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In 140 Zeichen zum Erfolg - Twitter

How-to Twitter – In nur 140 Zeichen zum Erfolg

Twitter ist ein Microblogging Netzwerk – Microblogging bedeutet, in Abgrenzung zu allgemeinen Blognetzwerken, dass Textnachrichten auf 140 Zeichen beschränkt sind. Das klingt in erster Instanz nicht besonders viel, dennoch gilt eben diese Beschränkung als kreativer Ansporn für einen Twitter-Post. Ein Tweet sollte mit besonderer Sorgfalt und Finesse formuliert sein. Neben dem unterhaltsamen Nutzen für Privatpersonen hat sich Twitter schnell als ideales Vernetzungstool für Unternehmen, Agenturen und das Internet gewerblich nutzender Einzelpersonen herauskristallisiert. Ob B2B oder B2C Kommunikation, in puncto Reichweite und Vernetzung ist Twitter das ideale Tool, um online Aufmerksamkeit gezielt auf sich zu lenken und neue Kontakte aufzubauen.

Zur besseren Verschlagwortung oder komfortablen Einordnung in bereits bestehende Kategorien nutzt Twitter das Hashtag, das Rautesymbol. Über das Hashtag ist auch die dynamische Suche von Twitter aufgebaut. Sucht man beispielsweise nach #webnetz, findet man chronologisch, vom aktuellsten zum ältesten Beitrag, alles was wir oder andere Twitter-Nutzer mit uns in Verbindung gebracht haben.
Damit dabei auch alles von Start an in den richtigen Bahnen läuft, hier sieben sinnvolle Tipps zur optimalen Twitternutzung:

Fotos web-netz

1. Für Twitter zählen Unternehmensnamen

Beim Anlegen des Accounts sollte im idealen Fall der Unternehmensname angegeben werden. Selbstverständlich funktioniert bei einem neuen Produkt auch die Betitelung eines Produktes oder der Name eines Maskottchens. Blogger verwenden auch gerne künstliche Pseudonyme, um ihre Philosophie zu untermauern.
Faustregeln für Unternehmen: den korrekten Namen angeben, eine kurze Vorstellung über Leistungen und Angebot formulieren, das Impressum und die Unternehmensseite verlinken.
Weiteren Wiedererkennungswert schaffen ein eigenes Logo im aktuellen CI und ein konkretes Titelbanner – dabei ist darauf zu achten, dass auf der mobilen Twitter-Version nur das Zentrum des Titelbanners gezeigt wird. Abgeschnittene Personen oder andere Bildelemente wirken unsauber. Ganz wichtig ist, dass ein Twitter-Account zur Außendarstellung als „öffentlich“ deklariert wird.
Beim Thema Sicherheit ist Twitter gut aufgestellt. Da sich aber Weltstars und Regierungsorganisationen unter den aktiven Mitgliedern befinden, sind auch Hacker auf das soziale Netzwerk aufmerksam geworden. Also sicheres Passwort wählen!

2. Ziele des Tweets festlegen

Bevor der erste Tweet in die Sphären des sozialen Netzwerks abgesandt wird, sollte die Zielsetzung des Twitterblogs feststehen. Wie beschrieben eignet sich Twitter ideal zur Vernetzung mit anderen Unternehmen, Kunden oder Bloggern – zum besseren Suchmaschinenranking. Doch für wen sollen die Tweets tatsächlich verfasst werden? Ob zur Neukundenakquise, Bestandskundeninformation, zum Personalgewinn oder schlicht zur persönlicheren Außendarstellung? Es gibt viele Möglichkeiten der Ansprache. Daher sollte sie im Vorfeld klar sein.

Twitter How-to

3. Community sorgfältig aufbauen

Abhängig davon, wie gut der Twitter Account mit anderen Social Media Seiten verknüpft ist oder auf diesen beworben wird (Standard: Twitter-Follow Button auf der Unternehmensseite/ im Blog), müssen aktiv neue Follower angeworben werden. Die komfortable Suche auf Twitter ermöglicht, dynamisch nach Nutzern oder Hashtags zu filtern.
Ich empfehle – in der Aufbauphase – nach Nutzern über Hashtags zu suchen, die für das eigene Unternehmen relevant sind und welche in eigenen Tweets verwendet werden. Dadurch dämmt man die Themenstreuung im Vorfeld ein und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere Personen auf einen aufmerksam werden.

Mehr geben als nehmen

Aber nicht vergessen: Twitter ist kein gerichtetes Kommunikationsmedium. Beziehungen werden unter den Nutzern frei und meist ohne Verankerung in der Wirklichkeit aufgebaut. Es ist wichtig zu verstehen, dass neben der eigenen Kommunikationsabsicht, die Tweets anderer Nutzer ebenso relevant sind. Also mehr geben als nehmen.
Dieser Prozess dauert natürlich seine Zeit. Sich mit einflussreichen Personen zu vernetzen oder relevante Hashtags zu definieren, erleichtert zukünftige Twitter-Aktivitäten.

4. Auf Community bei Twitter korrekt eingehen

Sobald man tiefer gehend vernetzt ist bzw. sich eine Hörerschaft aufgebaut hat oder über Twitter ein Produkt vorstellt, erhält man wünschenswerterweise von der Twitter Community Feedback. Ob positiv oder negativ, wer bei Twitter mitmischen möchte, sollte auf andere Nutzer Bezug nehmen. Daher empfiehlt sich die Twitternutzung über die mobile App. Zeitnah lässt sich von überall schnell intervenieren oder es lassen sich spannende Diskussionen ankurbeln. Was für eigene Posts und Kommentare gleichermaßen gilt, ist, dass bei Twitter immer die gesamte Nutzerschaft bedacht werden muss. Jeder Text ist frei kommentier- und auffindbar. Daher immer angemessen kommunizieren.

Twitter web-netz

5. Posting – Mit Überschrift Neugier erzeugen

Ein Twitter-Post hat 140 Zeichen, daher ist es gang und gebe, Twitter als eine Art Teaserplattform für Inhalte, welche z.B. auf der Homepage oder einem Blog liegen, zu verwenden. Vergleichbar ist der Text auf Twitter somit mit einer Überschrift. Es ist daher ratsam, ein „sprechendes“ Bild dem Tweet beizufügen. Sobald ein Bild an einen Tweet angehängt worden ist, wird die Zeichenlänge um 22 Zeichen verkürzt. Auch ein Link verkürzt die Anzahl der verwendbaren Zeichen um 23. Ein URL Shortener ist nicht mehr nötig, da Twitter einen Link automatisch verkürzt.

@ verbindet

Außerdem gilt für das Zwitschern auf Twitter: Viel, regelmäßig, häufig mit Bild, durch Interna Nähe schaffen, Teilen von Inhalten anderer Nutzer, Werbung gering halten, niemals nur Hashtags verwenden, positiv konnotiert posten und andere Nutzer in Posts durch den Einsatz des „@“ einbinden.

Twittern

6. Twitter hilft bei PR

Bei allem Spaß, den man mit Twitter und der Community haben kann, bitte nicht vergessen: Twitter spielt für Suchmaschinen und Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Mit Tools wie: Analytics.twitter.com lässt sich der eigene Twitteraccount analysieren. Aus den gezogenen Schlussfolgerungen entsteht ein gezielteres Posting- und Vernetzungsverhalten.

7. Absolute Don‘ts für Tweets

Der Umgang mit Twitter ist leicht zu erlernen und eine aktive Community ist schnell angeworben. Um reibungslos zu kommunizieren, hier ein paar absolute „No Go’s“:

  1. Grammatik und Rechtschreibung sollte immer beachtet werden. Ebenso sollten Posts niemals ausschließlich in Großbuchstaben verfasst werden
  2. Alle Kanäle miteinander zu vernetzen ist praktisch. Dennoch sollte nicht jeder Inhalt auf z. B. Facebook durch Twitter beworben werden. Wenn der Account interessant ist, werden definitiv andere Netzwerke auch von alleine gefunden. Unendliche Wiederholung langweilt auf Dauer.
  3. Zu kritischen Themen wie z.B. der aktuellen Flüchtlingssituation kann sich ein Unternehmensaccount natürlich äußern. Dennoch kann gerade bei neutralen Akteuren, die sich einen kommerziellen Nutzen durch digitale Kommunikation versprechen, etwas gut Gemeintes nach hinten losgehen. In 140 Zeichen lässt sich nur schwer etwas elaboriert und zweifelsfrei darstellen.
  4. Ein Twitter-Account sollte niemals ein Roboter sein. Heißt: automatisiert Nachrichten an seine Follower schicken. Egal wie intelligent diese Nachrichten strukturiert sind, Twitter ist ein Medium das von Emotionen lebt.
  5. Niemals gedankenlos tweeten. Es gibt eine Reihe von berühmten Shitstorms, welche Unternehmen oder Einzelpersonen mehr als nur Nerven gekostet haben. Die berühmtesten Beispiele finden sich in dieser Liste von zeitjung.de

Wenn Ihr noch Fragen/Anregungen zu dem Thema habt – ich freue mich auf euren Tweet!
Ingmar

Bildquelle: © by kajornyot/ iStockphoto 

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