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Virtuelles Feedbackformular

Mit Formularoptimierung zu mehr Conversions

Formulare stellen für viele Website-Betreiber nur ein Mittel zum Zweck dar, dabei steckt in den kleinen Textfeldern so viel mehr. Mit einem gut durchdachten Formular kannst du die Absendequote deiner Kundenanfragen erheblich steigern. Finde heraus, wie du mit wenig Aufwand die Conversion-Rate deiner Formulare optimierst.

Klein, aber oho

Da Formulare oftmals am Ende des Conversion-Funnels stehen, wird ihnen häufig zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei bilden sie in vielen Fällen den einzigen Austausch zwischen den Nutzern und Anbietern einer Seite. Besonders auf Websites ohne direkte Shop-Anbindung ist die Formularoptimierung essenziell – vor allem dann, wenn die Kontaktanfrage das wichtigste Ziel deiner Website darstellt.

Ähnlich wie bei Menschen entscheiden wir innerhalb weniger Augenblicke, ob uns ein Formular sympathisch ist oder nicht. Dabei sind Länge, Struktur und Komplexität wichtige Eigenschaften, die wir unbewusst wahrnehmen und die uns dazu bewegen, ein Formular auszufüllen oder den Prozess abzubrechen. Es ist entsprechend wichtig, das Formular so nutzerfreundlich und intuitiv wie möglich zu gestalten – dessen Usabilty für die Nutzer also so perfekt wie möglich zu halten.

1. Platzierung

Eigene Präsenz schaffen

Räume deinem Formular den nötigen Platz ein! Ein gut strukturiertes Formular gehört nicht versteckt ans Ende einer Seite, sondern verdient seine eigene Präsenz – am besten auf einer separaten Landingpage.

Ablenkungen vermeiden

Platzierst du dein Formular auf einer eigenen Seite, können sich die Nutzer voll und ganz auf das Ausfüllen der Felder konzentrieren. Keine bunten Buttons, große Schriften oder auffällige Bilder sollen die User vom Ausfüllen der Formularfelder ablenken.

2. Layout

Struktur

Formular Beispiel 1

Die goldene Regel der Formularoptimierung lautet: Weniger ist mehr. Für den guten ersten Eindruck ist entscheidend, dass das Formular möglichst kurz und unkompliziert erscheint – denn wer möchte sich schon unnötig lange mit dem Ausfüllen von Formularfeldern herumschlagen?

Überschrift

Gib deinem Formular einen Namen. Einfache Titel wie „Kontaktformular“ oder „Anfrage stellen“ reichen aus, um den Nutzern unmissverständlich klarzumachen, was sie da eigentlich gerade ausfüllen.

Ein schmaler Grat

Es ist verlockend, in Formularen so viele Informationen wie möglich abzufragen – schließlich sind Kundendaten im Online-Marketing von großer Bedeutung. Dem gegenüber stehen allerdings die Nutzer, die im Zweifelsfalle so wenige persönliche Daten wie möglich preisgeben möchten. Du solltest dir daher immer die Frage stellen, welche Informationen du tatsächlich von deinen Nutzern benötigst. Musst du den Titel deiner Kunden kennen, um einen Artikel zu verschicken? Und müssen die User zwingend einen Betreff für ihre Nachricht angeben oder könntest du die Anfrage auch ohne Betreff bearbeiten?

In vielen Fällen gestaltet sich das Kürzen von Formularen etwas kniffliger. Hier gilt es, die Waage zwischen Nutzer- und Unternehmensinteressen zu finden.

Beschriftung

Kontaktformular-Beispiel

Nimm die Beschriftung des Formulars immer außerhalb der Felder vor. Eine Benennung innerhalb der Felder führt dazu, dass den Nutzern der jederzeitige Überblick darüber fehlt, welche Angaben sie an welcher Stelle machen müssen.

Bei einer Beschriftung innerhalb des Feldes wird schnell unklar, bei welchen Feldern es sich um Pflichtfelder handelt und welche Angaben an welcher Stelle gemacht werden müssen. Versehentlich gesetzte Leerzeichen lassen die Beschriftung – oftmals ohne Wissen der Nutzer – komplett verschwinden.

Die Labels befinden sich optimaler Weise links neben oder aber oberhalb der einzelnen Formularfelder.

3. Funktionalität

Schrift

Eine gut lesbare Schriftart, -größe und -farbe sind die Voraussetzung für ein bedienfreundliches Formular. Die Nutzer sollten sich niemals anstrengen müssen, um herauszufinden, welche Angaben sie an welcher Stelle machen müssen. Achte auch darauf, dass die Formularbeschriftungen auf mobilen Geräten gut lesbar sind.

Bedienhilfen

Beispiel Formular-Login

Mit den richtigen Features werden die Nutzer wie automatisch durch das Formular geleitet. Ein farbiges Hervorheben einzelner Felder hilft den Usern, jederzeit den Überblick zu behalten und bestätigt ihre Schritte. So geschieht das Ausfüllen wie von selbst und senkt die Hürde, das Formular abzusenden.

4. Validierung

Pflichtfelder

Kennzeichne deine Pflichtfelder deutlich mit dem gewohnten Sternchen am Ende der Beschriftung und wähle eine aussagekräftige Fehlermeldung im Falle einer falschen oder fehlenden Angabe.

Spiele die Fehlermeldung am besten noch während der Eingabe aus, sodass sich die Nutzer sofort darüber im Klaren sind, was schief gelaufen ist.

Unterm Strich zählt der Nutzer

Klar, du möchtest in deinem Formular so viele Informationen deiner Nutzer sammeln wie möglich. Behalte dabei aber immer im Kopf, dass auch wenig hochwertige Anfragen ein Potenzial bergen. Jede zusätzliche Angabe, die die User machen müssen, setzt die Hürde, das Formular auszufüllen, herauf. Jede extra Anstrengung, das Formular zu entziffern oder zu bedienen, führt zu Frustration.

Mache dir daher immer wieder klar, was die Nutzer von deiner Website erwarten und fordere ihnen nicht zu viel ab. Mit einem nutzerfreundlichen Formular steigen die Conversions oftmals von ganz allein!

Viel Erfolg!

Unterschrift Vanessa

 

Bildquelle: ©by Simonkolton / iStockphoto.com, Amazon

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