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Google AdWords-Anzeigen: 9 Tipps für einen niedrigeren Klickpreis

Ist das Geld am Ende des Monats mal wieder knapp? Nicht nur im Privatleben sondern auch bei der Suchmaschinenwerbung könnte das Monatsende manchmal nicht schnell genug kommen. In diesem Blogbeitrag gebe ich dir neun Tipps wie du niedrige Klickpreise erreichst, damit am Ende des Geldes nicht mehr so viel Monat übrig ist.

Eingeschränkte Budgets stellen viele Werbende vor große Herausforderungen. Lässt man das Budget eingeschränkt und riskiert ab nachmittags nicht mehr ausgespielt zu werden? Oder pausiert man einige Kampagnen komplett und konzentriert sich auf wenige „ausgewählte“? Die Klickpreise soweit zu senken, bis man mit seinen Anzeigen womöglich auf Seite 2 landet, ist dabei ebenfalls nicht anzuraten. Die folgenden Tipps sollen dir dabei helfen, niedrige Klickpreise zu erreichen.

Tipp 1: Qualitätsfaktor verbessern

Der Qualitätsfaktor setzt sich aus den drei Komponenten „Voraussichtliche Klickrate“, „Anzeigenrelevanz“ und der „Nutzererfahrung mit der Zielseite“ zusammen. Den Qualitätsfaktor für jedes einzelne Keyword, sowie die Ausprägungen der drei Komponenten, kannst du im AdWords-Konto einsehen:

Google AdWords: Screenshot Qualitätsfaktor

Google AdWords-Screenshot: Qualitätsfaktor am Beispiel des Keywords „webnetz gmbh“.

Bei Bing heißen die Komponenten zwar ein bisschen anders, das Prinzip ist jedoch das gleiche.

Weitere Infos zum Qualitätsfaktor und wie du diesen steigern kannst, findest du in unserem Blog-Beitrag zum Thema Qualitätsfaktor.

Es gilt: Je höher dein Qualitätsfaktor, desto weniger musst du für den gleichen Anzeigenrang bezahlen. Ein hoher Qualitätsfaktor führt somit zu niedrigeren Klickpreisen

Tipp 2: Long-Tail-Keywords verwenden

Long-Tails sind Suchbegriffe, die aus Kombinationen von mehreren Wörtern bestehen. Je länger das zusammengesetzte Keyword, desto geringer ist in der Regel auch der Wettbewerb und somit der Klickpreis.

Screenshot Long-Tail-Keywords

Screenshot Google AdWords Keyword-Planer: Beispiel generisches und Long-Tail- Keyword.

Bei generischen Keywords ist zwar das Suchvolumen größer, damit aber auch der Wettbewerb. Somit ergibt sich ein höherer Klickpreis, der häufig nicht einmal die gewünschte Zielgruppe auf die Website lockt. Je spezifischer ein Nutzer seine Suchanfrage formuliert, desto höher ist in der Regel auch seine  Kaufabsicht.

Tipp 3: Welche Position ist am besten?

Die durchschnittliche Position für jedes Keyword kannst du sowohl bei AdWords als auch bei Bing einsehen. In der Regel gilt: Je schlechter die Position deiner Keywords, desto niedriger ist die Anzahl der Klicks, jedoch auch der Klickpreis.

Eine gute Anzeigenposition lohnt sich also nur, wenn darüber auch viele Conversions (Verkäufe oder Anfragen) erfolgen. Da nur ca. 5% (abhängig von der Branche) der Suchmaschinennutzer auch konvertieren, gibt es noch genügend potentielle Kunden, die sich für Anzeigen auf schlechteren Positionen interessieren.

Wenn ein Keyword sehr spezifisch ist oder eine Kaufabsicht enthält, sollte eine gute Anzeigenposition angestrebt werden. Bei Keywords mit hoher Konkurrenz und geringen Conversion-Raten reicht häufig ein Anzeigenrang von Position Drei oder Vier. Generell gilt, dass du viel testen solltest, um deinen optimalen Anzeigenrang herauszufinden.

Tipp 4: Keyword-Optionen richtig verwenden

Sowohl bei AdWords als auch bei Bing stehen dir vier unterschiedliche Keyword-Optionen zur Verfügung. Je nachdem welche Keyword-Option du verwendest, wird deine Anzeige z.B. nur bei Übereinstimmung („genau passend“) mit dem eingebuchten Keyword ausgespielt oder im anderen Extremfall sogar bei Suchanfragen, die mit dem Keyword nur in weitem Zusammenhang stehen („weitgehend passend“).

Zwischen diesen beiden Extremen gibt es noch zwei weitere Keyword-Optionen, die eine Anzeigenschaltung bei sehr ähnlichen Varianten zu dem eingebuchten Keyword auslösen. Bei „passende Wortgruppe“ ist dabei die Reihenfolge der Keywords von Bedeutung, bei „weitgehend passend mit Modifizierer“ hingegen nicht.

Je weitgehender also die Keyword-Option, desto häufiger kann es vorkommen, dass die Anzeige nicht gewünschten Nutzern ausgespielt wird, z.B. Nutzern, die nach Do-it-Yourselfs, Anleitungen oder Bewertungen suchen und keine Kaufabsicht haben. Diese klicken entweder nicht auf die Anzeige und verringern die Klickrate oder sie klicken und verlassen die Website sofort wieder, da sie nicht das Passende finden. Sowohl die Klickrate als auch eine schlechte Nutzererfahrung verringern den Qualitätsfaktor, so dass der Klickpreis steigt.

Besonders bei der Nutzung von weitgehenden Keyword-Optionen solltest du zudem den nächsten Tipp beachten.

Tipp 5: Keywords ausschließen

Überprüfe regelmäßig, für welche Suchbegriffe du ausgespielt wirst. Je nach Anzahl der Impressionen solltest du in regelmäßigen Abständen den Suchbegriffe-Report angucken und nicht relevante Keywords ausschließen.

Dies verhindert nicht nur viele unerwünschte Klicks und somit Kosten, sondern auch hier kannst du dadurch die Klickrate und Nutzererfahrung verbessern.

Tipp 6: Ausrichtung auf Geräte

Liest du diesen Artikel gerade auf dem Smartphone? Warum also nicht herausfinden, auf welchen Geräten deine Anzeigen am häufigsten angeklickt werden? Immer mehr Nutzer konvertieren auch auf ihrem Smartphone. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Bisher sind aber noch wenige Websites mobil ausgerichtet.

Frau mit Smartphone und Kreditkarte in Händen

Finde auf „testmysite.thinkwithgoogle.com/“ für deine Website heraus, wie deine Seite mobil ankommt. Sollte noch viel Verbesserungsbedarf bestehen, kann es Sinn machen, die Gebotsanpassung zu verwenden und die Klickpreise für Mobilgeräte zunächst herunterzusetzen.

Der Klickpreis bei gleicher Anzeigenposition ist auf Mobilgeräten im Vergleich zu Computern deutlich geringer. Teste also auch hier, auf welcher Position deine Anzeigen auf Mobilgeräten ausgespielt werden sollen und spare mit Gebotsanpassungen Geld.

Tipp 7: Ausrichtung auf Regionen

Du kannst die Performance deiner Kampagnen nach Ländern, Bundesländern, Städten und sogar Stadtteilen messen. Ermittle aus welchen Regionen deine kaufkräftigen Kunden kommen und erhöhe für diese Regionen die Gebote. Spare Geld, indem du die Gebote für weniger relevante Regionen reduzierst.

Besonders wenn du Niederlassungen in bestimmten Regionen hast, ist die Gebotsanpassung für Standorte sinnvoll. Personen, die sich in der Nähe deiner Niederlassung befinden, kannst du mit deiner Anzeige dazu bewegen, die Niederlassung zu besuchen. Sei also für diese präsent, indem du umkreisbezogene Klickpreise verwendest.

Tipp 8: Nutzung des Werbezeitplaners

Du kannst nicht nur Gebotsanpassungen je nach Gerät und Standort vornehmen, sondern auch je nach Tag und sogar Tageszeit. Viele Suchmaschinenwerbende wissen gar nicht, an welchem Tag die Nutzer auf ihrer Website besonders aktiv bzw. inaktiv sind. Nutze die Gebotsanpassungen um die Gebote für bestimmte Tage zu erhöhen bzw. zu senken.

Besonders für den B2B-Bereich kann es sinnvoll sein, die Suchmaschinenwerbung am Wochenende und nach Feierabend zu verringern bzw. sogar auszuschalten. Dies solltest du aber nie ohne Erfahrungswerte tun. Beobachte das Nutzerverhalten über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, um konkrete Anpassungen vornehmen zu können.

Tipp 9: RelevanteTextanzeigen schreiben

Die Anzeigentexte sind entscheidend dafür, wie oft eine Anzeige angeklickt wird. Dabei macht es aber keinen Sinn, eine zu hohe Erwartungshaltung beim Kunden aufzubauen. Wer in seiner Anzeige mit einem Fußballtrikot ab 10 € wirbt, muss sich nicht über hohe Absprungraten wundern, wenn der Großteil der Trikots auf der Landingpage dann über 70 € kostet.

Du solltest deine Dienstleistung bzw. dein Produkt klar kommunizieren, so dass der Kunde schon vor dem Klick weiß, was ihn erwartet. Dabei kreativ zu sein, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen, fördert natürlich zusätzlich die Wahrscheinlichkeit eines Klicks.

Fazit:

Ich hoffe, dass dir diese Tipps weiterhelfen, damit dein Budget am Ende des Monats nicht mehr so oft eingeschränkt ist. Aber auch wer kein knappes Budget hat, sollte vermeiden, zu hohe Klickpreise zu bezahlen. In der Suchmaschinenwerbung gibt es ja schließlich noch viele weitere Möglichkeiten, das Budget effektiv einzusetzen – schau mal in unseren Blog-Artikel Was Google AdWords sonst so kann.

Viel Erfolg beim Umsetzen der Tipps!

Viele Grüße

Unterschrift Yannik

 

Bildquellen: © by fizkes / iStockphoto.com; © by oatawa / iStockphoto.com; © by Google AdWords; © by Google KeywordPlanner

2 Kommentare

  1. Hallo Yannick,

    danke für den ausführlichen Beitrag.
    Auf jeden Fall werde ich einige deiner Tipps berücksichtigen.
    Was ich mich in letzter Zeit frage.
    Was ist heutzutage eine bessere Wahl? Facebook Ads oder Google Adwords.
    Einige meiner Anzeigen wurden bei Google Adwords gesperrt und bei Facebook freigegeben.
    Deswegen kann ich nicht genau bestimmen, ob diese bei Google mehr Traffic und Leads generiert hätten.
    Gruß

    Jens

    1. web-netz GmbH

      Hallo Jens,

      vielen Dank für das Feedback!

      Ich würde Facebook Ads und Google AdWords nicht als Alternativen sehen, sondern als Werbemaßnahmen, die sich gegenseitig ergänzen.

      Mit Facebook Ads erreichst du Personen, die am Anfang ihrer Customer Journey sind. Bei Google AdWords suchen Nutzer schon konkret, d.h. sie sind in der Customer Journey auch schon weiter vorrangeschritten. Mehr Leads wirst du also in der Regel durch Google AdWords bekommen. Um Neukunden zu akquirieren, ist Facebook Ads aber dennoch sinnvoll.

      Meine Kollegin Adrienne hat dazu auch einen Blog-Beitrag geschrieben:
      https://www.web-netz.de/blog/facebook-ads-vs-google-adwords/

      Versuch also deine gesperrten AdWords-Anzeigen anzupassen, damit sie freigegeben werden. Da ist der Support von Google sonst auch immer sehr hilfreich.

      Viele Grüße
      Yannik

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