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10 Tipps für den Erfolg von Nischen-Shops

Es gibt viele gute Gründe, warum du mit deinem Nischen-Shop Erfolg haben wirst. Um deine Vorteile möglichst effektiv auszunutzen, habe ich diesen Blogartikel geschrieben. An dieser Stelle sei vorab aber Folgendes erwähnt: Es wird nicht einfach. Egal in welcher Nische, die Konkurrenz ist groß, und im Onlinehandel steht sie nicht einmal vor der Tür, nein sie steht schon hinter dir und schaut dir über die Schulter. Aber nun genug der Sorgenfalten.

Mit der Nische erfolgreich werden

Es braucht eigentlich nur drei Dinge, damit dein Nischen-Shop erfolgreich wird:

  1. Sei begeistert von deinem Produkt.
  2. Kommuniziere deine Begeisterung, damit der Kunde sie teilen kann.
  3. Stelle ihn nicht vor technische Hürden, die ihn wieder zurück in die Arme der Großen treiben.

Klingt dir zu sehr nach „Tschakka! Du schaffst es“? Außerdem hatte ich ja 10 Tipps versprochen? Okay, sehe ich ein, und darum kommen hier unsere 10 Tipps, mit denen du deine Nische erobern wirst:

1. Positioniere Dich als Experte

Konzentriere dich auf deine Kernprodukte und positioniere dich bei diesen als Autorität. Du kennst deine Produkte in- und auswendig, und man müsste schon verrückt sein, irgendwo anders zu kaufen. Das ist es, was dir den entscheidenden Vorteil bringt. Versuch mal in der Outdoorabteilung von Karstadt einen Verkäufer zu finden, der selbst Alpinist ist.

Professionelle Beratung ist auch im Onlinehandel möglich und wird von den Großen nie so umgesetzt werden, wie du es kannst. Gib dem Kunden die Möglichkeit, mit dir in Kontakt zu treten, per Mail und Telefon. Und liefer ihm die Infos, die er braucht.

2. Content is King!

Schöpfe aus deiner Erfahrung. Wonach fragen deine Kunden? Wie kannst du ihre Fragen schon auf deiner Seite beantworten, ohne dass du ständig am Telefon beraten musst? Jetzt sagst du vielleicht, diese Beratung zu leisten macht dir nichts aus. Das ehrt, ist aber gar nicht das Entscheidende. Der Nutzer ist glücklich, wenn er gar nicht erst das Telefon in die Hand nehmen muss, sondern alle Infos auf Anhieb findet.

Wohl gemerkt: Überflute den Nutzer nicht mit Informationen. Eine übersichtliche Aufbereitung ist entscheidend!

3. Der Preis ist heiß

Du musst nicht unbedingt günstiger sein als amazon & Co. Aber mache nicht den Fehler, dich auf deinen Content und den schönen Shop zu verlassen. Die Toleranzschwelle für Preisbildung im Online-Bereich ist sehr niedrig. Die meisten deiner Produkte gibt es auch anderswo, und die Suche dauert dank Google, Idealo etc. eh nicht lange. Zu hohe Preise verschrecken Kunden so sehr wie nichts anderes, Usability und Content hin oder her.

An dieser Stelle wollen wir auch kurz noch mal auf den Kaufprozess eingehen, denn gerade Warenkorbabbrecher sind bei Nischen-Shops oftmals ein Problem. Mach dem Kunden seinen Weg zum Kauf nicht unnötig schwer. Wenn Du sogar in deinem eigenen Shop ins Zögern kommst, dann wird der Kunde dort sicher schon abgesprungen sein. Bestellung über Gast-Zugang ist ein Muss, genau wie die gängigen Zahlungsarten, inklusive Vorabzahlung und Paypal. Wenn du besonders hochpreisige Produkte anbietest, solltest du möglichst auch Rechnungszahlung akzeptieren.

Shopping Computer

4. Social Media ist dein Freund

Fast vier Millionen Deutsche „liken“ amazon.de, auch bei Media Markt sind es fast zwei Millionen. Auch in deiner Stadt findest du sicher einen Friseur mit fast 1.000 Likes. Klingt das nach „Werbemüdigkeit“? Sicher, für einige Branchen sind Facebook und Twitter weniger relevant als für andere, doch generell sind die Social Media Kanäle besonders für Nischen-Shops spannend, da du hier unkompliziert mit deinen Kunden und Interessenten kommunizieren kannst. Wage auch einmal den Sprung zu YouTube. Der Mensch liebt Bewegtbilder, die Informations-Aufnahme ist so viel entspannter als beim Lesen. Führe deine Produkte vor, zeige die Details, verkuppel deine Kunden mit ihnen!

Unterschätze aber weder die Wirkung noch den Aufwand, die durch deinen Social Media Auftritt entstehen. Eine gute Social Media Strategie ist Gold wert, aber Gold schürfen bleibt eine anstrengende Angelegenheit, die viel Zeit und Energie kostet.

5. Trust me!

Hier findest du den Hauptgrund für den Erfolg von amazon, Zalando etc: Vertrauen. Wer bei amazon bestellt, der weiß, es wird alles glatt gehen. Gerade in Deutschland ist das Thema Vertrauen im Internet von größter Bedeutung. „Wir Deutschen“ sind misstrauisch dem Neuen gegenüber, und das gilt auch für deinen neuen Shop.

Darum sind Trusted Shops, eKomi und Google Certified Shops für dich so wichtig. Ja, die Siegel kosten etwas und ja, Kunden bewerten mit Vorliebe, wenn sie etwas zu meckern finden. Aber das werden sie bei dir ja nicht, richtig? Richtig! Du wirst überrascht sein, wie viele Menschen dir die Freude machen, dein Angebot positiv zu bewerten.

Für die letzten fünf Tipps wollen wir uns einem speziellen Bereich der Onlinewerbung widmen, da dieser Kanal für dich kurzfristig und hundertprozentig kontrollierbar massiven Traffic generieren kann: Google AdWords. Du wirst um Google AdWords nicht herumkommen. Punkt. #isso. Jeder Onlineshop strebt es an, sich „von AdWords unabhängig zu machen“. Mit SEO, Newsletter und so weiter. Das solltest du ebenfalls, denn das alles wird dir helfen. Ersetzen wird dir den AdWords-Traffic aber nichts. Darum kommen hier ein paar Hinweise, wie du deine Anzeigen möglichst  effizient schaltest:

6. Konzentration auf spezifische Keywords

Egal, was Du verkaufst, sei bei der Auswahl der Keywords so genau wie möglich. Ein „Downhill Mountainbike“ ist besser als ein „Mountainbike“, ein „Massivholz Hochbett“ besser als ein „Hochbett“ und ein „S3 Sicherheitsschuh Weite H“ besser als ein „Sicherheitsschuh“. Die generischen Keywords sorgen für Reichweite und werden für dich langfristig eine Rolle spielen. Solange du jedoch im Budget eingeschränkt bist, bleib spezifisch. (Dass wir uns da richtig verstehen: Du bist wahrscheinlich im Budget eingeschränkt, solange du nicht guten Gewissens mindestens fünfstellige Beträge im Monat bei Google investierst) Bewirb explizit Marken oder Produktsegmente, die eine gewisse Vorkenntnis beim Suchenden voraussetzen. Je weniger Budget du zur Verfügung hast, desto wichtiger ist diese Regel. Du hast nur 500 Euro im Monat übrig? Investiere sie weise.

Blurred Background Image of Shelf in Warehouse or Storehouse

Blurred Background Image of Shelf in Warehouse or Storehouse

7. Generische Suchanfragen im Shopping herausfiltern

Wenden wir uns Google Shopping zu. Nutze Google Shopping, die Conversion-Raten sind in aller Regel höher als in der Suche. Und auch hier ist das Thema Keywords entscheidend. Leider kannst du hier keine einbuchen. Stattdessen vergleicht Google die Suchanfragen mit deinen Produkten und spielt diese dann aus. Allerdings nach Google-Regeln, das bedeutet „weitgehend passend“. Schau dir regelmäßig die Suchbegriffe an, zu denen du geschaltet wirst und schließe aus, was Du aus Tipp 6 wiedererkennst.

8. RLSA und Remarketing fokussieren

Google bietet dir die Möglichkeit, Nutzer gezielt wieder anzusprechen. In aller Regel kauft ein Besucher nicht bei seinem ersten Besuch, sondern überlegt, vergleicht, vergisst vielleicht sogar wieder, dass er etwas kaufen wollte.

Bleib am Ball! Mit RLSA (Remarketing Lists for Search Ads) sprichst du diese Nutzer in der Suche wieder an. Mit Bannerwerbung und dynamischem Remarketing begleitest du ihn durchs Netz. Das funktioniert übrigens auch und besonders gut für Bestandskunden. Geh dabei auch sicher, dass du den Nutzer nicht nervst. Frequency Capping heißt hier das Zauberwort. Hier gibt es noch ein paar Tipps dazu.

9. Anzeigenerweiterungen auf Anzeigengruppenebene

Anzeigenerweiterungen wie Sitelinks, Callouts und neuerdings „Snippets“ werden gern vernachlässigt, dabei verbessern Sie die Klickrate deiner Anzeigen erheblich, was mittelfristig auch zu geringeren Klickpreisen führt. Nun kannst du diese Erweiterungen global auf Kampagnen- oder sogar auf Kontoebene hinterlegen. Das ist schon mal besser als gar keine Erweiterungen.

Du verkaufst zum Beispiel Trikots des FC Bayern. Deine Sitelinks heißen da also „Kontakt“, „Über uns“ oder „Lieferbedingungen“, deine Callouts „schnelle Lieferung“, „Versandkostenfrei“ und so weiter. Das ist alles schön und gut, doch probiere es mal mit Erweiterungen auf Anzeigengruppenebene. Die Sitelinks „FC Bayern Shorts“, „FC Bayern T-Shirts“ und Callouts „Stern des Südens“, „Mia san Mia“ werden noch eher zum Klicken verleiten. Hier kann sich der Bayern-Fan sicher sein, dass er findet, was er sucht.

Hier gibt’s noch mehr Infos zu den Anzeigenerweiterungen: https://www.web-netz.de/10-tipps-fuer-google-adwords-anzeigenerweiterung/

10. Display-Werbung auf passenden Seiten im Google Display Netzwerk

Mit Hilfe des Google Display Netzwerk, des größten Publisher-Netzwerks der Welt, erreichst du auf jeden Fall deine Zielgruppe. Das lässt sich pauschal so sagen, denn mit dem GDN erreichst du eigentlich jeden. Nun ist dies natürlich wie immer Fluch und Segen, denn die meisten der Targeting-Möglichkeiten, die Google dir eröffnet, bringen einen nicht unerheblichen Streuverlust mit sich. Halte dich zunächst von diesen Einstellungen fern, und konzentriere dich auf die Option „Placements“. Placements sind die Seiten, auf denen deine Banner gezeigt werden. Auch diese kannst du explizit auswählen. Recherchiere im Internet nach Seiten, die thematisch zu deinen Produkten passen. Die Chance ist ziemlich groß, dass du diese über „Placements“ auswählen kannst. Natürlich werden nicht alle diese Seiten Teil des GDN sein, aber viele sind es. Auf diesen Seiten mit Hilfe von Bannern deinen Shop vorzustellen, wird die Bekanntheit bei der Zielgruppe stark erhöhen und ist darüber hinaus im Vergleich mit herkömmlicher Printwerbung ziemlich günstig, und solange die Anzeige nicht geklickt wird, fallen gar keine Kosten an.

Fazit

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Blogartikel einige der Sorgen nehmen konnte, die dich vielleicht bisher davon abgehalten haben, dir deinen Platz in der Welt des Onlinehandels zu erobern. Wenn du es schaffst, diese zehn Tipps zu beherzigen, wirst du in deiner Nische sicher schon bald erfolgreich aufgestellt sein.

 

Und wenn du zu diesen Themen noch Fragen hast, dann ruf gerne an, web-netz ist darauf spezialisiert!

Viel Erfolg und alles Gute!

Unterschrift Julian

 

 

Titelbildquelle: iStockphoto.com / © by Jirsak; © by oneinchpunch,  © by AzriSuratmin,  © by massimofusaro

 

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den tollen Beitrag und die schöne Zusammenstellung. Wir versuchen auf unserem Nischen-Shop auch thematisch wertvolle Beiträge zu verfassen, um für unsere Nutzer einen Mehrwert zu schaffen. Wir haben damit bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Tipps für Suchanzeigen sind sehr hilfreich, davon werden wir sicherlich einige beherzigen.

    Viele Grüße

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