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Budget-Tintenglas, befüllt mit Geld

Google AdWords: Verkäufe steigern mit niedrigem Budget? Nichts einfacher als das!

Seien wir mal ehrlich: nicht jedes Unternehmen kann es sich leisten, jeden Monat fünfstellige Beträge in AdWords-Werbung zu investieren. Die gute Nachricht ist, dass AdWords auch mit einem etwas kleineren (oder sogar mit einem deutlich geringeren) Budget, dein Weg zum Erfolg sein kann. Der Trick ist, dauerhaft die Kontrolle über deine Kampagnen zu behalten.

10 Möglichkeiten, wie du auch mit einem limitierten AdWords-Budget effektiv wirbst:

1. Setze klare Kampagnen-Ziele

Bevor die Kampagne aktiviert wird, entscheide dich, was diese erreichen soll: Zum Beispiel festgelegte Umsatzziele, ROI (Return on Investment)-Werte maximieren oder die KUR (Kosten-Umsatz-Relation) senken. Sobald das Ziel feststeht, erleichtert es deutlich die Arbeit der Kampagnenerstellung und später auch die kontinuierliche Optimierung.

2. Begrenze dich vorerst auf das Suchnetzwerk

Google Adwords Kampagnen-Begrenzung

Google Adwords Kampagnen-Begrenzung

Während das Display-Netzwerk ideal für erhöhten Traffic und Branding-Effekte ist, wirst du bessere Conversion-Raten im Suchnetzwerk erwirtschaften. Wenn es dein Ziel ist, Verkäufe zu generieren und das Ziel eher weniger darin besteht, Wiedererkennungseffekte für deine Marke zu generieren, so ist dein Konto im Suchnetzwerk gut aufgehoben.

3. Position eins ist kein Muss

Die benötigten Gebote, um auf der ersten oder auf der zweiten bis dritten Position in den Google-Ergebnissen zu erscheinen, können sehr hoch sein. Solche Ziele sind nicht nur kostspielig, sondern auch oft überflüssig. Versuche genug zu bieten, um deinen Anzeigen die dritte oder vierte Position zu sichern. Hier kannst du die Entwicklung in Ruhe beobachten und wirst oft positiv überrascht sein, wie gut der Return on Investment sein kann.

Zu beachten ist auch, dass Keywords nicht immer auf Position eins oder zwei ihre beste Performance zeigen. In vielen Fällen erweisen sich Suchbegriffe als effizienter auf Positionen unter 2,9. Indem du deine Gebote nach und nach erhöhst, kannst du leichter beobachten, wie sich die Performance von Position zu Position verändert.

4. Fokus auf spezifische Keywords

Es ist immer von Vorteil, auf hochspezifische Keywords zu bieten. Zum einen beschreiben diese das Produkt genauer und zum anderen werden sie besser konvertieren, da der Besucher sich gedanklich schon einen Schritt weiter im Kaufprozess befindet als es bei generischen Keywords der Fall ist.

Ganz gleich, was verkauft wird, sei bei der Auswahl der Keywords so genau wie möglich. Ein „Papoutsi Geldbeutel“ ist besser als ein „Geldbeutel“, ein „Camping hundefreundlich“ besser als ein „Camping“ und ein „Zebra Gk420D Drucker“ besser als ein „Drucker“.

Generische Keywords sorgen zwar für Reichweite, werden für dich aber eher langfristig eine Rolle spielen. Solange du jedoch ein eingeschränktes Budget hast, bleib explizit und spezifisch.

Ein weiterer Gewinn liegt darin, dass längere Suchbegriffe oft weniger Wettbewerb ausgesetzt und somit auch günstiger sind. Hilfestellung leisten hier eine große Anzahl an kostenlosen Keyword-Tools.

Ein weiterer Schritt, wo du Geld und Zeit sparen kannst!

5. Geh behutsam mit Keyword-Optionen um

Einer der gröbsten Fehler, den man machen kann, ist auf „weitgehende“ Keywords zu bieten. Das gilt besonders für ein schmales Budget, denn hier werden oft unnötige Klicks von anderen thematischen Kreisen gesammelt.

Google bietet dir vier Keyword-Optionen zur Auswahl:

  • Weitgehend
  • Modifiziert weitgehend
  • Wortgruppe
  • Genau passend

Kurz gesagt, gibst du mit der weitgehenden Keyword-Option die Entscheidungskraft an Google ab. „Weitgehend“ eingebuchte Begriffe erlauben auch die Anzeigenschaltung bei ähnlichen Suchbegriffen. Was „ähnlich“ ist, entscheidet Google selber. Und das oft auch allgemeiner als man es gerne hätte.

Angenommen, du verkaufst Halstücher: Mit den Keyword-Optionen “Genau passend“, „Wortgruppe“ und „Modifiziert weitgehend“ erreichst du Benutzer, welche nach „Halstücher für Frauen“, „Halstücher für Frauen kaufen“ oder „Frauen Halstücher“ gesucht haben. Die Option „Weitgehend“ ist riskanter, da Google beispielsweise „Trampolin Sprungtuch“ als ähnlichen Begriff einordnen könnte.

6. Investiere Zeit für negative Keywords

Mit einem begrenzten Budget kannst du es dir nicht leisten, für nicht relevante Besucher zu bezahlen. Versichere dich also, dass die angesprochenen Nutzer zu deiner Zielgruppe gehören, bevor sie auf eine Anzeige klicken. Negative Keywords, welche von Vorteil sind und von großen Unternehmen verwendet werden, sind zum Beispiel:

  • Gratis
  • selber machen
  • Erklärung

Schon bei der Keyword-Recherche werden dir z.B. im Keyword-Planer von Google unpassende Keywords auffallen. Sammle diese direkt in einer Liste und schließe sie vor Kampagnenstart aus! Aber auch nach Kampagnenstart ist eine kontinuierliche Analyse der tatsächlichen Suchbegriffe nötig – inklusive stetigem Keyword-Ausschluss.

7. Anzeigenerweiterungen, Anzeigenerweiterungen, Anzeigenerweiterungen!

Google Adwords Anzeigenerweiterungen

Google Adwords Anzeigenerweiterungen

Anzeigenerweiterungen wie Call Outs und Snippets sowie die Anruferweiterung werden oft vernachlässigt. Einerseits gewinnt die Anzeige hiermit Platz und andererseits werden Kunden auf Einzelheiten wie „Gratisversand“, „30 Tage Rückgaberecht“ oder „Zahlung via PayPal“ leichter aufmerksam.

Somit verbessern sie die Klickrate deiner Anzeigen erheblich, was mittelfristig auch zu geringeren Klickpreisen führt. Diese Erweiterungen kannst du global auf Kampagnen- oder, falls dies zu viel Aufwand sein sollte, sogar auf Kontoebene hinterlegen. Mehr Tipps dazu in unserem Blogartikel „8 Tipps für eine Google AdWords-Anzeigenerweiterung“.

8. Sitelinks – ganz besondere Anzeigenerweiterungen

Sitelinks sind so wichtig, dass sie einen eigenen Unterpunkt benötigen. Sitelinks wie z.B. „Zahlung auf Rechnung“, „schnelle Lieferung“ oder „sichere Zahlung“ sind zwar aussagekräftig, aber versuche diese mit Begriffen zu ersetzen, die dem Suchenden weitere Klicks ersparen. Der potentielle Kunde sucht zum Beispiel nach Fußballtrikots? Dann machen Sitelinks wie „Damen Trikot“, „Herren Trikot“ oder „Kinder Trikot“ Sinn. Hier kann sich der User sicher sein, dass er findet, was er sucht und wird daher eher zum Klicken verleitet.

9. Begrenzte Zielregion oder Ausspielzeiten

Deutschlandkarte mit Ziel-Pins

Anzeigen-Aussteuerung nach Ziel-Regionen

In Bezug auf deine Zielregion kann Google dir unter die Arme greifen. Du kannst zum Beispiel nur Deutschland bewerben und Frankreich ausschließen oder Österreich und die Schweiz mit bewerben. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit, für bestimmte Regionen höhere Gebote festzulegen.

Angenommen, du betreibst einen Freizeitpark im Großraum Hamburg. In diesem Fall kannst du die Gebote in den nahen Städten oder Bundesländern deutlich erhöhen, um hier die Interessenten verstärkt anzusprechen.

Wenn ein starker Beratungsfaktor Teil deiner Leistung ist, kann die Ausspielung zeitlich begrenzt werden. Besonders geeignet ist diese Handlungsweise für B2B-Kunden, da ihre Zielgruppe oft zwischen bestimmten Uhrzeiten im Büro ist (z.B. wenn du Videokonferenz-Software verkaufst). Teste es aus und entscheide auf Basis der Performance.

10. Richte dich nach deinem „Kosten pro Bestellung“-Wert

Es ist grundsätzlich angebracht, Gebotspreise als wichtig zu betrachten, jedoch spielt die Relation zwischen Ausgaben und erwirtschaftetem Gewinn eine viel wichtigere Rolle. Die einzige wirklich wichtige Zahl ist die Profitabilität. Solange der CPO (Cost per Order)-Wert stimmt, kannst du dein Budget schrittweise erhöhen. Bei stabilem CPO führt eine Budget-Erhöhung dann zu mehr Umsatz.

Fazit

Das war ein kurzer Überblick über verschiedene Arten AdWords mit einem niedrigem Budget einzusetzen. Abhängig davon, ob das Ziel eine höhere Anzahl von Anmeldungen, Verkäufen, Kontaktaufnahmen oder Anrufen ist, sind weitere Faktoren zu betrachten. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps weiterhelfen.

Unsere Aufgabe als web-netz SEA-Abteilung ist es, dich zu unterstützen, jeden Schritt kritisch zu hinterfragen und das Meiste aus deinem Budget herauszuholen. Eine klare Zielgruppe, festgelegte Standorte, Anzeigenrotationen und detailliertes Gebots-Monitoring sind nur einige der Punkte, die wir gemeinsam festlegen, um dir zu einem langfristigen Erfolg mit AdWords zu verhelfen.

Wenn du noch mehr Wissenswertes zum Thema AdWords lesen möchtest, dann erfährst du hier, „was Google AdWords sonst noch so kann – außer der Suche“.

Bei Fragen melde dich jederzeit gerne und hinterlasse mir einen Kommentar!

Viele Grüße

Unterschrift Corina Oprea

 

Bildquellen: © by oatawa / iStockphoto.com; © by pixelliebe / iStockphoto.com;

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