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Junge mit Raketenanzug

Google Core Update – Mit diesen 5 Tricks holst du dir deine Rankings zurück

Immer wieder ein Moment, der für Spannung, Angst und den einen oder anderen Schockmoment sorgt: Nein, ich spreche nicht von einem positiven Schwangerschaftstest, sondern von den meist unangekündigten Google Core Updates. Erst kürzlich durften sich viele Websitebetreiber wieder einer Algorithmus-Anpassung seitens Google annehmen. Was sich Google dabei gedacht hat und wie ihr euch eure hart erarbeiteten Rankings zurückholt, erfahrt ihr hier!

Das Google Algorithmus Update: die Nutzer stehen weiterhin im Vordergrund

Am 13. März dieses Jahres gab Google es offiziell auf Twitter bekannt: Das Core Update Nummer 3, in dessen Rahmen maßgebliche Änderungen am Algorithmus vorgenommen wurden. Der offizielle Name des Updates lautet March 2019 Core Update, häufig wird es aber auch unter den Begriff Florida 2 genannt.

Im Gegensatz zu vielen kleineren Google Updates, die täglich stattfinden und häufig keinen spürbaren Einfluss auf aktuelle Rankings haben, sorgte das Google Core Update im März für teilweise starke Einbrüche in der Sichtbarkeit und bestehenden Rankings vieler Websites.

Screenshot Tweet von SearchLiaisson

Am 13. März 2019 gab es Google auf Twitter offiziell bekannt: Das Core Update Nummer 3. – Bildnachweis: Screenshot https://twitter.com/searchliaison

Erst im August 2018 kam es zum sogenannten Medic Update, welches eine Art Vorreiter des aktuellen Updates darstellt. Denn auch das neue Google-Algorithmus-Update wirkt sich vor allem auf Websites aus dem YMYL-Bereich (Your Money Your Life) aus. Websiteinhalte, welche sich sensiblen Themen wie der Gesundheit oder Finanzen widmen, müssen demnach fehlerfrei sein und dürfen das Leben von Menschen keinesfalls negativ beeinflussen.

Außerdem sollen Suchanfragen weiterhin optimal bedient und die Reise des Nutzers durch die verschiedenen Webseiten des World Wide Web möglichst angenehm gestaltet werden. Der Nutzer steht also weiterhin im Mittelpunkt.

Der Anteil der Gewinner des Updates soll den der Verlierer jedoch deutlich übersteigen. Google betont zudem, dass auch die Websitebetreiber, die Rankingverluste verzeichnen mussten, keine grundlegend schlechte Seite haben.

Auch die folgende Aussage von Google bestätigt, dass plötzlich ausbrechende Panik vieler Webmaster überflüssig sei:

“There’s no ‘fix’ for pages that may perform less well other than to remain focused on building great content. Over time, it may be that your content may rise relative to other pages.”

 

Wer sind die Verlierer des Google Updates?

Neben dem Fokus auf der User Experience, spielt auch Mobile First als offizieller Rankingfaktor für den Algorithmus eine große Rolle. Zu den Verlierern des Google Core Updates gehören also diejenigen, deren Website nicht über eine benutzerfreundliche mobile Version verfügt. Mithilfe von Nutzersignalen wie der Absprungrate oder die Dauer der Seitenbesuche bewertet Google die User Experience auf den mobilen Seiten. Insbesondere Websiten aus dem Gesundheitsbereich verfügen häufig nicht über eine optimale Darstellung ihrer Seite auf mobilen Endgeräten.

Erschrockene Frau vor Computer

Wie sieht die mobile Version deiner Website aus? – Bildnachweis: iStock/fizkes

Auch das Thema Thin Content rückt erneut in den Fokus. Zu kurze und gehaltlose Texte bieten dem Nutzer keinen Mehrwert und beeinflussen damit auch die User Experience negativ. Domains mit dünnem Inhalt sind also zweifelsohne von den Auswirkungen des Google Core Updates betroffen.

Ebenfalls wird vermutet, dass auch Websiten, die dem E-A-T-Faktor (Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) nicht gerecht werden, Rankingverluste hinnehmen mussten. Seiten mit qualitativ hochwertigem Content gelten als maßgeblich und genießen eine Art Expertenstatus. Aus diesem Grund vertraut Google besonders solchen Websites und lässt diese höher ranken. Ein Mangel an Autorität und Vertrauen führt mit dem Google Core Update also gleichzeitig zu einem Mangel an Rankings.

Mit diesen 5 Tricks den Rankingverlusten trotzen

Wenn auch ihr zu den Verlierern gehört, habe ich 5 Tricks für euch, mit deren Hilfe ihr euren Sistrix Sichtbarkeitsindex erneut in den Himmel schießen lassen könnt. Ein durch ein Google Update erzeugter Rückschlag sollte euch als erstes zu dem Leitfaden für Googles Quality Rater führen, denn wir kennen es doch alle aus der Schule: Hältst du dich nicht an die Richtlinien, musst du mit Konsequenzen rechnen. Die dort erwähnten Indikatoren solltet ihr also verinnerlichen und bei der Optimierung eurer Website stets im Hinterkopf haben.

#1 Zeig der Suchmaschine, dass sie dir vertrauen kann

Bewertungen von Nutzern zeigen nicht nur deinen potenziellen Kunden, sondern auch Google, dass deine Seite vertrauenswürdig ist. Je mehr positive Bewertungen abgegeben werden, desto positiver wirkt sich dies auch auf dein eigenes Image aus. Dennoch ist es ganz natürlich, dass dich auch einige negative Bewertungen erreichen werden. Dies gibt Google aber nicht den Anlass, das Vertrauen zu verlieren. Es empfiehlt sich jedoch auf negative Kommentare zu reagieren, um gekonnt Imagepflege zu betreiben sowie ein professionelles Verhalten zu demonstrieren.

#2 Beseitige nichtssagende Texte

Vermeide Thin Content! Dem Nutzer ist nicht damit geholfen, wenn du ihn zu einem Dreizeiler auf deiner Seite führst. Texte, die keinen Mehrwert für den Suchenden bieten, solltest du vermeiden, denn auch Google kann mit solch dünnen Inhalten nichts anfangen. Setz dich mit dem Thema deiner Seite auseinander, werde zum Experten und verfasse gehaltvolle Texte, die jeden Googlebot zum Staunen bringen!

#3 Mache deine Website für den Nutzer zu einem einmaligen Erlebnis

Kommen wir wieder zum Thema User Experience: Eine intuitive Navigation sowie eine angepasste Seitenstruktur sind unerlässlich. Baue deine Website übersichtlich und logisch auf, sodass jeder Nutzer wie von selbst durch deine Seite geführt wird. Hinterfrage den Sinn deiner Navigationsstruktur, überarbeite deine Keyword-Sitemap und versetze dich in deine zukünftigen Websitebesucher hinein!

#4 Richte deinen Fokus auf Mobile First!

Das mit der Website gilt auch für unterwegs. Immer mehr Nutzer greifen per Smartphone auf das Internet zu. Genau deshalb ist es wichtig, über eine mobil optimierte Version deiner Website zu verfügen. Für Google ist die Mobile Friendliness mittlerweile ein fester Rankingfaktor und auch die Googlebots crawlen die mobile statt der Desktop-Webseitenversion. Einige Webmaster, die insbesondere die Desktopversion ihrer Seite optimiert haben, mussten sich von den ein oder anderen Rankings nach dem Google-Algorithmus-Update im März verabschieden. Wenn du das nächste Mal also wieder einmal über deinem Smartphone hängst, vergiss nicht einen Blick auf deine Website zu werfen!

Frau mit Smartphone in der Hand

First Love: Mobile! – Bildnachweis: iStock/fizkes

#5 Hinterfrage deine Inhalte!

Zu guter Letzt solltest du deine Inhalte hinterfragen. Wird die Erwartung des Nutzers erfüllt, der auf deine Seite gelangt? Möchte der Suchende ein Produkt kaufen oder benötigt er Informationen zu einem bestimmten Thema? Liefere ich ihm konkrete Ergebnisse? Gestalte deine Inhalte so, dass sie zur Suchintention des Nutzers passen, denn Googles höchste Priorität sind glückliche Nutzer!

Klingt doch ganz easy. Je früher du also Zeit investierst, desto besser bist du vor dem nächsten Update geschützt!

 

Viele Grüße

Corinna

 

PS: Spannende SEO-Themen gibt es auch auf der OMK von web-netz und der Leuphana Universität am 19.09.2019 in Lüneburg: www.omk.live

 

Bildnachweis Titelbild: yaruta / istock

5 Kommentare

  1. Richtig, diese Faktoren helfen weiter. Bezüglich SSL sollten Unternehmen übrigens nicht immer das kostenlose Lets Encrypt nehmen. Habe bemerkt dass, wenn der Brand nicht in einer Domain drinsteht, bei bestimmten Projekten ist das so, hilft hier das etwas teurere(^^) 130 Euro kostende SSL-Zertifikat mit grünem Schloss erheblich weiter.

    1. Hallo Thilo,

      die Hervorhebung von SSL-Zertifikaten wird von Browser zu Browser unterschiedlich gehandhabt. Ein Brand bzw. Unternehmens-Zertifikat könnte sicherlich auch von den Suchmaschinen zur Datenvalidierung genutzt werden. Aus User-Sicht würde solch ein Zertifikat aber in den wenigsten Fällen einen Vorteil schaffen, da das Zertifikat nicht auf den ersten Blick klar erkennbar ist.

      Viele Grüße,
      Corinna

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