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Google-Shopping-Guide #2

Was bisher geschah … in unserem ersten Beitrag „Google-Shopping-Guide #1“ haben wir Dir die Grundlagen aufgezeigt, die es beim Aufsetzen von Google Shopping zu beachten gilt. Hier sind wir sowohl auf den Shopping-Feed, als auch auf die grundlegenden Überlegungen zur Kampagnenstruktur eingegangen. Darüber hinaus haben wir die Basics für Optimierungsstellschrauben vermittelt. In diesem zweiten Teil unseres Google-Shopping-Guides werden wir diese drei Bereiche vertiefen und Dir weitere Anregungen für die Optimierung von Shopping-Feed, Kampagnenstruktur und Performance an die Hand geben. Viel Spaß beim Lesen und Testen!

Feed – Advanced!

Nun denkst Du vielleicht: „Was, es gibt noch mehr zu tun?“ Ja, mehr geht immer! Du willst deinen Feed noch weiter aufpimpen? Dann mache dich hiermit vertraut:

    • Zusätzliche Bildlinks
    • Custom-Labels
    • Optionale Attribute
    • A/B-Tests
    • Lokale Verfügbarkeit
    • Merchant Promotions

Zusätzliche Bildlinks? Ja, Du kannst nämlich mehr als ein Bild hochladen! Hier lohnt sich immer ein Blick über den großen Teich, in die USA. Dort sieht man, wie Google Shopping sich auch in Deutschland entwickeln soll. Es wird immer mehr zu einer eigenen Preissuchmaschine, auf denen die Kunden sich direkt für ein Produkt entscheiden sollen. Zusätzlich zahlt es sich immer aus, wenn man Google mehr Informationen zu den Produkten im Feed gibt, z.B. durch das Pflegen weiterer Attribute, über die „Pflichtangaben“ hinaus. Das können beispielsweise für Kameraobjekte viele weitere technische Details oder auch die Farbe sein.

Querdenken hilft

Es wird sich immer auszahlen, wenn Du A/B-Tests vornimmst, z.B. von den Produkttiteln. Teste aber lieber erstmal bei wenigen Produkten, anstatt gleich bei dem ganzen Datenfeed. Gewonnene Erkenntnisse können dann auf alle anderen Produkte übertragen werden. Denke auch hier ruhig mal quer: Warum immer nur Titel und Beschreibungen testen? Nimm doch einfach gerne mal unterschiedliche Bildvarianten!

Kampagnenstruktur – Advanced

Über die grundlegenden Möglichkeiten deine Shoppingkampagnen zu strukturieren, zeige ich Dir im Folgenden Features auf, die Du nutzen könntest. Es ist kein Muss, es schadet aber in keinem Fall, sich einmal über den Einsatz und die sich bietenden Möglichkeiten nachzudenken.

Über die von Google vorgegebenen Feed-Attribute hinaus können frei definierbare so genannte „Custom-Labels“ im Feed hinterlegt werden. Insgesamt stehen Dir dafür fünf Felder (Custom Label 0-4) zu Verfügung. Bei genauerem Hinsehen eröffnen sich hier viele neue und extrem nützliche Möglichkeiten.

Nachfolgend mal ein paar Anregungen, was so alles möglich ist:

  • Preissegment
  • Marge
  • Saisonalität
  • Renner/Penner
  • usw.

Eine sehr hilfreiche Funktion innerhalb der Kampagneneinstellung ist der Inventarfilter. Mit diesem Filter lassen sich die Produkte filtern, die aus dem Produktfeed in die Kampagne übernommen werden sollen. Als Filterattribute werden hier die Attribute aus dem Feed herangezogen.

Neben den Standard-Attributen kannst Du natürlich auch nach deinen selbst definierten Custom-Labels filtern, womit so langsam die ganze Power dieser Features erkennbar wird. Nun kannst Du Kampagnen zum Beispiel Kategorien für Produkte mit hoher Marge erstellen, da hier vielleicht aggressiver geboten werden soll.

Standart

Attribute

Auch kannst Du Kampagnen für verschiedene saisonale Ereignisse anlegen, um so sehr komfortabel den Fokus auf aktuell nachgefragte Produkte legen zu können. Es ergeben sich aus der Kombination Custom-Label, Inventarfilter und Priorität zahlreiche Möglichkeiten, die Struktur auf eure Bedürfnisse anzupassen.

Optimierung – Advanced

Wie für alle anderen Kampagnentypen gilt auch bei der Optimierung von Google Shopping, nach der Pflicht folgt die Kür.

Obwohl im Google-Shopping fast alle Infos für die Anzeigen im Feed hinterlegt sind, gibt es – ähnlich wie bei Textanzeigen im Suchnetzwerk – auch hier eine Art Anzeigentext, der wird in diesem Fall nur als „Werbung“ bezeichnet. Dieser Text ist optional, sollte aber möglichst immer hinterlegt werden. Hier können Botschaften über Vorzüge wie Versandkostenfreiheit oder Rabatte untergebracht werden. Bei granularer Kampagnenstruktur kann dieser Werbetext natürlich auch passend den Produkten einer Anzeigengruppe abgestimmt werden.

Beispiel: Du hast eine Anzeigengruppe für jede Marke

Wenn für eine der Marken die aktuelle Kollektion schon eingetroffen ist, könnte diese Botschaft in dieser Anzeigengruppe integriert werden. Für eine zweite Marken-Anzeigengruppe gibt es einen Rabatt auf die Restbestände, dann kannst Du diese Infos in diesem Werbetext unterbringen.

Ein echter Anzeigentest mit mehren Texten, um zu sehen welche Botschaft wie performed, gibt es leider (noch) nicht. Auch wenn mehrere Anzeigen aktiviert sind, wird nur eine ausgespielt, die anderen ignoriert das System.

Wenn Du deine Shopping-Aktivitäten über mehrere Kampagnen und innerhalb der Kampagnen über mehrere Anzeigengruppen aufgesplittet hast, wird es irgendwann schwer, den Überblick zu behalten: Welche Marke performed gut, welche nicht? Welche ist der Top-Produkttyp?

Die perfekte Lösung hierfür ist der Dimensionstyp Shopping. Diesen erreichst Du über den Reiter Dimension. Er beinhaltet Subdimensionen wie Marke, Produkttyp, Artikel-ID usw. Genau wie in allen anderen Kampagnen wird hier die Leistung aus einem anderen Blickwinkel, also einer anderen Dimension beleuchtet und aufbereitet. Einfach ab und zu mal reinschauen, es lohnt sich!

Dimensionstyp

Dimensionstyp Shopping

Wettbewerbsaktivitäten richtig nutzen

Weitere Anhaltspunkte für Optimierungspotential sind die Wettbewerbsaktivitäten. Hier gewährt Google einen, wenn auch sehr kleinen, Blick in die Blackbox und gibt uns zur Optimierung ein paar Leistungsdaten der Wettbewerber an die Hand.

Zum einen wird bei ausreichender Datenbasis innerhalb jeder Anzeigengruppe der Benchmark-CPC und die Benchmark-CTR ausgegeben. Dies sind kleine Anhaltspunkte, was die Konkurrenz treibt. Wenn Du den Wert nicht siehst, dann kannst Du ihn über die Spalten einblenden. Extrem hilfreich ist es auch, dass diese Werte zusätzlich innerhalb der Shopping-Dimensionen ausgegeben werden.

Außerdem gibt es auch im Google-Shopping die Auktionsdatenansicht. Hier findest Du eine Übersicht der Wettbewerber und die dazugehörigen Leistungsdaten. Hier sollte jeder Werbetreibende ab und an hineinschauen, um die Konkurrenzsituation im Blick zu behalten. Fallen Wettbewerber heraus, tauchen neue Konkurrenten auf oder verstärkt der eine oder andere Mitstreiter sein Engagement?

Keywords Bild

Keywords

Hebel richtig ansetzen

Ein weiteren Optimierungshebel sind die Verkäufer- bzw. Produktbewertungen. Wer sich über externe Portale vom Kunden bewerten lässt und die technischen Voraussetzungen erfüllt, kann sich im Suchnetzwerk ja schon innerhalb der Anzeigen mit den Sternchenbewertungen schmücken.

Bei einigen Anbietern gibt es neben der Möglichkeit, sich als Verkäufer bewerten zu lassen, auch die Möglichkeit, den Kunden dies für einzelne Produkte tun zu lassen. Hat man hier einmal die Anbindung vollzogen, besteht die Möglichkeit, dass Google bei der Auslieferung der Shoppinganzeigen diese Produktbewertungen mit anzeigt, was das Vertrauen in das eigene Produkte aus Sicht des Kunden erhöht.

Big Brother als Vorbote nutzen

Was gibt’s sonst noch? Viel, denn Google Shopping wird sich immer mehr ausweiten, und wir erwarten von Google noch viele Neuerungen.

Bleibe also regelmäßig auf dem neuesten Stand, und lies auch mal Blogs aus den USA und Großbritannien. Außerdem solltest Du es dir angewöhnen, auch mal den Browser auf englisch zu stellen beobachten, wie sich Google Shopping woanders entwickelt. Denn was sich in den USA durchsetzt, wird auch nach Deutschland kommen!

Weiterhin ist es immer ratsam, Erkenntnisse aus Google Shopping auch auf andere andere Kanäle zu übertragen. Wenn sich bestimmte Produkte hier gut verkaufen, aber bei anderen Preissuchmaschinen nicht, könnte man eventuell noch andere Optimierungsmaßnahmen vornehmen.

Gib mir, gib uns SEAs, und allen anderen Lesern gerne Feedback zu diesem Beitrag. Teil mir gern deine Erfahrungen mit. Wer möchte kann hier in den Kommentaren auch eigene weitergehende Tipps oder Fragen loswerden.

Dafür schon Mal vielen lieben Dank!

Katharina Unterschrift

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