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Facebook, Instagram & Pinterest: Wo positioniere ich meine Marke in 2016?

Kurz vor Weihnachten fragen wir uns: Wie wird die Social Media Landschaft 2016 aussehen? Was gilt es zu beachten? Und warum? Wir wagen einen kleinen Ausblick, wo der Trend 2016 hingehen wird. 

Blogbild FacebookFacebook ist der Platzhirsch… 

…aber bleibt es das auch? Meine Meinung: Ein klares Ja! Mit ca. 30 Millionen aktiven deutschen Nutzern, wovon sich die Hälfte täglich bis mehrmals am Tag einloggen, ist und bleibt Facebook soziales Netzwerk Nr. 1 für die Vermarktung, vor allem im B2C-Bereich.  Auch im B2B hört man immer öfter von erfolgreichen Strategien; man sollte meiner Ansicht nach aber nicht vernachlässigen, dass sich der Nutzer hier vor allem privat aufhält – Facebook ist nicht Xing. Neben dieser unglaublichen Masse an potenziell ansprechbaren Konsumenten bietet Facebook mit den Facebook Ads ein nach wie vor in den sozialen Medien einzigartiges Werbekonzept mit schier unendlich scheinenden Targeting- und Gestaltungsmöglichkeiten, sodass hier für (fast) jede Branche und jedes Budget etwas dabei ist.

Weiterhin ist es Zeit, mit ein paar Gerüchten aufzuräumen – quasi ein vorgezogener Frühjahrsputz: Auf Facebook erreicht man NICHT nur junge Leute. Der Anteil der über 50-jährigen Nutzer ist der am stärksten wachsende. Dies führt auch gleich zum aktuellen Negativtrend: Ja, jüngere Nutzer (U18) sind nicht mehr so aktiv auf Facebook wie noch vor Jahren, da teilweise Mama und sogar Oma nun auch hier aktiv sind und sich so in Echtzeit alle Bilder und Filmchen, in denen der besagte Teenie vertaggt ist, anschauen. Wie man die sehr junge Zielgruppe am besten anspricht, löse ich weiter unten auf.

Negatives Feedback für sich nutzen

Was weiterhin immer noch sehr weit bei Unternehmern verbreitet ist, ist die Angst vor unguten Äußerungen auf Facebook über die eigene Marke. Dies führt dazu, dass sich auf Facebook entweder gar nicht oder nur halbherzig (z.B. mit der Deaktivierung von Kommentaren) engagiert wird. Hier die Angst zu nehmen, ist tatsächlich meine persönliche Herzensangelegenheit. Lasst mich so viel sagen: Die Leute reden immer – ob auf Facebook oder einfach so! Werden sie sicher auch 2016 – mit dieser Prognose bin ich mir sogar sicher. 😉

Ein kleines Beispiel: Ich bestelle in einem Online-Shop, bekomme nach zwei Tagen das ersehnte Paket und die eigenhändig für Mama ausgesuchte Sammeltasse, die sie zu Weihnachten bekommen sollte, ist im völlig passabel aussehenden Karton nur noch als Scherbenpuzzle zu finden.

  • Option A: Ich bin stinksauer, erzähle allen meinen Freunden und Kollegen, dass sie im besagten Onlineshop nicht bestellen sollen, schicke das Paket zurück und habe wohlmöglich noch Ärger, weil die Tasse beschädigt ankommt.
  • Option B: Ich mache eben fix ein Foto von der Lieferung und poste es auf die Facebook-Seite und schreibe hier, dass ich wirklich enttäuscht bin und das so nicht verschenken kann. Der gute Community Manager reagiert innerhalb von 24 Stunden, entschuldigt sich und bietet mir eine Entschädigung, z. B. einen Rabatt-Code, kostenlose Lieferung, einen kleinen Gutschein oder ein ähnliches Goodie an. Ich bin glücklich, bekomme die Tasse nochmal mit Rabatt und an Weihnachten ist Mama glücklich: So ist allen geholfen.

Ja, evtl. sehen es noch andere Fans der Seite – diese sehen aber auch, wie schnell und freundlich sich gekümmert wurde. Nach einem Tag des Ärgers bin ich wieder glücklich und erzähle als gute Tratschtante allen, wie zufrieden ich mit dem Service war. Und als Marketer wissen wir: Ein nach Enttäuschung wieder überzeugter Kunde bleibt zumeist auch Kunde!

2016 gilt nach wie vor: Engagiert euch auf Facebook, wenn ihr Endkunden ansprecht und euer Produkt nicht zu viel Erklärung bedarf, findet ihr hier eure Zielgruppe!

Blogbild InstagramInstagram ist der Shooting-Star…

…und wird so schnell auch nicht verglühen. Das dieses Jahr rasant wachsende Bildernetzwerk ist im Gegensatz zu Facebook und Pinterest nur mobil nutzbar, also über Smartphone und Tablet bespielbar. Möchtest du hier mehr erfahren, lies dich gerne in dem Artikel  „5 Tipps für Unternehmen auf Instagram“ meiner Kollegin Alica schlau.

Der Shootingstar 2015 bringt für Unternehmen einige Nutzungsvorteile mit sich: Hier findet man die bei Facebook vermisste sehr junge Zielgruppe. Die Zeit, wo hier nur Beauty Bloggerinnen und „Food-Fetischisten“ erfolgreich waren, ist allerdings vorbei: In diesem Jahr haben es viele mittelständische und große Unternehmen vorgemacht, wie man hier neue Zielgruppen erreichen kann.

Hier helfen die erst seit Herbst für alle verfügbaren Instagram Ads (einen Guide hierfür habe ich in meinem letzten Blogartikel geschrieben, gerne reinlesen).  Mit dem Werbeformat hat man nun endlich die Möglichkeit, ganz einfach auf die Homepage oder den eigenen Shop zu verlinken und so die Image fördernen Herzen auch zu Umsatz zu machen.

2016 mit Instagram loslegen

Hier nun mein erster Tipp für 2016: So schnell wie möglich einsteigen, denn da die Werbeform noch neu ist, tummeln sich hier noch wesentlich weniger Werbetreibende als beim Branchengiganten Facebook. Ich wage zu sagen: je länger man hier wartet, desto teurer wird  der Klick (natürlich immer abhängig von der Zielgruppe). Um es kurz zu machen: Vor allem lohnt sich das Engagement im mobilen Netzwerk in gut bebilderten Branchen wie Mode, Beauty, alles rund um Lifestyle, Ernährung und Fitness sowie natürlich die bildgewaltige Tourismusindustrie.

Einige Unternehmen stehen hier allerdings vor einem Hindernis: das richtige Bildmaterial. Ich mache mal einen kleinen Bogen: Instagram entstand als Handy-App, um die mit dem Smartphone geschossenen Fotos für seine Freunde sichtbar zu machen. Und genau das wollen die User auch noch heute sehen. Durch die reine Darstellung in Bildern und Bildunterschriften vermittelt diese Plattform mehr einen Stil, die Ausrichtung einer Firma – es geht um Authentizität.

Also bitte, bitte, bitte: KEINE reinen Produktbilder mit weißem Hintergrund posten: Dies ist nicht authentisch und wird nicht funktionieren.

Du verkaufst Kameras? Dann zeig doch, wie schön die das Alpenpanorama einfangen kann oder wie die Kamera auf ein Stativ geschraubt im Shooting aussieht – dies wirkt auf Instagram viel besser als ein weißer Hintergrund. Dieser Trend galt 2015 und wird sich fortsetzen!

Blogbild PinterestPinterest ist der Evergreen…

Von Pinterest hat man 2015 wenig gehört – völlig zu Unrecht! Nur, weil ein anderes Bildernetzwerk stärker wächst, verliert Pinterest noch lange nicht an Bedeutung! Mit weltweit 100 Millionen Nutzern muss es sich nun wirklich nicht verstecken. Es hat noch einen weiteren Vorteil: Einmal eingeloggt verliert sich der Pinner in den Pinnwänden von Marken und anderen Usern nur zu gern. Kurzum: User verweilen von allen sozialen Netzwerken auf Pinterest am längsten. Die Nutzungszeit wird wohl noch weiter steigen.

Pinterest eignet sich für eine ganz eigene Zielgruppe

User sind vornehmend weiblich, besser verdienend (ja, hier kann die Kasse klingeln) und haben den höchsten durchschnittlichen Bildungsstand – verglichen mit Nutzern anderer sozialer Netzwerke. Dieser Trend herrscht seit Jahren vor und nimmt nicht ab. Ich selbst bin kein aktiver Pinner – höre ich mich aber in meinem Bekanntinnen-Kreis um, so ist die Einstiegsdroge oft die eigene Hochzeit: Der Antrag ist da, der Ring sitzt am Finger und nun das große „Was jetzt?“  – die Planung für den schönsten Tag soll losgehen. Zack, bei Pinterest angemeldet, eine Pinnwand für das Kleid angelegt und alle möglichen Inspirationen zusammengesammelt. Dann folgt eine für die Einladungen, die Frisur, die Hochzeitstorte, die Deko, und, und, und…

Die Erfahrung sagt: Pins währen ewig (also ewig in der Onlinewelt): Einmal ein Pin abgesetzt, wird er so schnell nicht verschwinden, da Pinterest im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Netzwerken, nicht mit Timelines arbeitet. Oft bringen uns Pins Traffic, die schon über ein Jahr alt sind, das soll ein Facebook-Post erstmal leisten!

SEO-Effekte mit Pinterest

Macht man seine Produkte oder anderen Bilder auf der eigenen Hompage mit der kleinen „pin-it“ – Stecknadel „pinbar“, so ergibt sich pro Pin ein Link. Das mag jede Suchmaschine! Nicht nur in puncto Suchmaschine steht Pinterest für Vernetzung: Wer hier pinnt, stellt sein Material zum weiterpinnen zur Verfügung. Bin ich also ein Onlinehändler für Stoffe und mache ein Pinboard mit meinen schönsten Sternenstoffen so freue ich mich, wenn nähfreudige Pinnerinnen meine Fotos in ihre Pinnwände aufnehmen. So kann und sollte auch ich meine Pinnboards mit Fremdinhalten anreichern und auflockern. Natürlich wird es über ein Bildernetzwerk schwer, eine Versicherung zu verkaufen. Lohnende Branchen sind aber: Mode, Einrichtung, Reisen, DiY, Beauty, Food und alles, was schön bebilderbar ist! Hier also loslegen  – die Effekte zahlen sich langfristig aus.

Weihnachten

Fazit: Netzwerkpotenziale sinnvoll auswählen und loslegen!

Die Zugriffe auf Homepages und Onlineshops aus sozialen Netzwerken steigen, wenn man sie richtig nutzt. Daher jetzt mitmachen, das ist mein Tipp für 2016. Und mein guter Vorsatz für 2016: Nachdem ich 2015 erfolgreich zur Instragram-Jüngerin konvertiert wurde, sollte ich nun vielleicht anfangen, Pinboards anzulegen und zumindest Inspiration für meine nächsten Reisen sammeln.

Mein Wunsch für dich: Eine rauschende Silvesternacht und einen guten Start in das neue Jahr 2016 mit viel Engagement in den sozialen Medien!

Nur das Beste,

Unterschrift Adrienne

2 Kommentare

  1. Prima Artikel! Endlich mal jemand, der fundiert über Social Media Trends spricht. Sonst kommt ja immer das übliche bla bla von sogenanntem Media Entscheidern, die schon Stolz sind, wenn sie sich einen Facebook Account eingerichtet haben.

    Adrienne, du hast einen neuen Follower 😃

    Gruß

    Thomas

    1. Adrienne

      Hallo Thomas,
      vielen Dank für die lieben Worte!
      Wenn du einen Wunsch bezügl. eines Themas für den nächsten Beitrag hast, lass es mich gern wissen und wir schauen mal, was sich machen lässt 😉

      Viele Grüße und noch eine schöne Adventszeit!
      Adrienne

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