marketing also nichts anderes, als dass ein Webseitenbetreiber für einen Händler dessen Werbung (z.B. in Form von Bannern oder Links) auf seiner Webseite integriert und so Kunden auf die Shopseite des Händlers bewegt. Für diese Leistung erhält der Webseitenbetreiber vom Händler eine Provision.

So zumindest ist das Prinzip des Affiliate-Marketings. Jetzt wird es allerdings etwas komplizierter, denn in dieser Branche gibt es zum einen viele Ausdrücke für ein und denselben Begriff, zum anderen viele Möglichkeiten wie ein Affiliate-Programm aufgesetzt und wie eine Provision definiert werden kann.

So viele Synonyme braucht kein Mensch – oder?

In Verbindung mit dem Affiliate-Marketing scheint es ziemlich viele Synonyme zu geben, die am Anfang noch sehr verwirrend sein können, aber, je nach Belieben genutzt werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sie schon einmal gehört bzw. gelesen zu haben. Hier eine kleine Übersicht, was Affiliate-Marketer meinen, wenn sie von Folgendem sprechen:

Händler:

  • Anbieter
  • Advertiser
  • Merchant
  • Partnerprogrammbetreiber

Webseitenbetreiber:

  • Affiliate
  • Affiliate-Partner
  • Publisher
  • Vertriebspartner
  • Werbepartner

Nachfolgend werde ich die Begriffe Händler und Werbepartner verwenden. Kommen wir also als nächstes dazu, wer denn meine Werbepartner sein könnten:

Businessmen

Wer wird mein Partner?

Im Affiliate-Marketing gibt es verschiedene Werbepartner-Modelle. Je nachdem, welches Ziel die Kampagne verfolgt, gilt es, die richtigen Partner auszusuchen:

  • Cashbackportale (z.B. payback.de, andasa.de,…)
  • Gutscheinportale (z.B. gutscheine.de, gutscheinsammler.de,…)
  • Preisvergleicher (z.B. idealo.de, billiger.de,…)
  • SEA-Partner
  • Retargeter (z.B. kupona.de, adcmedia.de,…)
  • Themenrelevante Blogs

Wann zahle ich, wann zahle ich nicht?

Habe ich die richtigen Werbepartner gefunden, muss ich mir als Händler die Frage stellen, wie ich die Werbeleistung vergüten möchte. Das Besondere am Affiliate-Marketing ist nämlich auch, dass ich nicht nur eine große Auswahl bei meinen Werbepartnern habe, sondern, dass es auch viele verschiedene Vergütungsmodelle gibt und diese deshalb ganz auf die Bedürfnisse des Händlershops angepasst werden können.

Hier einige der Gängigsten:

  • CPL (Cost per Lead) oder PPL (Pay per Lead)

Der Werbepartner bekommt vom Händler eine Provision gezahlt, wenn ein Kontakt generiert wurde. Ein Lead könnte z.B. eine Newsletteranmeldung, eine Kontaktanfrage oder die Anforderung einer Infobroschüre sein.

  • CPC (Cost per Click) oder PPC (Pay per Click)

Immer wenn auf ein Werbemittel geklickt wurde, das der Werbepartner auf seiner Webseite eingebunden hat, muss der Händler die Klickkosten bezahlen.

  • CPO (Cost per Order) oder PPO (Pay per Order)

Dieses ist ein durchaus erfolgsabhängiges Modell, denn nur, wenn der Kunde über ein Werbemittel des Werbepartners zum Online-Shops des Händlers gekommen ist und auch etwas gekauft hat, erhält der Webseitenbetreiber vom Händler eine Provision.

Natürlich gibt es noch weitere Vergütungsmodelle sowie Kombinationen aus den einzelnen. Die Provisionshöhe sollte dabei immer so angesetzt werden, dass sie wettbewerbsfähig ist und den Werbepartnern auch einen Anreiz bietet, die Produkte des Händlers zu bewerben. Sie kann sowohl prozentual vom Nettowarenkorbwert als auch als feste Währungsgröße angerechnet werden.

Technische Details: Tracking und Bereitstellung der Werbemittel

Egal, welches Vergütungsmodell gewählt wird, technisch müssen beide Partner die Möglichkeiten schaffen, dass die Werbeleistung erfasst werden kann. Hier kommen die sogenannten Netzwerke ins Spiel. Sie bieten u.a. die technischen Anforderungen, d.h. stellen Trackingcodes etc. für den Einbau zur Verfügung, bieten dem Händler die Möglichkeit Werbemittel, z.B. Werbebanner und Links, für die Werbepartner auf ihrer Plattform zur Verfügung zu stellen und fungieren darüber hinaus auch als „Vermittler“. Bekannte Netzwerke in Deutschland sind z.B. Zanox, Affilinet, Belboon und TradeTracker.

Für welchen Händler sich Affiliate-Marketing eignet

Der Kanal Affiliate-Marketing eignet sich grundsätzlich für Onlineshops, die schon eine gewisse Bekanntheit und ausreichend Traffic durch andere Marketing-Kanäle erreicht haben. Denn je größer die Chance ist, dass (regelmäßig) über den Onlineshop Transaktionen erzielt werden, umso interessanter ist das Affiliate-Programm für attraktive Partner, da die Chance auf Provisionszahlungen dann natürlich ebenfalls größer ist.

Fazit: Affiliate-Marketing bietet viele Möglichkeiten

Abschließend bleibt zu erwähnen, dass Affiliate-Marketing kein komplexes Werk ist, sondern für Händler viele Möglichkeiten bietet. Durch viele und vor allem unterschiedliche bekannte Werbepartner schafft der Händler durch den Einsatz Reichweite, Bekanntheit und erreicht so Kunden, die er ggf. über andere (Online-) Marketing-Kanäle nicht hätte ansprechen können. Des Weiteren kann er sein Affiliate-Programm auf seine individuellen Bedürfnisse zuschneiden, z.B. durch Festlegung auf bestimmte Werbepartner, Auswählen des Vergütungsmodells sowie Entscheidung des optimalen Netzwerkes.

Bei Fragen dazu, beantworte ich gerne eure Kommentare!

Frohes Schaffen!

Unterschrift

Bildquelle: iStockphoto / Rawpixel 

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