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Die #AFBMC 2014 in Berlin – Facebook Marketing in 11 Akten

Zweimal jährlich treffen sich Facebook Marketers und Agenturexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der AllFacebook Marketing Conference, um sich über die neuesten Funktionen des reichweitenstärksten Social Netzwerkes auszutauschen UND um während der Veranstaltung selbst viel darüber zu zwitschern.

Nach der Gewissheit, dass Embedding von Videos, Tweets und Co schon okay sei, habe ich mich dazu entschlossen mein kleines Recap zur AFBMC mit meinen persönlichen twitter-Highlights zu untermauern und Revue passieren zu lassen.

1. Akt: Google oder Facebook? Wer hat die Nase vorn?

Mit dieser polarisierenden und provozierenden Keynote von Curt Simon Harlinghausen gab es mit über 80 Slides ein breites Spektrum an Facebook Themen.

Beginnend bei den News von der F8 Konferenz und den Visionen von Mark Zuckerbergs ging es über die Katzenklappe 4.0 zum Facebook Newsfeed Algorhythmus und die künftige Entwicklung von Facebook Ads.

Seine These:

Dank Atlas Werbenetzwerk und Applink-Technologie hat Facebook, zumindest auf mobilen Traffic und mobile Advertising bezogen, klare Vorteile gegenüber Google

Die etwa 80 Slides gibt es auch hier auf Slideshare.

2. Akt: Wenn Marken polarisieren

Über „tote Hose“ auf der Facebook Chronik und zu wenig organische Reichweite braucht sich eine Marke wie MC Donalds Österreich sicherlich nicht beschweren. Diese müssen sich neben der Fanpost eingefleischter McDonalds-Junkies vor allem mit Beschwerden und dem ein oder anderen Shitstorm à la Wurstsemmel-Kampagne auseinandersetzen.

Dialog statt reine Platzierung von Marketing-Kampagnen

Dies macht vor allem deutlich, dass Socia Media nicht nur aus Marketing Sicht gedacht werden kann, sondern dass der Dialog im Vordergrund steht. Diese Herausforderung nimmt das Social Media Team an.

Mit 100%iger Antwortrate und einer Antwortszeit unter 60 Minuten wird versucht dem Wunsch nach Information und Transparenz nachzukommen. Zeitgleich werden die Erkenntnisse für künftige Kampagnen wie genutzt. Eine einheitliche Tonalität bei Posts und Nachrichten ist dabei die Kür.

3. Akt: Mittelstand und Facebook: Ein paar Zahlen und Fakten

Ein paar spannende Zahlen lieferte Arne Henne von Facebook Deutschland. 77% der Deutschen sind auf Facebook mit dem Mittelstand verbunden. Lediglich 3% hingegen rufen noch die Fanpage selbst auf.

Alles läuft also über den Newsfeed – wo sich der Nutzer im Entdeckermodus befindet – und das zu 80% mobil.

Marketing und Reichweite sind nicht umsonst

Diese Präsenz im Newsfeed rein über organische Reichweite zu erlangen, ist jedoch eher utopisch und liegt bei durchschnittlich 5%.

Zum Glück gibt es Facebook Ads mit denen vergleichsweise günstig Interaktionen, Webseitentraffic und Conversions gepusht werden können.

Wie es scheint will Facebook vor allem auch YouTube den Rang ablaufen und vermeldet, dass in den USA Facebook YouTube beim Abspielen von Videos bereits abgelöst habe.

Dieser Aussage stehe ich allerdings ähnlich kritisch gegenüber wie Romy Mlinzk:

4. Akt: Vollgas geben mit Facebook Custom und Lookalike Audiences

Was ist das A und O für erfolgreiche Werbung auf Facebook? Ganz klar die richtige Auswahl der Zielgruppe!

Mit den Custom und Lookalike Audiences hat Facebook uns Marketern ein wichtiges und mächtiges Werkzeug mit an die Hand gegeben, welches die zielgruppengenaue Aussteuerung von Werbeanzeigen ermöglicht.

Auch wir können die Performancesteigerung von Facebook Werbeanzeigen durch den Einsatz von Custom Audiences nur bestätigen.

In seinem kleinen „1×1 von Custom & Lookalike Audiences“ hat „Ad-Guru“ Thomas Hutter mal wieder alles auf den Punkt gebracht und die vielfältigen Möglichkeiten in komprimierten 30 Minuten zusammengefasst.

Hier geht´s zur Präsentation auf slideshare.

5. Akt: Facebook Ads für B2B funktionieren auch – ein erstes Benchmarking

Dank der ersten Benchmarkingstudie von ForschungsWeb haben wir nun auch Kennzahlen aus der B2B-Branche zur durchschnittlichen Performance bei Facebook Ads:

  • Durchschnittliche CTR: 0,11%
  • Durchschnittlicher CPM 0,48 €
  • Durchschnittlicher CPC: 0,42 €

Fazit:

6. Akt: Sales um jeden oder zum kleinen Preis?

Mein persönliches Highlight gab es kurz vor der Mittagspause: Thomas Thalers Vortrag zum BlackHat Facebook Marketing war informationsgeballtes Entertaining pur.

Grundprinzip: Mittels Einsatz von Scraping-Tools und Custom Audiences ist noch genauere Zielgruppenansprache möglich. Und die Performance Ergebnisse sprechen für sich!

7. Akt: Rechtsupdate für Facebook

Den oft undankbaren Slot nach der Mittagspause nahmen die Juristen Thomas Schwenke und Carsten Ullbicht ein. Die Befürchtung einen drögen Anwaltsvortrag präsentiert zu bekommen, wich schon in den ersten Minuten purer Sympathie für die beiden Referenten.

Unterhaltsam und verständlich brachten sie die wichtigsten rechtlichen Stolperfallen im Social Media Alltag auf den Punkt.

Passend dazu die Sketchnote von Susanne Plaumann:

8. Akt: Facebook App-Tabs sind tot – oder doch nicht?

Jan Firsching, bekannt als Blogger bei futurebiz ging mit seiner herzerwärmenden Dogcontent-Präsentation der Fragestellung auf den Grund, welche Bedeutung Facebook App Tabs künftig noch einnehmen werden.

Fazit: Die Ära der Tabs ist definitiv vorbei. Social Landingpages sind die bessere Alternative und bieten einmal mehr die Möglichkeit Marketing-Kampagnen ganzheitlich zu denken und umzusetzen.

Weiteres Learning:

9. Akt: Facebook ohne Werbung – Sowas geht?

Um leckere Törtchen ging es nicht nur in der Kaffeepause, sondern auch beim Vortrag von Sebastian Keil. Am Beispiel von Almondy wie eine Facebook Fanpage auch ohne Facebook Ads auskommen kann. Mit kleinen Gewinnspielen und Torten-Fanatismus geht es eben doch.

Ein weiterer Tipp: Posts, die innerhalb der ersten Stunden gut performen, lohnt es anschließend mit Ads-Budget zu pushen.

Die Slides zum Vortrag gibt es hier.

10. Akt:Social Media in harter Währung messen

Dass Fanzahlen nicht DIE Kennzahlengröße sein können, ist Gott sei Dank mittlerweile bei den meisten Unternehmern angekommen. Doch welche „harten Zahlen“ eignen sich alternativ, um die Entwicklung und Wirkung der Social Media Aktivitäten messbar zu machen?

„CASH“,

sagt Roland Fiege sei das Einzige was CEOs interessiert.

Ob der Medienäquivalenzwert (aka Earned Media Value) eine Option ist, die sich durchsetzt? Wird sich zeigen.

11. Akt: Was kommt nach Facebook?

Zunächst einmal die Aussicht, die auch Sven Wiesner teilt: Facebook wird es wohl noch etwas länger geben, denn

  1. „Always Online ist zum absoluten Normalfall geworden.“

  2. „Internet ist so wichtig wie Strom, Wasser und Heizung.“

Doch zeitgleich bedeutet dies auch eine Zunahme von Unkonzentriertheit, Perfektionsdruck und Reizüberflutung.

Auf Basis der Beobachtung, dass jeder Trend auch einen Gegentrend auslöst, daher seine Prognose:

“Auf always on, folgt individual off”

Zum Einen ist klar die Tendenz erkennbar, dass sich Nutzer den Luxus digitaler Auszeiten und stückweiter Entschleunigung gönnen. Unperfekt ist das neue Perfekt. Und: Kommunikation verlagert sich eher wieder in geschlossene Nutzergruppen. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und den Schutz persönlicher Daten wird sich verstärken.

Und was bedeutet das für Unternehmen und Marketer?

Weg vom Kanaldenken hin zum kanalübergreifenden Dialog!

Visuelle Kommunikation mit der Brand im Fokus!

In diesem Sinne:

Mein Fazit zur #AFBMC

Definitiv empfehlenswert!

 

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