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How-to: Gmail Sponsored Promotions mit Google AdWords

Die Gmail Sponsored Promotions (kurz: GSP) ermöglichen dir die Schaltung von Werbeanzeigen in Googlemail-Konten. Damit kann man Nutzer in einer ganz neuartigen Umgebung ansprechen, und dabei auf die beliebten Targeting-Möglichkeiten des Google Display Netzwerks zurückgreifen.

Hintergrundinfos zu Gmail

Der E-Mail-Dienst von Google ist sehr beliebt, rund 900 Millionen Nutzer verwenden Gmail. Kein Wunder, denn Google räumte seinen Nutzern seit jeher viel Speicherplatz ein, so dass man als normaler User praktisch nie E-Mails löschen muss. Auch die praktische Aufteilung des Posteingangs machten selbst mir den Wechsel vor Jahren sehr leicht, und ich bin schon immer ein großer Gmail-Fan.

Seit einiger Zeit wird man nun auch mit Werbung in seinem Gmail-Postfach angesprochen. Zuerst nur für ausgewählte Werbetreibende freigegeben, steht diese Werbeform nun allen AdWords-Konten zur Verfügung.

Gmail

Wie sehen Gmail Sponsored Promotions aus?

Im Gmail-Reiter „Werbung“ werden bis zu zwei Werbeanzeigen eingeblendet. Diese sind, wie in der Google Suche, mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet. Beim Klick auf die Anzeige öffnet sich die „E-Mail„, bzw. die Anzeige. Als Nutzer hat man die Möglichkeit, sich die E-Mail im Posteingang zu speichern, jemandem weiterzuleiten oder sie einfach zu verwerfen, also quasi zu löschen.

Die Werbeanzeige wird dem Nutzer nur ausgespielt, wenn dieser sich auf dem Reiter Werbung befindet, also sowieso schon empfänglich für Werbung ist. Damit wirkt die Anzeige auch recht unaufdringlich.

Gmail Posteingang Werbung

Kampagnenerstellung im AdWords-Konto:

Zuerst muss eine eigene Kampagne angelegt werden, mit der Ausrichtung Displaynetzwerk – Alle Funktionen. Damit hat man auch alle Funktionen, die wir sonst so aus dem Display Netzwerk kennen, z.B. die Anpassung der Klickgebote auf Gerätebasis.

Im zweiten Schritt wird eine neue Anzeigengruppe erstellt. Es bietet sich an, pro Ausrichtungsoption eine eigene Anzeigengruppe zu erstellen. So optimiert es sich hinterher besser.

Als Ausrichtungsoption muss als erstes Placements gewählt und das Placement mail.google.com hinzugefügt werden. Würdest du dies als einzige Option so lassen, könntest du ausnahmslos alle Gmail-Nutzer in der ausgewählten Region ansprechen. Fast ein bisschen ehrgeizig, oder? 😉 Also gerne noch eine weitere Ausrichtung dazunehmen.

Wie auch im Display-Netzwerk stehen dir folgende Möglichkeiten zur Verfügung

Dazu ein Beispiel zu dem Begriff „Hundefutter“:

  • Interessen/Themen:
    Hier könnt ihr aus den vorgegebenen Interessengruppen von Google auswählen. Wie wäre es beispielsweise mit der Zielgruppe Hundeliebhaber?
  • Demografische Merkmale:
    Wie wäre es z.B. mit einer eigenen Anzeige für Frauen und einer zweiten für Männer?
  • Keywords:
    Wie auch im Display-Netzwerk können wir Keywords einbuchen. Google gleicht die Emails der Nutzer ab, und liefert deine Werbung denjenigen aus, die in ihren E-Mails deine Keywords oder einen entsprechend kontextuellen Bezug haben. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, z.B. hundefutter oder hund.

Und jetzt wird es richtig spannend! Du kannst die Domain deines Wettbewerbs als Keyword hinzufügen, und damit alle Gmail-Nutzer ansprechen, die E-Mails deines Wettbewerbers erhalten. Wenn du also hundefutter.de als Keyword einbuchst, besteht deine Zielgruppe aus Newsletter-Empfängern dieses Unternehmens. Cool, oder?

Damit deine Werbeanzeige nicht zu hohe Streuverluste hat, solltest du dein Targeting auf die Zielgruppe anpassen. Lieber erst mal klein anfangen, und hinterher die Werbung ausweiten!

Als nächstes können dann schon die Anzeigen erstellt werden.

Gmail Posteingang mit Werbung

Anzeigen richtig erstellen

Bei der Anzeigenerstellung für GSP wird es auch noch mal spannend! In der Anzeigengalerie steht das Werbeformat Gmail-Anzeigen zur Verfügung, und dafür sogar 5 Vorlagen.

Gmail-Bildvorlage: Hier kann ein komplettes Bild hochgeladen werden. Macht natürlich Sinn, wenn bereits Material vorliegt, das beispielsweise im Printbereich erschienen ist und hier optimal zweitverwertet werden kann!

Gmail-Vorlage für einzelne Werbeaktion: Hiermit könnt ihr ein Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung in den Vordergrund stellen. Bild und Text werden miteinander kombiniert, und eine schöne Call-to-Action runden diese Anzeige ab.

Gmail-Vorlage für mehrere Produkte: Diese Vorlage hat in unserem Beispiel Babbel genutzt. Sie ist ideal, um mehrere Produkte und Angebote darzustellen, und damit die Bandbreite des eigenen Unternehmens darzustellen.

Gmail-Katalogvorlage: Dies ist eine Kombination der Vorlage für einzelne Produkte sowie für mehrere Produkte. Somit kannst du ein Produkt, oder eine Kategorie in den Vordergrund rücken, sowie weitere Produkte auflisten.

Benutzerdefinierter HTML-Uploader

Diese Variante ist quasi die Deluxe-Premium-Variante für alle, die mit den vorher genannten Möglichkeiten nicht zufrieden sind. Wer über ausreichende HTML5-Kenntnisse verfügt, kann hier komplett eigene Anzeigen entwerfen und programmieren. Der daraus resultierende Quellcode kann über diesen Uploader als Anzeige verwendet werden. Wenn du dich für diese Variante entscheidest, dann solltest du genau wissen, was du machst. Nichts wäre schlimmer als eine grundsätzlich schicke Anzeige, die am Ende aber nicht funktioniert. Ein „sehr bemüht“ im Zeugnis möchte niemand gerne.

Als Hybridlösung ist der Google Web Designer einen Test wert

Hier handelt es sich um einen WYSIWYG-Editor (What you see is what you get). Du entwirfst also die Anzeige visuell, ähnlich wie in einem Grafikprogramm, und das Programm liefert dir dann den entsprechenden Quellcode. Auch hier solltest du natürlich wissen, was du tust, denn das Tool ist zwar ganz hilfreich, aber es ist eben trotzdem nur ein Tool. Die Verantwortung, dass alles wirklich funktioniert liegt am Ende bei dir.

Markenbildung statt Umsatzbooster

Gmail ist eine weitere Werbeform im Google Display Netzwerk, und genau so sollte man dies auch betrachten. Reine Abverkäufe und hohe Conversion-Raten sind nicht zu erwarten – genau wie im Display Netzwerk. Vielmehr setzt diese Werbeart früh im Conversion-Trichter an und dient der Stärkung des Markenauftritts.

Zur Performance-Betrachtung stehen dir die üblichen Kennzahlen zur Verfügung: Klicks, Impressionen, Kosten, Conversions, usw. …

Bei den Klicks gibt es jedoch eine Besonderheit. Hier wird der Klick auf die Anzeige gezählt, nicht jedoch der Klick zur Webseite. Hierfür liefert dir Google eine neue Kennzahl – dazu gleich mehr. Du zahlst also pro Klick auf deine Anzeige, wie im Display-Netzwerk bzw. der Google Suche auch. Der hoffentlich folgende Klick zur Webseite ist im Gegenzug kostenlos.

Zusätzlich dazu stehen noch weitere Kennzahlen bereit: Gmail-Klicks zur Webseite, Gmail-Weiterleitungen und Gmail-Speicherungen. Du kannst dir also ansehen, wie oft ein Nutzer über die Anzeige zu deiner Webseite kam, wie oft der Nutzer die Nachricht weitergeleitet hat und wie oft diese im Posteingang gespeichert wurde. In Kombination mit den „traditionellen“ Kennzahlen also sehr hilfreiche Daten, um die Werbemaßnahmen auszuwerten.

Fazit: Jetzt einsteigen und profitieren

Wie bereits geschrieben, kannst du GSP nicht mit der Google Suche vergleichen. Dafür erwartet dich jedoch ein spannendes Umfeld, in dem du werben kannst. Heutzutage ist das E-Mail-Postfach etwas sehr privates, was man nicht jedem zeigt. Und hier kann deine Anzeige erscheinen. Nutze diese tolle Möglichkeit, noch sind die Klickpreise recht niedrig!

Du hast schon Erfahrungen mit dieser neuen Werbeform gemacht? Dann teile dein Wissen doch gerne hier unten in den Kommentaren.

Vielen Dank und viel Erfolg!

Katharina-Knolle-Unterschrift

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