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Google-Beyond-Search

Google AdWords: Beyond Search – Display Ads & YouTube TrueView

Google AdWords ist für viele Werbetreibende ein entscheidender Motor, wenn es um die Generierung von Leads und Verkäufen für den Online-Shop oder die Website geht. Im Normalfall werden hierbei Anzeigen auf der Google Suchergebnisseite geschaltet, die auf Basis von Keywords bei passender Suchanfrage ausgespielt werden. So weit so gut, für dich als „Digital Native“ – also als Online-Shop-Betreiber, Agenturmitarbeiter, Mitarbeiter im eCommerce und Marketing, Student der digitalen Medien. Für dich ist Google AdWords und damit die Werbeschaltung in der Google-Suche sicherlich keine unbekannte Thematik.

Google AdWords ist Umsatztreiber

Nicht zuletzt ist es ja auch das umsatztreibende Produkt im Googlekonzern. Im ersten Quartal 2015 hat Google einen Umsatz von 17,3 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 3,59 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Etwa 89,5 Prozent werden durch das Werbegeschäft generiert. 77 Prozent davon aus Googles eigenen Angeboten (bspw. Google AdWords), 23 Prozent aus Einnahmen durch das AdSense-Netzwerk (Vermarktungsplattform von Werbeflächen Dritter).

Zurück zum Thema: Search schön und gut, aber Suchvolumen ist begrenzt – wohin also mit zusätzlichem Marketing-Budget, um die Reichweite der eigenen Produkte und Dienstleistungen auszuweiten, die eigene Marke zu pushen, die Nutzer früher im Kaufprozess abzuholen?! Oder anders:

  • „Was können wir außer Search eigentlich noch machen?“
  • „Welche zusätzlichen Maßnahmen sind für mein Produkt/meine Dienstleistung erfolgsversprechend?“
  • „Was mache ich mit meinem zusätzlichen Onlinebudget von 5.000 €?“

Lösungsansätze für diese Fragestellungen sollen dir die nächsten Zeilen bringen!

Online ist Offline – schon heute

Für Werbetreibende, die nicht gerade in die Generation der Digital Natives geboren wurden, sind Offline-Werbekanäle häufig noch das Maß aller Dinge. Auch wenn sie aufgrund hoher Kosten für kleinere Werbetreibende nicht in greifbarer Nähe sind, werden sie doch als effektive Werbekanäle wahrgenommen. Fakt ist: die Offline-Werbemärkte verlieren prozentual Anteile am Netto-Werbemarkt, online gewinnt!

NettoWerbemarkt_FAZ Grafik
Ich als Online-Managerin sage: TV und Print sind immer noch präsent, klar! Gerade ältere Zielgruppen sind hierüber noch gut zu erreichen (aber Achtung: die Silver Surfer sind ein starker Wachstumsmarkt!). Es gibt aber auch Online-Maßnahmen, die mit TV, Plakat, Print, Katalog, PoS-Marketing und Co. mithalten können.

Im unten aufgezeigten Kundenbindungs-Trichter habe ich eine Gegenüberstellung von Offline- und Online-Maßnahmen vorgenommen. Die Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, soll aber eine erste Übersicht über die Vergleichbarkeit von Offline- & Online-Aktivitäten geben.
Eines haben alle Online-Maßnahmen gemeinsam: Sie ermöglichen allesamt eine bessere Erfolgsauswertung als das jeweilige Offline-Pendant. Und: Sie sind häufig schneller und kostengünstiger umzusetzen.
Jeder Werbetreibende der also immer schon einmal eine TV-Kampagne schalten wollte, dies aber aus finanziellen Gründen bisher gescheut hat, kann zum Beispiel mit Hilfe von Werbeanzeigen bei YouTube eben diese Art der Kommunikation mit einem überschaubaren Budget testen.

trichter

Display Ads: Print von heute!

Display-Ads, RTB, RTA, Banner-Werbung – diese Begriffe sind in aller Munde. Gemeint ist die Schaltung von (meist) Banneranzeigen auf Webseiten Dritter. Ein Sichtkontakt, während man sich eigentlich mit einem anderen (mehr oder weniger passenden) Thema auseinandersetzt. Hört sich stark nach einer Anzeige in der Gala an, oder? Klar, das können wir online auch:

Gala Grafik

Das Ziel von Print-Anzeigen ist in der Regel die Bekanntmachung von Produkten oder die Stärkung des Markenauftritts (s. Volvo). Damit befinden wir uns im Kundenbindungs-Trichter im Bereich der Awareness und damit am Anfang des Kundenbindungsprozesses. In diesem Bereich kann die größte Reichweite generiert werden. Auch mit Onlinebannern kann dies erreicht werden, die Vorteile zum klassischen Print liegen auf der Hand:

  • genauere Messbarkeit durch Tracking
  • genaue Aussteuerung nach Zielgruppen möglich (Alter, Geschlecht, Region, Interessen etc.)
  • gute Kostenkontrolle
  • kurzfristige Änderungen, Pausierung, Aktivierung möglich (Print: gedruckt ist gedruckt)
  • direkter Verweis auf eigene Website (oder eigenen Shop), somit direkte Interaktion möglich

Die Aussteuerung von Banner-Anzeigen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  • Google Display Netzwerk
  • Werbenetzwerke außerhalb von Google (Trade Doubler, Ad Scale, Adconion Media Group)
  • direkte Kooperationen mit den Wunsch-Webseiten
  • Affiliates
  • etc.

Als Werbetreibender, der bereits Google AdWords nutzt, bietet das Google Display Netzwerk einige Vorteile:

  • Aussteuerung über das Google AdWords Konto (Abrechnung, Auswertung etc. über AdWords)
  • Abrechnung auf CPC oder CPM (TKP) Basis
  • max. Tagesbudget einstellbar
  • Erfolgskontrolle durch AdWords-Tracking
  • vielfältige Targeting-Möglichkeiten:
  1. Keywords
  2. Placements
  3. Interessen
  4. Remarketing

Und was brauchen wir zum Start?

  • Werbebudget (mind. 500 € pro Monat)
  • Bannerset (Anforderungen hier: https://support.google.com/adwordspolicy/answer/176108?hl=de)
  • Zielgruppendefinition, damit die Kampagnen nur den Nutzern gezeigt werden, die sich für das Thema interessieren

Fazit: Display Ads sind perfekt geeignet für Werbetreibende, die den Kunden früher im Kaufprozess abfangen möchten. Auch für Produkte oder Dienstleistungen mit bisher wenig Suchvolumen und die Steigerung der Markenbekanntheit sind Banner-Anzeigen eine gute Alternative oder aber auch eine gute Ergänzung zum klassischen Print-Geschäft.

YouTube TrueView: TV-Spots von heute!

In Zeiten von steigenden Zugriffzahlen von Video on Demand Plattformen wie Netflix und Maxdome und dem Boom von YouTube-Bloggern, frage ich mich häufig, ob TV als Werbekanal eigentlich noch attraktiv ist. Bei einem Seminar in Hamburg erzählte mir der Referent vor einigen Wochen, dass sein 10-jähriger Neffe auf seine Frage nach der Worterklärung von „Prime-Time“ nur die Stirn runzelte.

So ganz kann ich das als ehemalige Fernseh-Eule nicht glauben, aber ich muss zugeben: Auch ich greife in letzter Zeit häufiger auf meine Lieblingsserie bei Netflix zurück als irgendwo mittendrin bei der Big Bang Theorie reinzuschalten. YouTube ist ebenfalls ein großes Thema, wenn es um die Zwischendurch-Unterhaltung geht. Und das coolste: Auch hier können wir jetzt über unser AdWords-Konto Werbeanzeigen ausliefern.

Wie im Kundenbindungs-Trichter aufgezeigt, können YouTube TrueView Anzeigen als Pendant zur klassischen TV-Werbung betrachtet werden. Sie verfolgen genau wie Werbespots im Fernsehen das Ziel, Produkte bekannt zu machen oder einen Markenauftritt zu stärken – damit befinden wir uns wie bei der Print-Werbung im Bereich der Awareness / Aufmerksamkeit.

Die Vorteile von TV-Werbung sind leicht zu identifizieren:

  • hohe Reichweite
  • schnelle Bekanntmachung
  • effektive Image-Gestaltung
  • Sicherheit durch langfristige Planung

Und so können die TrueView In-Stream Ads aussehen:

trueview-ad-youtube

Auch hier Vorteile von TrueView Ads gegenüber TV-Werbung:

  • Messbarkeit durch Tracking (Wiedergabezeit, Channelbesuche, Website-Zugriffe etc.)
  • genaue Aussteuerung nach Zielgruppen möglich (Alter, Geschlecht, Region, Interessen etc.)
  • gute Kostenkontrolle
  • kurzfristige Änderungen, Pausierung, Aktivierung möglich (TV Vorteil der langfristigen Planung ist gleichzeitig auch ein Nachteil)
  • direkter Verweis auf eigene Website (oder eigenen Shop), somit direkte Interaktion möglich
  • Testen verschiedener Videos und Formate
  • Wiederansprache der YouTube-Zuschauer durch AdWords Remarketing oder RLSA (Synergieeffekte mit anderen Google Werbe-Produkten)

Video-Anzeigen über das AdWords Konto ausspielen, auch das bietet Vorteile:

  • Abrechnung, Auswertung etc. über einen AdWords-Accoung
  • Abrechnung auf CPV-Basis
  • max. Tagesbudget einstellbar
  • Erfolgskontrolle durch AdWords-Tracking
  • vielfältige Targeting-Möglichkeiten:
  1. Keywords
  2. Videos, YouTube-Channel (nur Partnervideos)
  3. Interessen
  4. Remarketing

Und was brauchen wir zum Start?

  • Werbebudget (mind. 500 € pro Monat)
  • ein cooles Video, das die Werbebotschaft möglichst attraktiv und zielführend darstellt
  • Zielgruppendefinition, damit die Kampagnen nur den Nutzern gezeigt werden, die sich für das Thema interessieren

Fazit: gerade die jüngere Zielgruppe ist eher auf Video in Demand Plattformen unterwegs, als abends den Fernseher anzuschmeißen und ist somit mit Hilfe von YouTube Werbeanzeigen perfekt erreichbar. Auch hier gilt: als Alternative oder Ergänzung zum TV und als Test für zukünftige TV-Aktivitäten (wie wirkt mein Spot, welche Zielgruppe spreche ich an etc.) sind YouTube TrueView Ads hervorragend geeignet.

Also: Los geht’s!

Unterschrift Anne

Wer mehr über das Thema „Google AdWords – Beyond Search“ und damit weitere Werbeformate bei Google AdWords erfahren möchte, kommt zur OMK nach Lüneburg und lauscht dem passenden Vortrag dazu!

 

Bilder: © by snvv | iStockphoto.com; © by web-netz GmbH; © by http://blog.grey.de/wp-content/uploads/2011/09/NettoWerbemarkt_FAZ

 

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