Blog

Social-Icons an Wäscheklammern

News bei Instagram, Pinterest und Snapchat

Mit den sozialen Netzwerken ist es doch wie mit kleinen Kindern – da schaut man einen Moment lang mal nicht hin und schon sind sie groß! Sie wachsen, können jeden Tag ein bisschen mehr und wenn man nicht ganz genau aufpasst, weiß man irgendwann gar nicht mehr, was sie eigentlich so alles treiben. Um den Anschluss nicht zu verlieren, bedeutet das eine Menge Zeitaufwand, um bei allen Netzwerken up to date zu bleiben.

Doch zwischen all den Tests auf den Netzwerken, den länderspezifischen Neuerungen und den tatsächlich neuen Einführungen ist es keine leichte Aufgabe den Überblick zu behalten. Insbesondere, wenn die Netzwerke nicht privat genutzt werden oder die Zeit zum Lesen des x-ten Fachartikels nicht vorhanden ist. Aber es gibt keinen Grund zur Panik! Von uns gibt es jetzt zusammengefasst die neuen, heißen Funktionen, über die wir uns bereits jetzt freuen oder im Laufe des Jahres noch ausprobieren dürfen!

Es geht immer noch mehr bei Instagram

Was für ein Jahr 2016 für Instagram! Ein neuer Newsfeed-Algorithmus, die Angst vor Snapchat und der Ausbau von Instagram Stories. Man könnte meinen, Instagram ist erwachsen geworden. Auch wenn bereits viel um die App passiert ist – es geht immer noch mehr. Wie bei Facebook dreht sich in diesem wichtigen Zuckerberg-Netzwerk vieles um Live-Videos. Die Instagram-Stories brachten ja bereits einen Meilenstein: Verlinkungen bei Instagram ohne den lästigen Text „Link in Bio“ nutzen zu müssen. Seit Kurzem werden neben den Stories nun auch Live-Videos angezeigt. Der Fokus wird sicher auf dem Ausbau dieser Funktion liegen, denn Live-Videos werden laut Facebook länger und öfter angeschaut.

Wir sind sehr gespannt, was dies für Unternehmen und auch Influencer bedeutet. Denn auch diese müssen sich hier neu aufstellen, da kein Content mehr vorproduziert werden kann. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen: Die Inhalte lassen sich auch nicht speichern. (Wir hören schon die Stimmen zum Thema „langlebiger Content“…)

Mehrere Fotos in einem Post hochladen

Ganz viel Content gibt es dafür in einer anderen Funktion bei Instagram: Seit letzter Woche ist es möglich mehrere Fotos in einem Post hochzuladen. Diese erscheinen dann wie eine Art Carousel Post. Die entsprechenden Carousel Ads gibt es ja bereits seit Längerem für Advertiser. Nun können aber auch private Nutzer bis zu zehn Bilder in ein Fotoalbum hochladen. Die Bilder können übrigens alle weiterhin individuell geherzt und kommentiert werden. Bedeutet also, dass wir mit ansprechenden Bildern in unseren Instagram-Posts möglicherweise den Nutzer vom Scrollen abhalten und ihn noch mehr für unsere Inhalte interessieren können.

Shoppable Tags

Und jetzt kommt noch ganz was Tolles: Einfacher als mit Shoppable Tags kann der Weg für unseren potenziellen Käufer zum Produkt nicht mehr gestaltet werden. In einem Bild werden die abgebildeten Produkte vertagged. Wer sich besonders für die abgebildete pinke Handtasche interessiert, klickt einfach auf diese. Es öffnen sich daraufhin Informationen wie Preis und Verfügbarkeit. Für noch mehr Informationen öffnet sich in der App eine genauere Beschreibung. Schlussendlich erfolgt die Weiterleitung in den Shop. Wir erfreuen uns sehr an dieser Funktion, die übrigens stark an die visuelle Suche bei Pinterest erinnert, denn wir können somit zukünftig auf den Standardsatz „Link in Bio“ verzichten.

Instagram-Screenshot Shoppable Tags

Screenshots der Shoppable Tags auf Instagram. Quelle: Instagram Business Blog

Instagram wird so langsam richtig unternehmerfreundlich

Hast du auch den Eindruck? Dann warte ab, das Beste kommt noch: Zum einen soll der Analytics-Bereich ausgebaut werden, zum anderen (und an dieser Stelle bitte einen Trommelwirbel)  wird es möglich sein, die Instagram Ads direkt in der App zu erstellen! Für jeden, der sich nicht auf Anhieb freuen kann, gibt es die Erklärung hinterher: Dies war bisher nur im Facebook Business Manager möglich.

Instant Ideen

Ganz neu dabei sind zudem die Instant Ideen. Bei jedem Pin erscheint nun unten rechts ein kleiner Kreis mit dem Titel „More“. Neugierig, was passiert? Im aktuellen Feed werden weitere Pins geöffnet, die dem Ausgewählten ähnlich sind. Bei einem Pin mit einer vegetarischen Pizza werden dir weitere Pizzen oder vegetarische Rezeptvorschläge gemacht, bei einem Pin eines Kleides werden dir weitere Pins dieses oder ähnlicher Kleider ausgespielt und so weiter.

Pinterest bekommt einen Wachstumsschub

Ob Bildernetzwerk oder Bildersuchmaschine – ganz egal wie man Pinterest betiteln möchte, es tut sich einiges! Zu den neuesten Funktionen gehört die Markierung eines Pins mit dem Prädikat „Ausprobiert“. Im gleichen Zuge können Nutzer außerdem Feedback-Kommentare schreiben und Fotos hinzufügen. Wer eine Idee ausprobieren oder einen Artikel kaufen möchte und sich dessen unsicher ist, bekommt durch diese Möglichkeit Einblick in die Bewertungen anderer Nutzer.

Pinterest-Screenshot visuelle Suche

Screenshot der visuellen Suche bei Pinterest. Quelle: Pinterest Blog

Aber damit noch lange nicht genug! Mit Shop The Look dreht sich viel um die visuelle Suche bei Pinterest. Einzelne Elemente eines Pins können angeklickt werden (z.B. eine Tasche) und es öffnen sich ähnliche Ideen. Diese nette Funktion erwartet aber noch einen absoluten Höhepunkt: Wie wäre es, wenn du in der App ein Foto von einem Produkt machen könntest und Pinterest sucht dir entsprechende Pins dazu?! Ohne es in Worte fassen zu müssen versteht Pinterest, nach was du suchst. Ein Bild von ein paar Möhrchen: Es folgt ein Rezept für Karottensuppe. Klingt schon ziemlich fancy, oder? Noch besser wird es, wenn das Thema rund um Augmented Reality Shopping ausgebaut wird. Dadurch soll dir ermöglicht werden, auf Pinterest gefundene Objekte über die Kamera des Smartphones oder Tablets virtuell in deine Umgebung zu platzieren. Ein Traumszenario für alle, deren Produktportfolio Einrichtungsgegenstände beinhaltet.

Pinterest-Screenshot Promoted Pins

Screenshot eines Promoted Pins auf Pinterest. Gesehen bei: futurebiz.de

Kommen wir nach all den netten Spielereien aber wieder zu einem Thema, bei dem wir wirklich die Ohren spitzen sollten: Promoted Pins. Diese sind eine Art Werbeanzeigen für Pinterest, die es bisher zum Beispiel in Großbritannien, aber eben noch nicht in Deutschland gibt. Die Betonung legen wir auf „noch nicht“! Die Pin Ads sehen aus wie gewöhnliche Pins und können vom Nutzer auch genauso gepinnt werden. Zu erkennen sind die Promoted Pins durch einen dezenten Hinweis unterhalb des Pins und den CTA–Button „Buy It“. Ausgespielt werden sollen die Pins zielgruppengerecht. Für Pinterest bedeutet dies eine Ausrichtung orientiert am Nutzerverhalten, dem thematischen Bereich oder auch einer Kombination aus beidem. (Psssst – auch über eine Art Keyword-Kampagne könnten wir uns hier früher oder später freuen!) Generell sollen die Promoted Pins für den Nutzer nicht störend wirken oder präsenter sein als andere Pins.

Snapchat: Wunderkind oder Sorgenkind?

Nachdem im letzten Jahr bei Snapchat das große Thema „Memories“ war, wird dieses Jahr einiges bei Snap Inc. versucht, um die App für Unternehmer attraktiver zu gestalten und die Nutzer weiter davon abzuhalten, sich nur noch der Kopie „Instagram Stories“ anzunehmen. Zuletzt gab es zwei entscheidende Neuerungen, die möglicherweise noch nicht jedem aufgefallen sind. (Wir wissen ja, für viele ist Snapchat noch ein unerforschtes Terrain.)

Zum einen lassen sich Snaps nun nicht mehr nur in der eigenen Story, sondern auch in „Unsere Story“ teilen. Jeder hat die Möglichkeit seine Snaps dort hochzuladen und somit bei den sich auf Events und Locations beziehenden Live Stories zu landen. Möglicherweise erscheint dein Snap dann in dieser Live Story. Absoluter Wahnsinn, um eine große Reichweite zu erreichen, oder? Ja, möchte man meinen. Leider wird aber der Ursprungs-Account des Snaps nirgendwo angezeigt.

Vielleicht haben wir mehr Glück mit der nächsten Funktion. Besonders stolz ist Snap Inc. nämlich mit Sicherheit auf die Möglichkeit, dass sich Snaps einer Story per Chatfunktion an Freunde weiterleiten lassen. So wird einem der größten „Snapchat-Probleme“ entgegengewirkt, nämlich dem Entdecken neuer Snapchatter. Und wie immer ist diese Funktion für Snapchat-Neulinge nicht sofort ersichtlich: Nur durch das Halten und Drücken eines Snaps wird die Funktion angezeigt. Dass man inzwischen in einer Story vor- und zurückspulen und sich eine Playlist für die Storys anlegen kann, muss aber nicht mehr erwähnt werden, oder? So viel zu dem, was bereits umgesetzt wurde.

Auch bei Snapchat zieht jetzt das Business ein

Für dieses Jahr scheint, dass mit einer Zunahme an Sponsored Geotags und Filtern mehr Optionen für die Ausspielung von Anzeigen und dem Einzug von einer Art Analytics-Bereich jetzt auch bei Snapchat endgültig das Business einzieht. Bestätigen würde dies auch der Ausbau der Snap-to-Unlock-Funktion. Mit der Etablierung des Snap-Codes können sehr interessante Funktionen für Marketingkampagnen entstehen. So könnten durch das Scannen eines Snap-Codes z.B. exklusive Previews gezeigt, besondere Filter freigeschaltet oder Rabattcodes vergeben werden.

Snapchat-Beispiel Snap to Unlock

Beispiel für eine Aktion mit „Snap to Unlock“. Quelle: mediapost.com

Spectacles: Kommt der Hype aus den USA zu uns?

Das absolute Highlight sind aber natürlich die Spectacles. So wird die Snapchat-Brille genannt, die es ermöglicht, bequem aus der Ich-Perspektive Snaps aufzunehmen, ohne dabei das Smartphone aus der Tasche zu holen. Die Übertragung der Bilder und Videos erfolgt automatisch. Besonders erfreulich ist aber die Kleinigkeit, die sich Circular Video nennt. Ein Video kann durch dieses Prinzip nicht mehr nur vertikal oder horizontal, sondern aus jedem Winkel Fullscreen auf dem Handy-Display angeschaut werden. Eine Innovation, die wir uns auch für etliche weitere Netzwerke wünschen würden. Die Nachfrage der Brille ist in den USA bereits enorm hoch – mal abwarten, wann und ob der Hype zu uns kommt.

Snapchat Spectacles Brille

So sieht die neue Snapchat Spectacles Brille aus. Quelle: https://www.spectacles.com/

Spannend bleibt in diesem Zusammenhang auch, ob sich Snapchat weiter gegen Instagram und die ähnlichen Funktionen dort durchsetzen kann. Zumal inzwischen auch bei Facebook im Messenger über die Einführung von Stories gesprochen wird. Ganz aktuell ist außerdem auch der Wandel bei WhatsApp vom Messenger hin zum sozialen Netzwerk. Denn auch hier können Nutzer nun wie bei Snapchat einen Status, der nach 24 Stunden verschwindet, mit ihren Kontakten teilen. Von den WhatsApp-Nutzern hagelte es allerdings sofort Kritik und sie forderten den alten Status zurück. Die Frage nach Snapchat als Wunderkind oder Sorgenkind bleibt also noch offen.

Und der Nutzen von all dem?

Die Frage nach dem Nutzen ist natürlich aus Unternehmersicht gerechtfertigt. Denn es ist schön, wenn die Funktionen dem Nutzer ein weiteres nettes Feature bieten, aber entscheidend ist aus unserer Sicht doch, ob wir sie auch zielorientiert einsetzen können? Leider kommt an dieser Stelle ein toller, alter Spruch zum Tragen, den wir allzu gern und allzu oft hören: Kommt ganz darauf an!

Folgende Fragen solltest du dir stellen:

  • Was sind die Ziele deiner Social Media Strategie?
  • In welchen Netzwerken bist du vertreten?
  • Und viel wichtiger noch: In welchen Netzwerken ist deine Zielgruppe aktiv?

Wenn du diese Fragen alle beantworten kannst, dann fehlt es dir für den erfolgreichen Einsatz der Features eigentlich nur noch an Kreativität. Denn, was wir bisher lernen konnten: Jede Neuerung wurde bereits durch die verschiedensten Unternehmen geschickt im Social Media Marketing eingesetzt – sofern dies zu den entsprechenden Zielen, der Zielgruppe und der allgemeinen Markenkommunikation passte.

Welche Netzwerke im Allgemeinen zu deiner Marke und deinem Unternehmen passen, erfährst du in unserem Blogartikel Social Media im Quick-Check.

Schließlich bleibt uns nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Brainstormen! Auch wenn nicht alle Features umgesetzt werden, ist eins sicher: Die Netzwerke entwachsen gerade mit hohem Tempo ihren Kinderschuhen. Wir sollten also dranbleiben!

Wir, das Social Media Marketing-Team bei web-netz, unterstützen übrigens gerne bei der kreativen Ideenfindung und der Umsetzung.

Viele Grüße

Unterschrift Kimberly

 

Bildquellen: © by web-netz; © by Instagram Business Blog; © by Pinterest Blog; © by futurebiz.de; © by mediapost.com; © by spectacles.com;

Kommentar verfassen