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Keyword-Analyse für Profis: 5 Gründe für eine Keyword-Sitemap

Du willst den Wust von Inhalten auf deiner Webseite ordnen oder eine ganz neue Seite entwickeln? Keyword-Sitemaps helfen dir, Struktur in deine Webseite und in deine Gedanken zu bringen.

Jeder Inhalt deiner Seite, sei es ein Teaser-Text, eine Produktbeschreibung oder ein Artikel, leistet einen Beitrag zum Suchmaschinen-Ranking deiner Seite. Die Keyword-Sitemap hilft dir dabei, diesen Beitrag zum Ranking zu planen und zu optimieren. Zu diesem Zweck werden die Navigationspunkte über alle Ebenen hinweg in einer Tabelle festgehalten. Für jede wichtige URL werden die zentralen Keywords recherchiert und dokumentiert – sie ist ein lebendes Dokument, dass mit deiner Webseite wächst. Warum sich diese Arbeit lohnt und was das in der Praxis bedeutet, liest du hier.

1. Die Keyword-Sitemap hilft dir bei der Auswahl relevanter Themen – und zeigt, welche du vergessen kannst

Der erste Schritt auf dem Weg zur Keyword-Sitemap ist die Keyword-Recherche. In Zusammenhang mit der Keyword-Sitemap sind natürlich die Suchvolumina der untersuchten Keywords interessant. Sie geben einen ersten Hinweis darauf, ob sich die Bearbeitung eines bestimmten Themas überhaupt lohnt, welcher Inhalt auf die große Bühne gehört und was eher ein Nischenthema ist. Dabei darfst du den Aspekt „Relevanz“ nicht aus den Augen verlieren: Im Zweifelsfall optimierst du lieber auf ein Keyword mit geringerem Suchaufkommen, zu dem du die perfekte Info hast, als auf ein generisches Keyword mit hohem Suchpotenzial. Zum Beispiel: Wenn du Diamantbohrer verkaufst ist das Keyword „Diamantbohrer“ passender als das allgemeine Keyword „Bohrer“, auch wenn danach mehr Menschen suchen.

Des Weiteren stößt du bei der Recherche auf die Begriffe aus dem semantischen Umfeld. Hier kann es passieren, dass du ein Thema entdeckst, von dem du denkst: „Perfekt, dazu schreibe ich einen Inhalt, greife das Suchvolumen ab, schwupp, schon brummt der Laden!“ Wenn der Abgleich mit der Keyword-Sitemap dann zeigt, dass zu diesem Begriff oder einem nahezu identischen bereits ein Inhalt besteht, ist eine Überarbeitung des bestehenden Inhalts vermutlich die Lösung, die am meisten Arbeit spart und die Gefahr der Kannibalisierung umschifft – denn zwei Seiten mit gleichem oder ähnlichem inhaltlichen Fokus vermiesen sich gegenseitig die Google-Ergebnisse (siehe 3.).

Bei nur leicht unterschiedlichen Produkten ist eine klare Abgrenzung nicht immer möglich. Hier musst du dann entscheiden, welche Seite die höhere Relevanz für das mögliche Keyword hat. Gleiches gilt meist für Kategorie- oder Sortimentsseiten, auf denen mehrere Produkte genannt werden.

2. Die Keyword-Sitemap ist die Basis für die Texterstellung

Ein Thema lässt sich immer aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben. Beispielsweise kann sich ein Artikel übers Angeln mit der Ausrüstung, den rechtlichen Rahmenbedingungen, der Verarbeitung von Fisch und vielen weiteren Aspekten beschäftigen. Die Keyword-Sitemap dokumentiert, welche Aspekte tatsächlich bearbeitet werden sollen.

Dies ist keine Aufforderung zum Keyword-Stuffing beim suchmaschinenoptimierten Schreiben – im Gegenteil. In der Keyword-Sitemap hältst du die Keywords fest, von denen du meinst, dass sie am besten zu deinem Angebot passen (Thema Relevanz, siehe 1.) und die das meiste Suchaufkommen generieren. Da für jede Seite, sei es eine Produktseite oder ein Artikel, mehrere Keywords mit unterschiedlicher Priorisierung (In etwas als Keyword 1 – Keyword 5) festgehalten werden können, ist bei der Texterstellung jederzeit nachvollziehbar (und am fertigen Text überprüfbar), ob die entsprechende Begriffe richtig eingesetzt wurden. Aus dieser Vorgabe ergibt sich, welche Teilaspekte eines Oberthemas in einem Artikel behandelt werden und welche Themen aus deiner Sitemap du verlinken kannst.

3. Die Keyword-Sitemap verhindert Duplicate Content

Doppelte Inhalte, also ähnlicher oder gar gleicher Text mit gleichem Keywordfokus auf unterschiedlichen Seiten, sind Gift für das Ranking. Falls die Dopplung in voller Absicht geschieht, kannst du diesem Problem durch den Einsatz von Canonical Tags entgegenwirken. Um die unabsichtliche Dopplung von Inhalten zu verhindern, kann eine Keyword-Sitemap helfen. Mit der Keyword-Sitemap wird auf einen Blick deutlich, wo Seiten inhaltlich so nah beieinanderliegen, dass unbeabsichtigte Dopplungen auftreten könnten.

4. Die Keyword-Sitemap verhindert, dass Suchende in die Irre geführt werden

Du bist der Experte für ein Thema und die zugehörigen Fachbegriffe sind für dich alltäglich. Für deine Zielgruppe möglicherweise nicht. Deswegen hilft dir die Keyword-Sitemap dabei, die richtigen Keywords in den Fokus zu stellen – nämlich die, nach denen deine Zielgruppe sucht. Häufig sind deine täglich verwendeten firmeninternen Begriffe gar nicht so populär, wie du vielleicht denkst.

Ein Beispiel: Als Hersteller von Fruchtsaft bist du der Meinung, „Erstpressung“ sei ein 1A Keyword, da es zum Produkt passt und ein relevantes Suchaufkommen hat. Dank der Arbeit an der Keyword-Sitemap ist dir aber das semantische Umfeld aufgefallen und du hast erkannt: Mit „Erstpressung“ sucht der Großteil der Google-Nutzer nach besonderen Schallplatten, nicht nach hochqualitativen Fruchtsäften. Indem du das Keyword „Erstpressung“ also gezielt aus dem Set nimmst und bei der Inhaltserstellung sparsam nutzt, verhinderst du, dass Musikfreunde zu spät erst feststellen, dass „Goji & Aronia“ gar nicht das neue Album von DJ Premiumjuice ist. So wird auch deine Bounce-Rate nicht unnötig in die Höhe getrieben.

5. Die Keyword-Sitemap zeigt dir, welches organische Besucheraufkommen du im besten Fall erwarten kannst

Durch die Dokumentation der Suchvolumina weißt du bereits im Voraus, ob eine Seite eher viel oder wenig organischen Traffic zu erwarten hat. Natürlich kannst du nicht davon ausgehen, den gesamten möglichen Traffic zu einem Keyword auszuschöpfen – je höher das Suchvolumen ist, desto höher ist ja in der Regel die Konkurrenz. Und die Klickzahlen für Platz 3 der Ergebnisseite ist im Vergleich zu Platz 1 wesentlich geringer. Wenn du aber auf Nischen-Keywords optimiert und vergleichsweise geringe Konkurrenz hast, kannst du mit guter SEO-Arbeit recht schnell eine Top-Platzierung erreichen und hast gleichzeitig eine realistische Vorstellung davon, in welcher Größenordnung sich deine Besucherzahlen im besten Fall (und ohne zusätzliche Aktivitäten wie SEA, Social Ads oder Display) bewegen.

Du willst ab jetzt nur noch mit Keyword-Sitemaps arbeiten? Sehr gut! Dann widme dich gemeinsam mit unserem SEO-Team der Suchmaschinenoptimierung deiner eigenen Webseite oder check mal unsere Jobs in Lüneburg und bewirb dich für den SEO-Bereich bei der Online-Agentur web-netz. Wir freuen uns in beiden Fällen auf dich!

Viele Grüße,
Moritz

 

 

Bildquelle: © by CarmenMurillo / istock.com

2 Kommentare

  1. Besten Dank für den Beitrag. Ich denke die Keyword-Suche ist wirklich das Fundament, wenn man im Internet was aufbauen möchte. Das Web Marketing kann noch so umfangreich sein… ohne Keywords wird das trotzdem nix… 🙂

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