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Marktplatz-Marketing

Marktplatz-Marketing-News (Juli 2018 – 1v2)

Liebe Leser,

zu Tisch bitte!
Der Speiseplan des nunmehr zweit-wertvollsten Konzerns der Welt ist ausgewogen und besonders reichhaltig.

►Zur Vorspeise gönnte sich Amazon im letzten Monat den Apothekendienstleister Pillpack, was den Aktien-Segelflug etablierter US-Apotheken einleitete.
►Der Hauptgang sind mehrere Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen, die es Google und Facebook noch in diesem Jahr abknöpfen wird und damit den gesamten Funnel wie wir ihn kennen zum Kollabieren bringen könnte. (Sofort mehr darüber erfahren!)
►Zum Nachtisch gibt es noch ein bisschen Mode; unermüdlich werkeln Künstliche-Intelligenz-Entwickler und Trend-Forscher an Prognosealgorithmen.
►Als Betthupferl darf es dann noch die Logistik-Branche sein, die aufgrund Amazons Angebot an Logistik-Start-Ups Starthilfe zu leisten, zittert.

Dazu ist der Tisch ohnehin schon üppig gedeckt. Amazon verfügt bereits heute über ca. 100 Eigenmarken, die in vielen Fällen marktbeherrschend sind oder auf dem besten Wege dahin, dank gezielter Steuerung der Nutzer durch Amazon. Und die Amazon Web Services passen längst nicht mehr auf den Tisch.

Und tatsächlich begegnet uns der ursprüngliche Claim von Amazon “Eat the World” immer häufiger …

Guten Appetit wünscht
– Das Marktplatz-Marketing-Team

DPMAregister: Markenabfrage von "Eat The World"

DPMAregister: Markenabfrage von „Eat The World“. (Bildquelle: © by register.dpma.de)

Neues von den Marktplätzen

Neues Programm für Vendoren gestartet: “Born to run” ermöglicht Vendoren die Absatzmenge an Amazon selbst zu bestimmen (bis zu einem max. Lagerbestand von 50.000 US$), sofern sie 10% des Wertes innerhalb von 10 Wochen in die AMS investieren. (Mehr über das “Born to run”-Programm)

Ab 2019 haften die Marktplätze für ihre Händler in Hinblick auf die Steuerzahlung. Damit gelingt ein wichtiger Vorstoß für gerechte Wettbewerbsbedingungen für in- und ausländische Unternehmen. (Mehr dazu)

44% der amerikanischen Online-Shopper starten ihre Customer Journey auf Amazon. Den Modemarkt konnte Amazon allerdings noch nicht knacken. Zwar kaufen 84% derAmazon Kunden auch Mode online, jedoch kaufen nur 20% der Amazon-Kunden diese auf Amazon. Amazon arbeitet daher an Vorhersagetechnologien über die Passgenauigkeit von Kleidung. (Zu den Studienergebnissen)

Nike beginnt nach langer vehementer Amazon-Abstinenz erste Produktlinien über Amazon zu vertreiben, um dem Aufkommen an Third-Party-Sellern Herr zu werden.(Zum sehr lesenswerten Artikel über große Marken in der Bredouille)

Vermeintlicher Brief von Amazon-Angestellten an Bezos geleakt. Mitarbeiter fordern die Aufkündigung ethisch fragwürdiger Geschäfte mit der US-Justiz. (Mehr dazu)

Nahezu unbemerkt hat sich die Wish-Shopping-App weitere Marktanteile – insbesondere in der preissensiblen jungen Zielgruppe (digital natives) – gesichert. Wish investiert mittlerweile 500 Mio. Dollar in Ads und hat damit das größte Facebook-Werbekonto eines Start-Ups. (Mehr über den Aufstieg der App und die Vision der Gründer)

Sehr interessanter Bericht über Amazons geniales eigenes Markennetzwerk und wie Nutzer nicht daran vorbeikommen Amazon-Kunde zu werden. (Zum sehr lesenswerten Artikel)

Damit ist Amazon nun zweitwertvollster Konzern weltweit. (Quelle)

Was B2B-Mittelständler von Amazon Business lernen können? In erster Linie die Kundenorientierung. (Der Vollständigkeit halber geht es hier zum Bericht.)

Amazon unterstützt Logistik-Start-Ups, um mittelfristig bessere Versandkonditionen zu erhalten (mehr dazu), was die Logistik-Branche in hellen Aufruhr versetzt (zu den Hintergründen). In einem Artikel des Handelsblatt heißt es, dass in vier Jahren die Post lediglich doppelt so viele Pakete wie Amazon selbst ausliefern könnte (zum Artikel).

Amazon dreht erneut an der Kostenschraube und erhebt schneller Langzeitlagerungsgebühren bei Produkten mit geringer Umschlagsrate. (Zum Artikel)

Interessant: Amazon erklärt Prime offiziell zur eigenständigen Marke, nachdem zunächst nur Gerüchte diesbezüglich kursierten, seit in Whole Foods Märkten lediglich die Rede von “Prime”, niemals jedoch von “Amazon” ist. (Zu den Beobachtungen des Business Insiders)

Seit Google eine millionenschwerte Partnerschaft mit dem chinesischen Marktplatz JD.com eingegangen ist, unternimmt Amazon einen neuen Versuch auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen, indem es Kredite an Kleinunternehmer vergibt, in der Hoffnung, dass Händler nun ihre Waren vermehrt auf Amazon listen. (Zum Artikel)

Google-Glass-Erfinder Babak Parviz leitet eine geheime Arbeitsgruppe bei Amazon, die kühne Entwicklungen voranbringen soll; bspw. Krebsforschung. (Zum Artikel)

Amazon kauft Apotheken-Dienstleister Pillpack mit sämtlichen US-Lizenzen und nimmt damit zahlreiche Hürden für den Einstieg in den Arzneimittelmarkt auf einen Schlag. (Mehr dazu)

Amazons Mitarbeiter werden intern vor ein Scheingericht gestellt, wenn sie nicht die geforderte Leistung erbringen. (Zum Artikel)

Nicht wundern, Amazon ist tatsächlich auf eine Schrift-Font mit Serifen umgestiegen; angeblich um eine schnellere Lesbarkeit zu gewähren. (Zur Reaktion der Nutzergemeinde)

Ottos neues Kundenbindungsprogramm Otto Up kann mit Prime und eBay-Plus nicht mithalten. Branchenexperten sehen wenig Hoffnung für Otto. (Mehr zu den düsteren Aussichten für Otto)

eBay straft Ads für schlechte Rabattangebote mit schlechten Platzierungen. Bislang konnten Händler hierüber nur spekulieren; nun gab Führungskraft Kupbens zu, dass irreführende Anzeigen nicht exponiert ausgespielt werden. (Mehr dazu)

eBay testet neues Werbeformat speziell für lokale Händler in Großbritannien. (Mehr dazu)

 

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Unterschrift Anne Hagenow

 

Bildquelle Titelbild : © by web-netz

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