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3 Tipps für einen erfolgreichen Corporate Blog

Corporate-Blogs sind für Website- und Shopbetreiber zu einem wichtigen Bestandteil einer erfolgreichen Vermarktungsstrategie geworden und lassen sich ideal für PR- und SEO-Zwecke nutzen. Hochwertige und lesenswerte Inhalte bilden das Fundament eines guten Corporate Blogs – doch was nützt der beste Blog, wenn ihn am Ende gar niemand liest? Herzlich wenig! Mit diesen drei Tipps bekommt dein Unternehmensblog mehr Durchschlagskraft.

Corporate Blogs: Allzweckwaffe im SEO-Bereich

Gerade im Bereich SEO sind Blogs oftmals ein sehr wirkungsvolles Werkzeug: Mit Ratgeber- und Blogartikeln werden nicht nur die Website-Besucher informiert und unterhalten, sondern durch die gezielte Verwendung von sogenannten Long-Tail-Keywords können viele weitere und vor allem konkretere (und daher meist besser konvertierende) Suchanfragen bedient werden. Das ist auf Produkt- und Kategorieseiten eines Shops meist nicht immer so gut abbildbar.

Auch im Bereich Linkbuilding erfüllt ein Corporate Blog eine wichtige Funktion: Interessante und hochwertige Blogbeiträge haben als Linkziel im Content Marketing eine deutlich höhere Erfolgschance als eine schnöde Produkt- oder Kategorieseite. Denn welches seriöse Magazin möchte schon freiwillig eine Shop-Produktseite per nofollow-Attribut und ohne Werbekennzeichnung verlinken? Die Antwort liegt wohl auf der Hand.

Ebenfalls praktisch: Eingehender Linkjuice und Referral-Traffic eines externen Links lässt sich durch zielgerichtete interne Verlinkungen im Blogartikel zudem wieder gut auf dort erwähnte Produkt- und Kategorieseiten lenken, die somit im zweiten Schritt gestärkt werden können.

Damit diese Strategie im Hinblick der Suchmaschinenoptimierung funktioniert, sollte ein Blog jedoch möglichst positive Nutzersignale erzeugen, da Google diese inzwischen mehr und mehr honoriert. Sprich: Ein Blog sollte gelesen und geteilt werden, Nutzer auf der Seite halten und interne Links im Blog sollten möglichst hohe Klickraten aufweisen.

Grundlage dafür ist eine klare Zielgruppe, die im Vorfeld abgesteckt werden sollte und auf die man die Beiträge zuschneiden sollte.

 Tipp 1: Verstecke nie deinen Blog

Blog nicht versteckenNicht selten platzieren Shop- und Seitenbetreiber ihre Magazine und Blogs in der hintersten Ecke des Website-Footers. Sei dir sicher: Deine Nutzer werden dort nicht danach suchen! Und auch der Google-Crawler schreibt deinem Blog mehr Relevanz zu, wenn er prominenter platziert ist.

Natürlich sollte ein Corporate Blog nicht vor den wichtigsten Produktkategorien in der Hauptnavigation platziert werden, schließlich betreibst Du ja hauptberuflich immer noch einen Shop und kein Online-Magazin.

Trotzdem: Einen Platz im sichtbaren Bereich solltest Du deinem Blog allemal gönnen. Best Practice wäre hier ein Teaser-Bereich, der beispielsweise die drei aktuellsten Blogbeiträge mit Vorschaubildern präsentiert und so zum Klick anregt. Neben höheren Zugriffszahlen entsteht so auch ein Freshness-Faktor für die Startseite, der bei Google mitunter positive Auswirkungen auf Ihre Rankings haben kann.

 Tipp 2: Bewerbe deinen Blog

Werbung für den Corporate BlogDieser Tipp ist denkbar simpel – aber durchaus effektiv. Um ein Grundrauschen für deinen Blog zu erzeugen, solltest Du ihn gerade zu Beginn unbedingt offensiv anpreisen. Bei Shops lassen sich hier beispielsweise alle Sozialen Medien sowie der Newsletter nutzen, um gezielt und kontinuierlich auf den Blog selbst oder einzelne Beiträge aufmerksam zu machen.

Auch ein separater Blog-Newsletter ist sinnvoll: Interessierte können so ihre Mailadressen hinterlegen und werden dann über neue Blogbeiträge informiert – eine Win-win-Situation für Unternehmen und Interessenten.

Daneben können Facebook Ads für besonders gelungene Beiträge durchaus ein probates Mittel sein, um die Reichweite zu steigern und Interesse zu wecken. Es geht sogar noch einfacher: Wie wäre es denn damit, in automatisch generierte Mails (z. B. Bestellbestätigungen) noch einen kleinen Hinweis mit Link zum Blog einzubauen: „Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen, empfehlen wir einen Blick in unser Magazin unter …“.

Je mehr Nutzer Du am Ende erreichst und von den Inhalten überzeugst, desto höher ist auch die Chance, Interesse an deinen Produkten zu wecken. Wenn Du dich dann als fachliche Autorität in deinem Geschäftszweig etabliert hast, sind sicher auch natürliche Backlinks und Shares in den sozialen Netzwerken möglich.

Tipp 3: Am Ball bleiben

Blog-Tipp: Ausdauer zeigenAller Anfang ist schwer – auch beim Start eines Blogs kann dies der Fall sein. Doch mit originellen Inhalten und der richtigen Vermarktung (siehe Tipp 1 & 2) kannst Du nach und nach einen Leserstamm aufbauen. Dazu ist es jedoch notwendig, regelmäßig Beiträge zu verfassen und den Nutzern so immer wieder neue Anreize zu geben, das Magazin zu besuchen.

Dafür eignen sich besonders Serien und feste Formate, die z. B. einmal wöchentlich oder monatlich erscheinen, gleiches gilt für regelmäßige Gewinnspiele oder Aktionen. Denn: Der Mensch ist und bleibt ein „Gewohnheitstier“.

Wenn jeden Montag in deinem Shop das Produkt X der Woche verlost wird, schauen die Nutzer sicher regelmäßig in den Blog. Besucht ein User hingegen das Magazin und ist der letzte Artikel 13 Monate alt, wirkt das zudem nicht sehr professionell. In diesem Fall wäre es entgegen der vorherigen Tipps womöglich sogar ratsam, den Blog weniger prominent einzubinden oder ihn gänzlich von der Seite zu nehmen, bis sich die Voraussetzungen geändert haben.

Wer sich noch intensiver mit dem Thema Corporate Blogs befassen möchte, dem empfehle ich den sehr gelungenen Vortrag von Markus Hövener auf dem SEO Day 2014:

Euer

Thomas

 

 

Bildquelle Titelbild: © Marek Uliasz / istockphoto.com

Beitragsbilder: © koun / istockphoto.com; drante / istockphoto.com; Jorgenmag / istockphoto.com

2 Kommentare

  1. Marius

    Danke für die Tipps, hab daraufhin gleich mal einen Blog bei Blogspot eröffnet für unser Familienunternehmen (Shop für Post-It’s)! Let’s Rock!

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