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Black Friday Online-Marketing

Black Friday Online-Marketing: so schreibt auch dein Shop schwarze Zahlen!

Nächsten Freitag ist es wieder soweit: hysterische Schnäppchenjäger stürmen in die Läden und ergattern, was ihnen in den Weg kommt – ganz gleich, wie viel Körpereinsatz sie dafür zeigen müssen. So oder so ähnlich lässt es sich zumindest in den USA beobachten. Aber auch hier in Deutschland ist der sogenannte Black Friday bereits angekommen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Als Onlinehändler kannst auch du vom Black Friday und dem anschließendem Cyber Monday profitieren. Wir zeigen dir, was dafür notwendig ist!

Black Friday & Cyber Monday – das steckt hinter den Begriffen

Bereits fester Bestandteil des amerikanischen Kalenderjahres und doch kein offizieller Feiertag: der Black Friday. Dieser findet jährlich am Freitag nach dem Erntedankfest, dem Thanksgiving, statt und gilt als eine Art Shopping-Feiertag. Unzählige Händler locken mit außergewöhnlichen Rabatten und machen den Tag zum umsatzstärksten des Jahres in den Vereinigten Staaten. Bereits um Mitternacht belagern Shoppingwütige die Läden, um morgens dann die beste Ware abgreifen zu können.

Die Online-Antwort auf den Black Friday ist der Cyber Monday. Am Montag nach Thanksgiving locken Onlinehändler Nutzer mit speziellen Rabattaktionen. Während sich der Black Friday ursprünglich auf die physischen Ladengeschäfte konzentrierte, ist der Cyber Monday der größte Online-Shopping-Tag in den USA. Mittlerweile ist der Hype um das Black Friday Weekend auch in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern angekommen und wird von Jahr zu Jahr für den Konsumenten attraktiver. Die meisten Deutschen kennen den Black Friday: Laut einer Studie von mydealz ist 88,8 Prozent der Deutschen der Black Friday bekannt.

Welche Bedeutung hat Black Friday im eCommerce?

Heute lassen sich die beiden Aktionstage nicht mehr klar voneinander trennen. Auch am Black Friday werben Online-Shop-Betreiber mit erheblichen Preisnachlässe und generieren rekordverdächtige Umsätze. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Tag in der Vorweihnachtszeit ist der durchschnittliche Warenkorbwert am Black Friday bis zu viermal so groß. Eine Grafik des deutschen Statistik-Portals statista zeigt, dass Kosmetik- und Modeartikel, Lebensmittel, Möbel und Deko sowie Sport- und Freizeitwaren an diesem Tag besonders beliebt sind.

Umfrage zu den Kaufabsichten am Black Friday in Deutschland

Black Friday: Statista, Umfrage Kaufabsichten

Präferierte Produktkategorien am Black Friday 2017 in Deutschland: Kosmetik- und Modeartikel, Lebensmittel, Möbel und Deko sowie Sport- und Freizeitwaren. (Bildquelle: © by statista)

Mithilfe von Google Trends wird deutlich, dass das Suchvolumen von Suchanfragen, welche aus Kombinationen mit „Black Friday“ oder „Cyber Monday“ bestehen, im November deutlich in die Höhe schießt. Auffällig ist auch der kontinuierliche Anstieg dieser Suchbegriffe innerhalb der letzten 5 Jahre.

Suchvolumen von Begriffskombinationen aus „Black Friday“ und „Cyber Monday“

Black Friday: Google Trends Cyber Monday

Erhöhtes Absatzpotenzial für eCommerce-Unternehmen: Am Black Friday Weekend schießt das Suchvolumen von Begriffskombinationen aus „Black Friday“ und „Cyber Monday“ massiv in die Höhe. (Bildquelle: © by Google Trends)

Aus einer repräsentativen Erhebung im Oktober 2018, welche das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Black Friday GmbH durchgeführt hat, ging hervor, dass ein Viertel der Deutschen einen Einkauf am Black Friday plant.

20 Millionen Deutsche wollen am Black Friday shoppen

Black-Friday-Sale-Studie von Ipsos

Bei der „Black-Friday-Sale-Studie“ von Ipsos wurden insgesamt 1000 Personen befragt. (Bildquelle: © by : Ipsos/Black Friday GmbH)

Die Bedeutung von Black Friday SEO und anderen Marketing-Kampagnen

Als Betreiber eines Online-Shops solltest du das Potenzial dieses besonderen Aktionszeitraumes nutzen und dich mit geeigneten Maßnahmen von deiner Konkurrenz abheben. Im ersten Schritt gilt es sicherzustellen, dass deine Website einschließlich deines Shops technisch einwandfrei funktioniert – sprich, grundlegende Stolperfallen wie 404-Fehlerseiten, nicht korrekt eingerichtete Weiterleitungen, lange Ladezeiten und ein nicht responsives Webdesign sollten in jedem Fall vermieden werden, um Erfolg zu erzielen.

Da die Konkurrenz bekanntlich nicht schläft, steigt natürlich nicht nur die Nachfrage am Black Friday Weekend, sondern auch der Wettbewerb. Hebe dich mithilfe von speziellen Rabattaktionen, herausstechenden Rezensionen oder speziellen Konditionen wie Gratisversand von deinen Konkurrenten ab und ziehe so die Schnäppchenjäger in deinen Shop.

Sinnvolle Kampagnenformate sind beispielsweise Google Shopping und Merchant Promotions. Sonderangebote können mit diesen Anzeigen optimal beworben werden und erzeugen durch Platzierung und Format große Aufmerksamkeit beim Konsumenten. Außerdem solltest du das Budget während des Aktionszeitraumes aufstocken. Und ein absoluter Geheimtipp sind Anzeigenerweiterungen: Liefere relevante und entscheidende Informationen mit Sitelinks und Callouts! Durch Angaben zu Lieferzeit, Produkten oder Rabatten steigerst du deine Klick- und Kaufraten.

Black Friday: Anzeigenerweiterung Google Ads

Online-Shop-Betreiber sollten Anzeigenerweiterungen nutzen, um den User mit zusätzlichen attraktiven Informationen zu locken. (Bildquelle: © by Screenshot von Home24-Anzeige / Google Ads)

Auch nach dem Aktionswochenende solltest du Remarketing betreiben und Nutzer, die Interesse zeigten, mit deinen Werbeanzeigen erneut ansprechen.

In Sachen Black Friday SEO empfiehlt es sich, eine spezielle Landingpage zu erstellen – anstelle von kurzfristigen Anpassungen der Produktpreise. Um die Chance auf ein Platz-1-Ranking zu haben, sollten folgende Aspekte bei der Erstellung einer Landingpage beachtet werden:

  • Content: der Inhalt der Seite sollte Keyword optimiert und relevant sein
  • Meta-Daten: der Meta-Title sowie die Meta-Description sollten ebenfalls Keyword optimiert und aussagekräftig sein
  • Verlinkung: Links von außerhalb (sogenannte Backlinks), die auf die Seite verweisen, helfen bei der Steigerung der Sichtbarkeit

Um die Sichtbarkeit einer Seite mit hohem Absatzpotenzial im Allgemeinen rund um das Thema zu steigern, kannst du unter Zuhilfenahme des Google Keyword Planners und Google Trends geeignete Keywords recherchieren und deine Website insbesondere für den Black Friday durch Keyword optimierten Inhalt aufrüsten. Da Suchbegriffe, welche das Wort Black Friday beinhalten, deutlich häufiger in den Suchschlitz eingegeben werden (siehe Grafik zu Suchvolumen oben), ist es ratsam, sich weniger auf den Cyber Monday und vielmehr auf das Black Friday Wochenende zu konzentrieren.

Du könntest dich beispielsweise auf folgende Begriffe fokussieren:

  • Jahreszahlen – Wähle Kombinationen mit der aktuellen Jahreszahl, z.B. „Black Friday 2018“
  • Markennamen – Je etablierter deine Marke, desto höher das Suchvolumen mit Keywords wie „Black Friday Amazon“ oder „Black Friday Zalando“
  • Attraktive Terme – Begrifflichkeiten wie „Black Friday Angebote/Rabatte/Coupons“ sprechen eine große Bandbreite von Usern an

Black Friday: Google Trends, häufig verwendete Suchbegriffe an Black Friday Aktionstagen

Zum Black Friday Online-Marketing gehört selbstverständlich auch eine rege Aktivität in den sozialen Netzwerken. Mache in Facebook & Co. auf Rabattaktionen und Schnäppchen deines Shops aufmerksam und vergrößere so deine Reichweite.

 

Rechtsstreit um die Wortmarke Black Friday

Seit dem 11. Oktober 2016 ist in Deutschland die Black Friday GmbH Lizenznehmer der Wortmarke Black Friday, Inhaberin der Wortmarke ist die Super Union Holdings Limited aus Hongkong. Seitdem gehen unzählige Löschanträge von Unternehmen wie Puma, PayPal oder Tom Tailor beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) ein. Laut Experten und auch dem DPMA hätte die Wortmarke gar nicht eingetragen werden dürfen, da es sich bei dem Begriff „lediglich um einen sachbezogenen, werbenden Hinweis auf den Freitag nach Thanksgiving, an dem deutsche Händler zahlreich spezielle Angebote und Aktionen mit eintägigen Sonderrabatten vergeben“ handeln würde. Am 27. März 2018 verfügte das Patentamt, die Eintragung der Wortmarke Black Friday zu entfernen. Die Markeninhaberin legte jedoch kurz nach dieser Entscheidung Beschwerde ein. Jetzt muss das Bundespatentgericht entscheiden. (Quelle: t3n.de)

Auch wenn die Löschung der deutschen Wortmarke Black Friday noch nicht rechtskräftig ist, hat Google erst kürzlich eine Einschränkung bei „Google Ads“ entfernt, die es Werbetreibenden untersagt hatte, den Term „Black Friday“ ohne Freigabe der Markeninhaberin in ihren Suchanzeigen zu verwenden. (Quelle: black-friday.de)

Weitere Infos zum Rechtsstreit um die Wortmarke Black Friday erhältst du hier.

Rot, wild und freudig – neue Wortkreationen anstelle von Black Friday

Black Friday: Lidl Deal Days

Lidl Deal Days (Bildquelle: © by lidl.de)

Aufgrund der Rechtsstreitigkeiten um die Wortmarke Black Friday lassen sich einige Marken neue Wortkreationen einfallen: IKEA wirbt mit dem „Black Freuday“ während TAKKO Fashion mit Rabatten zur „WILD OFFER WEEK“ lockt. Media Markt feiert den „Red Friday“ und auch beim Lebensmittel-Discounter Lidl laufen bereits die „Lidl Deal Days“. Der chinesische Black Friday ist schon vorbei: Am 11.11.18 gab es in China Mega-Rabatte zum „Singles‘  Day“. Der Tag wird seit den 1990er Jahren gefeiert und richtet sich an alle Singles. Umsatztechnisch hat der Singles‘  Day den Black Friday und Cyber Monday schon überholt. In Deutschland ist der Singles‘  Day noch nicht so bekannt, aber die Bedeutung wird zunehmen. Dieses Jahr haben bereits Media Markt, Lidl, Aldi, Otto und Amazon den Singles‘  Day angeboten.

So lässt E-Mail-Marketing die Umsätze steigen

In der Vergangenheit haben sich unter anderem auch gezielte E-Mail-Marketing Kampagnen als erfolgreich bewiesen und die Umsätze vieler eCommerce Händler am Black Friday rapide steigen lassen. Aber Achtung: der Zeitpunkt des Newsletterversands ist entscheidend! Weise deine Kunden bereits 1-2 Wochen vor der eigentlichen Rabattaktion auf die bevorstehenden Preisnachlässe hin. Einige Tage vorher und am Tag selbst empfiehlt es sich, einen Reminder zu versenden, ganz nach dem Motto: „Endlich ist es soweit!“. Auch im E-Mail-Marketing gilt es, die Wortmarke „Black Friday“ und andere aufmerksamkeitsbringende Terme als Eyecatcher zu positionieren – hierfür eignet sich die Betreffzeile.

Als Geheimwaffe des Black Friday Marketings gelten Partnerschaften mit Plattformen, welche dem User eine einfache Möglichkeit geben, sich einen Überblick über die Händler, die an diesem besonderen Event teilnehmen, und deren Angebote zu verschaffen. blackfridaysale.de und black-friday.de sind nur zwei der mittlerweile fest etablierten Verkaufsplattformen in Deutschland.

Black Friday: Cross Channel Marketing Erfolgsstrategie

Cross Channel Marketing als Black Friday Erfolgsstrategie. (Bildquelle: © by eternalcreative / iStockphoto.com)

Black Friday Marketing – wer rechtzeitig beginnt, gewinnt!

Black Friday SEO, Google Ads (AdWords) Kampagnen oder Facebook Ads allein sind nicht im Entferntesten so effektiv wie eine Kombination dieser und anderer Komponenten, um eine erfolgreiche Marketingstrategie für den wohl bekanntesten Shopping-Tag des Jahres umzusetzen. Wer frühzeitig beginnt, Cross Channel Marketing zu betreiben, wird als Onlinehändler Lorbeeren ernten können – und das mit einem relativ geringen Einsatz!

Also worauf wartest du noch? Es ist höchste Zeit, die Schnäppchenjäger im Kaufrausch abzufangen und schwarze Zahlen zu schreiben!

Unterschrift Corinna Rengstorf

 

Bildquelle Titelbild : © by CarmenMurillo / iStockphoto.com

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